Blogbattle no. 14 – Gift

Eigentlich wollte ich dieses Mal das Thema Asien nehmen, aber da ich so viel über Japan schreiben könnte – und es aktuell ja auch wieder vermehrt tue – hätte ich mir damit selbst ins Bein geschossen. Daher gibt es ein anderes interessantes Thema, nämlich Gift. Ich selbst interessiere mich seit einigen Jahren für Gifte. Das kommt vor allem von der Mangareihe God Child. Der Hauptcharakter ist der 17-jähriger Count Cain C. Hargreaves. Dieser erbt nach dem Tod seines Vaters Land und Vermögen der alten Adelsfamilie Hargreaves. Eines seiner Hobbys ist das Sammeln (und verwenden) von Giften.

Nachdem ich die 13 Teile der Reihe beendet hatte, hatte ich eine nette, kleine Liste an Giften zusammen, die in dem Manga Anwendung oder zumindest Erwähnung fanden. Diese wären:

  • Aconitin
  • Cantarela
  • Laudanum/Opium
  • Digitalis/blauer Fingerhut
  • Phosphor
  • Wolfswurz
  • Arsen
  • Thalium
  • Chloroform
  • Secconal
  • Zyankali
  • Morphium
  • Deomoroi
  • Strichnin
  • Curare
  • Oxamyl
  • Emorald Forest*

Diese Liste zeigt ganz gut die Vielfalt der Gifte. Es gibt giftige Drogen, berauschende Extrakte, Destillate, Synthetische Gifte, Mineralgifte, Gifte aus Samen, Blüten und Früchten, tierische Gifte, mikrobielle Gifte und Pilzgifte (Ha! das Stichwort für die Trennlinie). In dem Buch Arsen ohne Spitzenhäubchen wird sehr früh erwähnt, dass Gift das Werkzeug der Frauen ist und das am ehesten Frauen zu Gift greifen – ähnlich wie in etlichen Kriminalromanen und -filmen. (Nicht legale) Gifte sind Kontrapunkte des Lebens, die die Menschen Gifte seit jeher fürchteten. Es werden Mord, Leiden, Not und Tod meist in Zusammenhang damit gesehen. Dabei werden die alltäglichen und legalen Gifte völlig außer Acht gelassen.

Alkohol, Zigaretten, Schokolade und Kaffee sind 4 legale Gifte, die mir auf Anhieb einfallen. Warum ich Schokolade und Kaffee mit aufzähle ist einfach: Auch diese schaden in einer gewissen Menge dem Körper. Das wiederum bringt uns zu der Frage: „Unter welchen Umständen wird ein Stoff zum Gift?“

Ein einfacher zu verstehendes Beispiel als Schokolade und Kaffee ist der Schlangenbiss. Wie auch der Laie weiß, kann der Biss einer Schlange tödlich sein, denn ihr Gift – ist es erst einmal in der Blutbahn des Opfers angelangt – entfaltet schnell seine Wirkung, wenn nicht sofort ein Antiserum gegeben wird. Ebenso ist aber bekannt, dass der von der Schlange gebissene selbst von einem Laien gerettet werden kann, saugt dieser sofort das Gift aus der Wunde; es schadet ihm gar nicht, wenn er das ausgesaugte Gift verschluckt. Schlangengift besteht aus hochmolekularem Eiweiß und wird vom Körper wie anderes Eiweiß auch, rasch abgebaut, ohne die geringste schädigende Wirkung zu hinterlassen.

Die Menge Macht das Gift – so sagte Paracelsus, aber nicht nur das ist Ausschlaggebend. Es wurde z.B. von Toxikologen festgestellt, das auch die Hautfarbe eine Rolle spielen kann. So sind „weiße“ wesentlich anfälliger auf viele Stoffe reagieren als farbige Menschen. Wobei diese wiederum anfälliger für Hautgifte (z.B. Curare und Flusssäure) sind. Erklärt wird dieses Phänomen durch den Stoffwechsel bzw. die Ernährungsgewohnheiten, was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass jeder Mensch ein wenig anders als Vergiftungen reagiert.

Allerdings können Menschen, Tiere und Pflanzen innerhalb gewisser Grenzen an Giftwirkungen gewöhnt werden und sind es z.T. sogar bereits. Man denke nur einmal an Raucher, die an eine gewisse Menge Nikotin im Körper gewöhnt sind. Das ist nebenbei bemerkt das Gleiche Schema/System wie bei einem Heroin abhängigen Menschen – oder wie in meinem Fall nem Schokoholiker, sprich Menschen die ohne Schoki nicht leben können (* >ω<)

Und da wären wir dann beim Thema Rauschdrogen. Darunter versteht man Substanzen, die die Psyche bzw. das Verhalten des Menschen (oder des Tieres) in verschiedensten Weisen beeinflussen. Diese werden dann meist unter der Bezeichnung psychotrope Stoffe und in mehreren Unterkategorien zusammengefasst (z.B. Halluzinogene oder Euphorika). Laut einem sehr guten Freund, der sich mit Drogen und anderem Zeug sehr gut auskennt, kommt das Wort „Droge“ von dem Wort „Drog“, welches wiederum „getrocknet“ heißen soll. Damit erklärt es sich auch, warum über die Hälfte der bekannten Drogen nach wie vor aus dem Pflanzenreich kommen.

