Wir sind die Nacht

Ja, nach elendig langer Zeit stelle ich auch mal wieder einen Vampir-Film vor. Wobei Wir sind die Nacht im Gegensatz zu den anderen Vampir Filmen, die ich hier bereits vorgestellt habe, nicht zum Horror Genre gehört, sondern ins Genre Drama (und Twillight zähle ich hier jetzt nicht mit, da das für mich nicht mal Ansatzweise ein Vampir Film ist).

Ich muss ja zugeben, Vampir Filme die nicht im Horror Genre angesiedelt sind, sind mir meistens nicht ganz geheuer, da ich damit rechnen muss irgendwelchen Glitzervampiren zu begegnen. Aber bei diesem Film hier, hat Regisseur Dennis Gansel seine Sache doch recht gut gemacht. Die Vampirinnen Louise, Charlotte, Nora und Lena verbrennen tatsächlich in der Sonne, wenn sie dieser länger als eine Minute ausgesetzt sind.

Doch erst einmal sei geklärt worum es in diesem Film geht:

In Berlin ist das Leben nicht immer leicht. Das weis die 20-jährige Lena aus eigener Erfahrung, denn sie muss sich mit kleineren Diebstählen über Wasser halten, während ihre Mutter sie kaum beachtet und viel lieber mit Lenas Bewährungshelfer flirtet. Eines Abends, als Lena mal wieder allein durch die Berliner Straßen läuft, entdeckt sie eine illegale Rave Party und beschließt dort ein wenig den Kopf frei und Geld zu bekommen.
Bei ihrem Versuch tanzenden Kerlen das Portmonee zu klauen, wird die attraktive Louise auf Lena aufmerksam und erlangt schnell ihre volle Aufmerksamkeit. Kurz darauf entpuppt sich Louise als Vampirin und beißt Lena, die sich zwar anfangs gegen das Vampir Dasein sträubt, es dank Louise und ihren Freundinnen Charlotte und Nora, die ebenfalls Vampirinnen sind, dann doch zu genießen lernt.
Allerdings stellt sich schnell heraus, das sich der junge Polizeikommissar Tom in Lena verliebt hat und dies wird zu einem großen Problem, denn Tom gehört Lenas Vergangenheit an. Außerdem ist es ein ungeschriebenes Gesetzt der Vampire, dass keine Männer mehr unsterblich gemacht werden und den Blutrausch, den vor allen Dingen Louise, Charlotte und Nora feiern, vor der Polizei geheim zu halten,wird dadurch auch nicht einfacher. Zu allem Überfluss ist Louise dann auch noch eifersüchtig, da Lena in ihren Augen ihr gehört…

So viel dazu. Nun, wie ich bereits erwähnt habe, sind in diesem Film die Attribute eines klassischen Vampirs wesentlich deutlicher heraus gearbeitet. Doch ab dem Punkt, ab dem klar ist, dass sich der Kommissar in Lena verliebt hat, kommt diese ein wenig wie eine weibliche Version von Edward Cullen rüber… und was soll ich sagen, das gibt Minuspunkte.

Da hilft es auch nicht, dass Wolfgang Hohlbein, der auch die von mir so geliebten „Chroniken der Unsterblichen“ geschrieben hat, auch den Roman „Wir sind die Nacht“ schrieb. Diesen Roman, auf dem der Film tatsächlich basiert, habe ich noch nicht gelesen. Aber wenn es darin auch heißt, dass es keine männlichen Vampire mehr gibt und auch nicht mehr geben darf, so kommt es mir doch ein wenig einseitig vor… da werde ich außerdem an die Vampir Parodie „Lesbian Vampire Killers“ erinnert. Wüsste ich nicht, dass die Parodie ein Jahr vor dem hier vorgestellten Film raus gekommen ist, hätte ich glatt damit gerechnet, das auch „Wir sind die Nacht“ damit parodiert wird.

Aber genug von den Negativen Punkten, denn einen großen Pluspunkt hat der Film für mich und das ist der Soundtrack bei dem unter anderem Covenant und IAMX etwas zu beigesteuert haben. Darum steht dieser Film allgemein doch etwas besser dar. als der eingangs erwähnte Teenie-Streifen Twilligt.

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 30. Juli 2015 in Filme und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Ich musste bei *Deutscher Film + Vampirthema* erstmal schlucken (bin kein großer Fan von deutschen Produktionen), aber fand ihn dann doch relativ gelungen, was nicht zuletzt am tollen Soundtrack und an Nina Hoss lag 🙂

  2. Klingt für mich trotzdem irgendwie an Kuschelroman – lass mich aber trotzdem gern eines besseren belehren.

  3. Ich war von dem Film angenehm überrascht. Wie Angelica oben schrieb machte ich mir auch wegen der Kombination „Deutscher Film“ + „Vampirfilm“ sorgen. Wurde aber gut unterhalten und kann den Film für einen Abend empfehlen. Man darf eben wirklich keinen typischen Vampirfilm erwarten!

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