Japanischkurs: 1.Grammatik

Wortarten:

1. Substantive bezeichnen konkrete oder abstrakte Objekte der Welt (z.B. Tisch, Freunde). Japanische Substantive sind unveränderbar d.h. Singular und Plural lauten gleich. Es gibt keine Fälle wie Nominativ und Genitiv.

2. Verben drücken Zustände, Handlungen oder Ereignisse aus. Japanische Verben sind nicht für die Person markiert. Die Zeiten, Höflichkeiten, Verneinung etc. werden durch das Anhängen sogenannter Suffixen ausgedrückt.

3. Adjektive bezeichnen Eigenschaften. Im Japanischen gibt es zwei Sorten von Adjektiven, die sich nur morphologisch unterscheiden, d.h. Je nach Stellung im Satz unterschiedliche Formen annehmen. Die

形容詞 keiyôshi (KY), die alle auf -い -i enden, teilen viele Eigenschaften mit den Verben. Die

形容動詞 keiyôdôshi (KYD) haben dagegen keine charakteristische Endung, sie ähnelt den Substantiven.

4. Adverbien wie gerne oder häufig bestimmen Verben oder Adjektive näher. Sie beschreiben, wie eine Handlung vonstatten geht. Es gibt Adverbien der Zeit, der Art und Weise, des Ortes und des Grades.

5. Da japanische Substantive im Singular und Plural gleich lauten, verwendet man für ausdrückliche Mengenangaben so genannte Zähleinheitswörter. Mengenangaben bestehen aus einer Zahl und dem jeweiligen Zähleinheitswort. Je nach Beschaffenheit des zu zählenden Gegenstandes gibt es unterschiedliche Zähleinheitswörter, z.B. -本 -hon für lange, schmale Gegenstände wie Bleistifte und Blumen oder -枚 -mai für flache Dinge wie Teller oder Papier.

6. Partikeln sind kleine, unveränderbare Wörter, die weniger inhaltlichen als vielmehr funktionalen Charakter haben: Funktionspartikeln regeln im Japanischen die Funktion der Satzglieder im Satz – markieren also ein Substantiv als Subjekt, Objekt etc. Diskurspartikeln setzen die Satzglieder im Zusammenhang zum vorhergehenden Text bzw. Gespräch. Satzendpartikeln geben die Funktion des Satzes an sich an. Partikeln stehen immer nach dem Element, auf das sie sich beziehen, daher heißen sie in manchen Grammatiken auch Postpositionen.

7. Suffixe sind wie deutsch -lich oder -ieren Wortformen, die nicht alleine stehen können. Sie werden an Verben oder Adjektive angehängt und drücken die Zeiten, Verneinung, Höflichkeit, Passiv etc. aus.

8. Konjunktionen sind Wörter, die zwei Sätze mit einander verbinden und einen Bedeutungszusammenhang stellen.

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Ja, mit sowas beschäftige ich mich, wenn ich nichts weiter zu tun habe…

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 23. Januar 2011, in Japan. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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