Schrei nach Aufmerksamkeit…

Der heutige Blogeintrag ist gänzlich anderer Natur denn anderer Einträge, ist sehr privat und zeigt viel meiner Persönlichkeit. Ihr seid also gewarnt, wer sich kein Tagebuch ähnliches Gefühlschaos antun will, der sollte nicht weiterlesen oder besser nur den Text vor und nach der gestichelten Line und sich lieber mit kommenden Posts beschäftigen.

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Ich war nun 1 Jahr und 4 Monate mit ihm zusammen und das mit Unterbrechungen – eine klassische On/Off Beziehung. Solch eine Beziehung wollte ich nie führen und ich war mir auch nicht bewusst das ich mit ihm eine solche führe.

Um nun einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, habe ich mich dazu entschlossen alles nieder zu schreiben was mir dazu durch den Kopf geht. Natürlich ist das eigentlich eine Sache, die man nicht im Internet verbreiten sollte und lieber still im Kämmerlein ins Tagebuch schreibt. Warum ich mich trotzdem dazu entschieden habe der ganzen Welt meine Gedanken zu offenbaren, hängt auch mit der Beziehung an sich zusammen und der Tatsache das ich immer versuche selbst-reflektierend zu sein. Also ist dieser Blogeintrag schon fast eine Art Selbsttherapie.

Hätte ich dies nun schon nach dem ersten Mal getan, nachdem ich die Beziehung beendet hatte wären wir wohl nicht wieder zusammen gekommen. Und wenn ich so zurückdenke habe ich diese Beziehung immer öffentlich gehalten, denn ganz zu Anfang habe ich mich in meinem alten Blog dafür quasi gerechtfertigt das er doch 4 Jahre jünger war als ich – wer es noch nicht gelesen hat, der kann es hier nachholen: *klick*

Wie auch immer. Der Grund warum ich dieses jetzt wieder in meinem Blog breittrete und auch warum das Ganze zu einer On/Off Beziehung geworden ist habe ich erst am Freitag wirklich erkannt. Denn am Freitag nach der Arbeit ist er mir das erste Mal nachdem er sich von mir getrennt hat über den Weg gelaufen.

Und gerade durch die Begegnung ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Denn es war schlagartig ein Gefühl wieder da. Doch es war keine Liebe oder eine Sehnsucht nach ihm, nein es war ganz einfache Eifersucht. Ja, Eifersucht. Aber es ist keine Eifersucht im klassischen Sinn, denn sonst hätte ich ihm wohl kauf vorgeschlagen eine offene Beziehung zu führen, als wir noch zusammen waren.

Der Grund warum  ich Eifersüchtig war und auch zugegebener Maßen immer noch bin, ist seine Art. Er hat kein Problem damit auf Menschen zu zu gehen und neue Freunde zu finden. Mit ihm zusammen habe ich auch mal Menschen kennen gelernt und ich habe nach der ersten Trennung wirklich Angst gehabt dass sich diese Menschen alle von mir abwenden, da ich mich immer nur als sein Anhängsel gefühlt habe.

Für mich ist es wirklich schwer Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen, denn bis jetzt war es immer so das die Menschen von denen ich dachte sie seien meine Freunde mich irgendwann fallen gelassen haben und das immer aus den gleichen Gründen:

  • ich wäre irgendwann einfach langweilig
  • mir fehle eine eigene Meinung
  • und ich bin sowieso anders als andere

Eigentlich habe ich mich damit schon vor Jahren abgefunden, dass sich auch die besten Freunde irgendwann von mir entfernen und habe auch insgeheim damit gerechnet, das ich wesentlich früher so enden werde wie meine Mom – die heute keine Freunde hat.. (etwas drastisch dargestellt, aber da genauer drauf einzugehen ist zu viel des Guten).

