Archiv für den Tag 12. April 2015

Blogbattle no. 11 – Vergissmeinnicht

Wird das heute ein sehr blumiges Thema? Bei dem Stichwort wahrscheinlich. Gut für mich, denn ich beschäftige mich schon von klein auf an mit Kräutern und Heilpflanzen. Das könnte man so zu sagen zu meinen Wicca Skills zählen. Also krempel ich mal ganz dezent meine, nicht vorhandenen, Ärmel hoch und grabe in meinen Kräuternotizen das Vergissmeinnicht aus. Dabei ist das gar nicht so einfach, denn als Heilkraut wird das kleine, blaue Blümchen – entgegen seinem Namen – gern mal vergessen oder schlichtweg ignoriert.

Ja, ich mag thematisch passende Trennlinien! Dabei ist die Myosotis, wie ihr lateinischer Name lautet gerade in der Blumensprache das Symbol für „Vergiss mich nicht!“ Dies erklärt, warum diese Blume gern unter Verliebten ausgetauscht wird (symbolisiert Sehnsucht, Liebe und Treue) aber auch genau so häufig auf Gräbern zu entdecken ist (symbolisiert Zusammengehörigkeit und Erinnerung).

Auch das helle Blau dieser Pflanze hat eine eindeutige Bedeutung:  Blau ist die Farbe der Erinnerung, Empfindung und Einfühlung. Sie strahlt Ruhe und Frieden aus,  kann aber zugleich auch kühl wirken. Und trotz der Bedeutung ist diese Pflanze kaum als Heilkraut bekannt…

Jedoch wirkt ein Tee aus dieser Pflanze beruhigend und entzündungshemmend, was nichts anders heißt, als dass es gegen Durchfall und Entzündung des Verdauungssystems hilft.
Man muss den Tee aber nicht immer trinken, denn man kann ihn nachdem er abgekühlt ist zum auswaschen von Wunden nutzen, denn dies lindert bzw. beugt Hautentzündungen vor.

Beinwell oder Lungenkraut wirken in dem Punkt aber intensiver als das Vergissmeinnicht, was wohl auch eine Erklärung der seltenen Nutzung sein könnte.

Auch im Bereich der Homöopathie kann das Vergissmeinnicht angewandt werden, jedoch kenne ich mich ehrlich gesagt in dem Bereich weniger aus und möchte euch da nichts falsches erzählen.

Die Zubereitung des Vergissmeinnicht-Tees ist noch einfacher als bei meinem Lieblingstee, dem Malvenblüten-Tee. Man sammelt zuerst einige Vergissmeinnicht Blüten, gibt diese dann in ein Teesieb und übergießt das Ganze mit kochendem Wasser. Für eine Tasse Tee werden meist ein bis zwei Teelöffel empfohlen, ich jedoch bereite mir gern gleich eine ganze Kanne zu und dosiere die Menge nach Gefühl. Dann lasse ich das Ganze 5-10 Minuten ziehen und danach trinke ich den Tee wie er mir am besten schmeckt – ohne Zucker, Honig oder was man sonst so in den Tee geben kann.

Da die Blütezeit des Vergissmeinnicht gerade jetzt ist, genauer gesagt von April – Juni andauert, kann man sich auch mehr Blüten sammeln und diese dann trocknen lassen. So hat man dann auch noch was für den Tee, wenn die Blütezeit vorüber ist, jedoch finde ich den „Geschmack“ des Tees sehr wässrig, wenn man getrocknete Blüten verwendet.

Zum Thema Vergissmeinnicht spuckt Tante Google übrigens neben dem Wiki-Eintrag der Pflanze noch zwei Filme aus, die beide den Titel Vergiss mein nicht! tragen. Das eine ist eine Tragikomödie aus dem Jahre 2004 und das andere ein Dokumentarfilm von 2012. In meinen Augen spielen beide Filme auf Demenz-Erkrankungen an.

Ich habe beide Filme gesehen und hätte heute auch darüber schreiben können, jedoch denke ich dass das Thema Demenz eher die Domäne meiner Mom ist, die aktuell in der Beschäftigung im Altenheim arbeitet und zuvor über 20 Jahre in der Altenpflege arbeitete. In dieser Zeit hatte (und hat noch immer) viel Kontakt zu den unterschiedlichsten Demenz Fällen. In der Hoffnung, dass sie bald wieder Zeit findet auf ihrem Blog isladehn zu schreiben, habe ich sie also auf die beiden Filme aufmerksam gemacht…

Und nun folgt, wie immer die Liste meiner Mitstreiter:

Dark Lord
Schakal
– Wetterschaf
– DychterFyrst
– Sebastian
– Mary
– Chelsea
– Justine