In Punkto Pflanzen und ihre Giftwirkung kenne ich mich, bedingt dadurch das ich mich mit Heilkräutern beschäftige, kenne ich mich auch wieder ein wenig besser aus. Und in dem Fall ist es sogar wichtig, denn man sollte wissen das eine Lavendeltunktur gegen Kopfschmerzen hilft. Aber die gleiche Pflanze – nämlich Lavendel – kann auch Rauschzustände hervorrufen, wenn man sich diese getrockneter Weise in die Pfeife stopft… Gut, nach solch einer Pfeife hat man sicher andere Probleme als die Kopfschmerzen, nur empfehlen würde ich das keinem! Und nein, ich habe das nicht selbst ausprobiert,  es genügt mir aus zweiter Hand zu wissen wie Pflanzen auf den Körper wirken.

Noch schwieriger wird es übrigens bei Pflanzen, deren Dosierung äußerst wichtig ist. Das ist zwar so gut wie bei jeder Pflanze der Fall, jedoch bei einigen wichtiger als bei anderen.

Um mal auf meine Glitzerpilze hier zu sprechen zu kommen, nehmen wir als ein Beispiel den Amanita Muscaria – besser bekannt als Fliegenpilz. Ich denke jedem wurde als kleines Kind eingetrichtert, wie hochgiftig dieser Pilz doch sei. Also mir hat meine Tante da regelmäßig eine tierische Angst mit gemacht, warum ich auch heute noch einen großen Bogen um diesen Pilz mache. Allerdings kann man den Fliegenpilz auch als halluzinogene Pflanze einstufen. Denn wenn man den Pilz gut trocknet, wandelt sich die in ihm vorhandene Ibotensäure zu Muscimol. Dieser Stoff ist normalerweise nicht im Pilz vorhanden und sie macht diesen auch nicht ungefährlicher. Jedoch schickt sie einen – um oben erwähnten Freund zu zitieren – auf einen „netten Pilz-Trip„.

Auch in diesem Punkt kann ich nur von Erzählungen ausgehen, da ich nicht vor habe so etwas aus zu probieren. Schließlich handelt es sich dabei um eine Art der Vergiftung, die man seinem Körper zufügt, die man meiner Meinung nach (egal wie viel Erfahrung oder Wissen man darüber angesammelt hat) nicht zu 100% kontrollieren kann. Und so etwas kann einem das Leben kosten.

Ein weniger gefährliches Beispiel ist da die Holunderrinde. Diese kann man stark verdünnt gegen Ödeme, also Wasserablagerungen im Körper, als Tee einnehmen. Für eine große Tasse nimmt man da einen schwachen TL voll. Größere oder falsche Mengen führen nicht gleich zum Tode wie bei dem Fliegenpilz, lösen aber zumindest Durchfall und Erbrechen aus.

Ich könnte jetzt noch auf weiteres zum Thema Gift eingehen und Schamanen, die wie Kräuterfrauen, nicht selten ein sehr umfangreiches Wissen über Gifte aus der Natur haben. Oder ich könnte Tiergifte wie die des Kugelfisches näher behandeln, jedoch denke ich, dass das eure Konzentration sprengen würde. Außerdem habe ich ja noch ein paar Mitstreiter, die heute ebenfalls mehr oder weniger giftige Beiträge haben:

Dark Lord
Schakal
– Wetterschaf
– Sebastian
– Mary
– Chelsea
– Justine
– DychterFyrst (setzt auf unbestimmte Zeit aus)


*Anmerkung:
Emorald Forest ist das einige Gift aus dem Manga God Child, welches es nicht in der Realität gibt. Im Manga handelt es sich dabei um ein Gift, welches speziell für die Familie Hargreaves hergestellt würden ist. Es ist so gut wie nicht zu neutralisieren und wird auch nur als Gift erkannt, wenn man die Wirkung und Zusammensetzung des Giftes erkennt. 

 

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 3. Mai 2015, in BlogBattle. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Holla die Waldfee … abgespeichert für die nächsten geplanten … *räusper* Nein, oder? Sehr interessant und leicht geschrieben, dafür eine 1 von mir 😉

  2. Hm – die anderen Beiträge von dir fand ich irgendwie besser, aber sehr viel schlechter ist dieser auch nicht …
    Eine 2.

  3. Sehr informativ, damit aber auch etwas trocken Daher eine 2+

  4. Hochinformativ, aber etwas trocken geschrieben: 2

  5. Äußerst interessant und informativ. Allerdings etwas zu sachlich.
    Daher 2

  6. Informativ, aber nicht ganz so interessant wie die letzten Male. Trotzdem gut geschrieben. 2

  7. Ich schließe mich da an. Dein Beitrag ist zwar informativ, mir persönlich aber etwas zu langatmig. Deshalb gibt’s eine 2 von mir.

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