Doch als ich meinen Ex kennen gelernt habe, habe ich gemerkt wie viel Freude es einem bereiten kann Freunde zu finden, die länger als ein paar Monate mit einem zu tun haben ohne sie gleich zu allerbesten Freunden zu machen. Und genau der Umstand, das ich dies erst durch seine Hilfe erkannt habe, und das ich angst hatte das diese Menschen sich von mir abwenden, hat mich dazu bewegt die Beziehung letztendlich am Leben zu erhalten.

Was andere Menschen und meine Beziehung allgemein zu denen angeht bin ich sowieso extrem unsicher und das seitdem ein Mädchen von dem ich in der 6./7. Klasse dachte wir seien beste Freundinnen später angefangen hat mich regelrecht aus der Schule zu mobben, aber das ist eine gänzlich andere Geschichte.

Am Freitag jedenfalls, als ich ihn wieder traf, bin ich gefühlt sofort wieder in die Position des Anhängsels gerutscht und das obwohl wir nur kurz ein paar Worte gewechselt haben und dann beide unseres Weges gegangen sind. Dieses Gefühl hat mich tatsächlich bis ins Einhorn begleitet, wo ich dank einer gewissen Person die ich durchaus als Freundin bezeichnen würde eines besseren belehrt worden bin: Denn in ihren Augen (und auch in den Augen einiger anderen) bin ich kein Anhängsel, sondern eine eigenständige Person die sich durchaus nicht in seinem Schatten verstecken muss um bemerkt zu werden – dies zu erkennen hat wirklich sehr gut getan. 

Trotzdem bin ich nach wie vor Eifersüchtig darauf, das es ihm von Natur aus leichter fällt Menschen kennen zu lernen. Und da kommen wir auch zum Titel dieses Posts: Das ich dieses hier der ganzen Welt zugänglich mache ist nichts anderen als ein, nein mein Schrei nach Aufmerksamkeit um endlich den Mut zu fassen aus seinem Schatten zu treten und selbst auf die Leute zu zu gehen.

Ich bin neidisch auf die Aufmerksamkeit die er für jeden Scheiß bekommt den er macht und ich bin eifersüchtig dass er in gewissen Kreisen extrem gut angenommen und unterstütz wird. Selbst wenn ich mit diesen Kreisen nichts zu tun haben  möchte und mich im eine gänzlich andere Richtung entwickel als er es tut.

Und ich denke in meinem Fall werden sich jetzt einige über diesen Eintrag hier wundern, da sie es nicht von mir gewohnt sind. Doch wie ich am Anfang geschrieben habe ist dies mein Weg um endgültig einen Schlussstrich zu ziehen und meine Selbsttherapie, denn seine Gedanken in Worte zu fassen und diese festzuhalten bringt einem manchmal mehr als man glaubt.

Das ist das Prinzip eines Tagebuchs….

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Wenn du den kompletten Text bis hier hin gelesen hast, bedanke ich mich das du dir die Zeit genommen hast um meinen Gedankenmüll zu lesen.

Wenn du gleich runter gescrollt hast, ist dies nicht weiter schlimm, ich habe dir die Wahl überlassen ^^ in den nächsten Tagen kommt auch noch eine Buch Rezension und die Challenges werden auch fortgesetzt. Außerdem bereite ich gerade alles für einen neuen Eintrag zum Thema schwarze Szene vor.

Ich wäre noch sehr erfreut, wenn du auf das Banner klickst und ich dadurch ein paar Punkte bei Dshini sammeln könnte:

Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 18. Mai 2014 in Persönliches und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ach kleine Maus, das Dilemma kommt mir sehr gut bekannt vor. Solange du nicht den gleichen Fehler machst wie ich, mit der Mauer… Du weisst es vielleicht nicht, aber du bist eine starke Persönlichkeit mit einem starken Willen. Lass nur nicht die Angst darüber herrschen. Es gibt wirklich Leute, die dich mögen, auch wenn es manchmal nicht danach aussieht. Falls du mal ein offenes Ohr brauchst … Du weißt, wo ich meine Mauer gebaut habe 😉

    Und lass dich bloß nicht als Anhängsel gefallen, dass bist du nicht. …

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