Archiv für den Tag 28. Februar 2014

Goth Styles: Der „Batcaver“

In dem Post am Montag habe ich ja bereits ein Foto von unterschiedlichen Stilen, die sich im Laufe der Zeit in der Gothic Szene entwickelt haben. Und heute möchte ich mal ein wenig auf ein paar einzelne Stilrichtungen eingehen…

Inspiriert dazu hat mich die kleine Seite von Megan Balanck, die einigen unter „Trellia“ oder „blackwaterfall“ wohl eher ein Begriff sein wird. Auf ihrer Seite geht sie gezielt auf einige Goth [stereo] types ein wie z.B. den Trad Goth. Und diesen werde ich hier nun ebenfalls näher beleuchten.

Als erstes möchte ich dazu aber anmerken, das ich diesen Stil – wie es schon der Titel anmuten lässt – Batcaver nenne…. Warum?

Ganz einfach: Dieser Stil hängt eng mit dem gleichnamigen Londoner Club „The Batcave“ zusammen (der inzwischen geschlossen ist). Denn dort spielten die ersten Bands, die sich mit ihrer Musik von der der Punkbands unterschied.

Aber dazu gleich mehr, erst will ich auf die Optik der Batcaver eingehen:

Wie ihr an der Grafik sehen könnt ist es unübersehbar, woher die Gothic Szene ursprünglich stammt nämlich der Punkszene. Denn der klassische Batcaver hat meist noch den markanten Deathhawk. Außerdem werden auch weitere Elemente aus dem Punkstil genutzt, so sind Ketten, Nieten und Netzhemden sowie viele Selfmade-Objekte keine Seltenheit. Um dem Ganzen eine morbide und düstere Stimmung zu verpassen (was diesen Stil vom Punk grob gesagt unterscheidet) werden bevorzugt schwarze Kleidung und Fledermäuse, Wolfskreuze und andere Elemente dazu kombiniert. Lederjacken mit und ohne Bandpatches/Buttons sind bei diesem Stil keine Seltenheit.

So viel zur Optik. Musikalisch gesehen hat – wie bereits erwähnt – der Batcave Club großen Einfluss auf den Batcaver. Dort wurden Bands wie Siouxsie and the Banshees, Sisters of Mercy, Bauhaus, Virgin Prunes, Killing Joke, Alien Sex Fiend und viele andere gespielt. Im Grunde genommen kann man also sagen dass der Stil Batcaver mit dem Gothic Rock aufkam und umgekehrt. Die Musikart habe ich ja schon einmal hier angeschnitten und ich habe auch noch vor (nach Ende der J-Rock Challenge) näher auf die ein oder andere Band eingehen…

Die Musik und die Optik sind die 2 wichtigsten Punkte um einen Stil entstehen zu lassen. Allerdings kann man in einigen Fällen auch vom Stil auf den Charakter oder besser die Einstellung schließen. Denn die meisten Batcaver sind der Meinung, dass die „wahre“ Gothic Szene schon längst tot sei, dabei wird außer Acht gelassen dass auch diese sich weiterentwickelt da sich die Menschen heute anders angesprochen fühlen als noch in den 80ern. Durch diese Einstellung kann man auch verstehen, warum die Vertreter dieses Stils oft als eitel und elitär betitelt werden.

Dazu muss ich allerdings sagen, dass nicht jeder so engstirnig denkt der diesem Stil zugetan ist. Wie ich zu dem Stil stehe, könnt ihr an dem Foto rechts erkennen. Dies ist im September 2013 entstanden, als ich mit ein paar Freunden auf dem Weg zum Black Days Glowing war. Diese Veranstaltung lässt regelmäßig die 80er wieder aufleben – so viel zum Thema die Szene sei tot.

Den Tag/Abend habe ich wirklich genossen und es war auch mal wieder schön zu erleben, dass tatsächlich ein „Revival“ des Stils – sowohl optisch als auch musikalisch – in der Tür steht und das es sich dabei nicht nur um ein Gerücht handelt… und bin wirklich gespannt wie sich dieses Revival weiter gestaltet und entwickelt.

So, das war jetzt einmal meine kleine Interpretation des ersten Stils der Gothic Szene. Wie ich zu anderen Stilen stehe, könnt ihr  auch bald hier lesen! (Wenn ihm mehr lesen wollt)..

Was mich jetzt noch interessieren würde: Wie steht ihr zu dem Batcave Stil? Habt ihr mit dem Vorwurf der Eitelkeit zu kämpfen?