Archiv für den Tag 16. März 2014

Wochenend-Review: Ghostship 2014 in Hamburg

Wie einige von euch wissen, mache ich ja eine Ausbildung im Einzelhandel und muss häufig auch Samstag arbeiten. Doch diesen Samstag hatte ich zur Abwechslung mal wieder einen freien Tag und diesen habe ich dann doch auch gleich ausgenutzt um an Bord der MS Stubnitz zu gehen. Was daran so besonders ist?

Nun das Schiff ist seit 1992 wird das Schiff immer wieder  als Veranstaltungsräume für Musik, Ausstellungen, kulturelle Produktionen,  und Dokumentationen genutzt. Dazu ein Zitat von der Internetseite der Living Dead Production Hamburg:

Das MS STUBNITZ stellt ein weitgehend original erhaltenes Fahrzeug der Hochseefischerei der ehemaligen DDR dar, obwohl für die heutige Nutzung entscheidende Bereiche des Schiffes baulich verändert werden mussten. Weitestgehend original erhalten sind die elektromechanische Maschinenanlage und ihre Gleichstromtechnik, die Kommandobrücke mit Funk- und Kartenraum, die Wohn- und Sozialbereiche wie Kammern, Kombüse, O-Messe, sowie das bordeigene Hospital. Das ehemalige Verarbeitungsdeck und die ehemaligen Kühlladeräume sind trotz der Demontage der Verarbeitungsanlagen als Räume weitgehend im Originalzustand erhalten. Zusätzlich spiegelt der äußere Eindruck des Schiffes unverändert den Zustand des letzten Zeitraumes des Fischereieinsatzes wieder.

Das Ganze zeigt also, das man eine echt geniale Location erschaffen hat. Noch genialer wird das Ganze dann, wenn eine Veranstaltung wie „Ghostship“ gestartet wird, bei der man auf den 3 zur Verfügung stehenden Floors EBM, Industrial, Gothic, Wave, Batcave, 80ies, Alternative, Indie und vieles mehr aus der Musikbandbreite der schwarzen Szene geboten bekommt. Ein einer kurzen Recherche habe ich dann auch ein Video von 2011 gefunden, damit ihr euch einen kleinen Eindruck verschaffen könnt: 

An und für sich, eine richtig tolle Gelegenheit mal wieder die Sau raus zu lassen, wenn es da nicht ein Mank geben würde: Der Platz. Denn dadurch das es sich eben um eine geniale Location handelt und auf den 3 Floor für jeden was gespielt wird, kommen natürlich auch sehr viele Leute zum Schiff. 

Auf dem Floor wo Alternativ gespielt wurde war es mir schon zu voll und ich wurde bei jedem Versuch zu tanzen irgendwie angerempelt… da musste ich einfach mal wo hin wo es ruhiger war. Zum Glück waren eine Freundin und mein Freund schnell zur stelle, so das ich mich dann doch noch etwas beruhigen konnte – ich war schlichtweg überfordert mit der Masse an Leuten. 

Auf dem untersten Floor bin ich dann aber doch noch ein wenig zum Tanzen gekommen, denn dort wurde eben die Oldschool Sachen gespielt und daher war es dort vergleichsweise leer (aber trotzdem waren noch ordentlich Leute da). Kurz vor 2 Uhr wurde es sowohl mir als auch meinem Freund einfach zu voll und wir beschlossen dann doch wesentlich früher als geplant von Bord zu gehen. 

Kurz bevor wir dann mit einem anderen Freund von uns gegangen sind, hat mir dieser erzählt, das es im Indistrial Bereich so voll war das man eigentlich nur nebeneinander stehen konnte, anstatt zu tanzen… 

Fazit: Man kann auf der MS Stubnitz schon ordentlich feiern, nur sollte man sich überlegen ob man wirklich alle Szenebereiche abdecken will oder lieber nur einen Teil, damit mehr Platz ist für die Massen. 

Bis Dato ist diese Veranstaltung 2x im Jahr in Norddeutschland (einmal in Rostock, einmal in Hamburg) und obwohl dieser Abend bei mir einen leicht negativen Beigeschmack hatte, würde ich doch irgendwann nochmal an der Veranstaltung teilnehmen. Doch bis dahin gibt es ja gerade im Raum Hamburg/Schleswig-Holstein noch genug kleinere Veranstaltungen, die man besuchen könnte ^.~