Dienstagsgedudel: ALI PROJECT (蟻プロジェクト)

Ich hab zwar noch ein paar Wünsche und andere Bands in Petto, aber da mir das Vorstellen von Bands die ich schon kenne bzw. von denen ich schon eine Meinung habe, leichter fällt und ich noch ein wenig fürs MPS vorbereiten muss, gibts heute auch wieder eine japanische Band.

ALI PROJECT ist ein ganz besonderes Ausnahmeprojekt bestehend aus der Sängerin Takarano (宝野アリカ) und dem Komponisten und Hintergrundmusiker Katakura (片倉三起也) . Angefangen hat alles schon 1988, als dieses ungewöhnliche Duo das Debüt-Album Gensou Teien auf den Markt warf, wobei es noch unter ihrem Namen Ant Project lief. Laut eigenen Angaben arbeiten die beiden aber schon 1980.

Nach dem ersten Album war aber schon knapp vier Jahre lang Stille, bis sie mit dem Album Gekka no Ichigun wieder auftauchten. Auf der Homepage von ALI PROJECT wird dieses Album als der offizielle Start ihrer Arbeit betrachtet. Es erschien zudem als erstes unter dem neuen Namen und wurde von Toshiba EMI Records produziert. Seither bringt die Band im 2 Jahres Rhythmus Alben heraus, sowie 1 – 2 Singles nebenbei. Ihre Musik wird fast mehrheitlich für Animes benutzt, so sind sie durch die Zusammenarbeit mit Noir 2001 auch außerhalb Japans berühmt geworden.

Außerdem ist die Band parallel bei verschiedenen Labels aktiv. Nach ihrem Start bei Toshiba EMI sind sie inzwischen zum Majorlabel Victor Entertainment gewechselt. Nebenbei arbeiten sie noch mit dem Majorlabel Tokuma Japan Communications, und haben Verträge mit Sublabels von Lantis: MellowHead und GloryHeaven. Obwohl die Band eine Diskografie vom feinsten hat, ist nur relativ wenig über ihre Arbeit im Allgemeinen bekannt. Neben der Arbeit für Anime an sich, schreiben sie auch Soundtracks, außerdem haben sie verschiedene Verbindungen zu Frankreich in Form von Kleidung und Literatur, die sie in ihren Werken immer wieder ansprechen. Einige ihrer Alben sind dabei gerade auf ihre Liebe zu klassischen Themen entstanden.

Das Duo tritt auch sehr gerne Live auf, seit einigen Jahren gibt es pro Jahr eine größere Tour, die sie auch nach Europa führt. 2012 erschien seit langen wieder eine Single, welches als Opening für den Horroranime Another verwendet wurde, der auch zu meinen Lieblingsanime gehört.

Die Musik von ALI PROJECT lässt sich absolut nicht in ein Genre einordnen, da sich die Band mit jedem Lied irgendwie neu erfindet und doch ihren ganz eigenen Stil beibehält. Arikas Stimme ist sehr leicht, erinnert manchmal an ein Kind. Mikiyas Musik ist geprägt vom Keyboard, wobei sie gerne auch verschiedene Instrumente aus dem Orchester hinzufügen. Da findet man auch mal eine Geige, Gitarre oder das Klavier. Daher ist das Ganze nicht nur optisch, sondern auch musikalisch eine Mischung aus Magie und Phantasie was eine ganz besondere Atmosphäre hervorruft.

Wie man am Bandfoto oben sieht, steht vor allem Arika im Mittelpunkt und ich habe auch nach längerer Suche kein Foto gefunden auf dem das Duo zusammen drauf ist. Arika hat stets ein elegantes Auftreten, welches stark von der Lolita Mode beeinflusst ist. Mikiya ist aber durch seine Rolle als Komponist der Schöpfer der wundervollen Musik, die Arika nur noch mit ihren Texten perfektionieren muss. Sie bilden ein Duo, dass perfekt funktioniert und das über so viele Jahre schon.

Ich persönlich musste mich erst an die Musik gewöhnen, da mir Arikas Stimme anfangs sehr quängelig rüber kam – vor allem bei dem Anime Rozen Maiden, wodurch ich diese Band kennen gelernt habe. Aber inzwischen gehts mit der Stimme. Zu meinen Lieblingsbands würde ich ALI PROJECT jetzt aber nicht zählen, ich habe sie nur schon relativ oft gehört, da ich viele Anime gesehen habe bei denen diese Band das Opening und/oder Ending beigesteuert haben.

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 1. September 2015 in Lolita, Musik und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Eine sehr informativer Bericht.

    Ich musste mir natürlich direkt bei YT ein paar Songs anhören,
    da ich immer wieder auf der Suche nach guten Bands bin.

    Der Stil der Videos gefällt mir definitiv, allerdings sind mir die Lieder etwas zu unmelodisch,
    irgendwie scheinen da keine … ach ich weiß nicht.
    Ich finde es nicht schlecht, haut mich aber auch nicht aus den Socken.

    Ganz liebe Grüße

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