Meine Meinung zum Flüchtlingsthema

Für meinen Blog ist dieses Thema denkbar ungeeignet, doch ist es mir gerade wichtig. Denn vorhin habe ich (zugegeben aus Faulheit) ein Bild geteilt, mit dem ich einige wirklich verwirrt habe, denn wer mich kennt, der weis ich bin zu 100% Doch äußert man sich in der heutigen Zeit zum Flüchtlingsthema wird man, gerade als in Deutschland geborene Person, gleich als Nazi betitelt. Mein bester Kumpel sagte mir zwar ich müsste mich für meine Meinung nicht rechtfertigen, aber ich lasse mich ungern als Nazi betiteln. Ich lasse mich viel lieber als missionierenden Veganer betiteln, als das.

Zugegeben, die Wortwahl besagten Bildes, sowie die Schriftart sind nicht gerade so gewesen, das man mir abkaufen würde keine rechten Gedanken zu haben. Damit ihr wisst um welches Bild es geht, dieses hier ist es (*klick*)

Also, um jetzt einmal auf das Thema zu sprechen zu kommen: Ich habe nichts gegen Flüchtlinge und bin auch der Meinung, dass es wichtig ist denen zu helfen. Genau so wichtig ist es aber auch die Probleme im eigenen Land zu lösen. Und wenn die Merkel schon sagt, dass sie schauen muss, wie sie mit Flüchtlingen umgeht und das teilweise Menschen die schon seit Jahren darauf hoffen in Deutschland auch von offizieller Seite akzeptiert zu werden, dann ist das ein Zeichen für mich, das die Regierung entweder nicht mit den Flüchtlingen umgehen kann oder will.

Dies ist das Problem, welches zu aller erst geklärt werden muss, bevor noch mehr Menschen schaden nehmen! Schaden kann man einem Menschen sowohl körperlich, seelisch oder auch durch Manipulation. Dadurch muss ich auch hier extrem aufpassen, was ich schreibe. Schließlich begibt man sich auf verdammt dünnes Eis, da die Geschichte die Deutschen auf ewig als ein eigensinniges und auf den eigenen Vorteil beschränktes Volk gebrandmarkt.

Um nun Missverständnissen vorzubeugen: Für mich sind Deutsche diejenigen, die in Deutschland leben. Völlig egal ob man einen Migrantenhintergrund hat oder nicht. Und es ist auch vollkommen egal ob man in Deutschland geboren ist. Hat einen die Regierung einmal zugestimmt, das man ein Deutscher ist (sprich man hat die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen o.ä.). Und erzählt mir bitte nicht, dass dies die Gedanken eines Nazis sind!

Trotzdem sollte man auch den Obdachlosen in Deutschland helfen, denn ist euch schon mal aufgefallen, das Menschen die obdachlos werden auch vorübergehend Platz finden könnten in einem der weniger bekannten Flüchtlingslagern? Aber was passiert mit Obdachlosen tatsächlich? Wenn man ihnen aus eigener Tasche helfen will, wird man von irgendwelchen Organisationen davon abgehalten und wenn die Menschen die obdachlos werden in irgend einer Weise mit Migranten in Verbindung gebracht werden können, werden diese einfach abgeschoben. Ist das Menschlich? Ist es Gerecht jemanden der in Deutschland geboren wurde und nach 25 Jahren obdachlos wird, ins Ausland ab zu schieben, nur weil der Großvater in der Türkei (oder sonst wo im Ausland) geboren ist?

Ist man immer noch ein Nazi, wenn man meint erst den Menschen die (schon) in Deutschland sind zu helfen? Schließlich hat man den Flüchtlingen die bereits hier sind mit deren Aufnahme in meinen Augen schon Hilfe und Unterstützung zu gesagt. Und klar brauchen gerade Kriegsflüchtlinge akut und jetzt Hilfe, doch ist es richtig diese alle ins Land zu holen, nur um danach ein Drittel wieder ab zu schieben?

Wisst ihr, so zerstört man Träume und Hoffnungen und wenn das Bangen und Hoffen dann auch noch mit Abschiebung bestraft wird, wirft man diese Menschen von der einen Hölle in die Nächste – welche davon schlimmer ist, ist Ansichtssache. Eines haben sie jedoch Gemeinsam: Sie sind beide schlimm!

Also, wer mir jetzt noch vorwerfen möchte ein Nazi zu sein, nur weil ich der Meinung bin das man die Probleme am besten Schritt für Schritt lösen kann und nicht alle auf einmal, für den habe ich mich wohl immer noch nicht „liberal“ genug ausgedrückt. Man kann bei diesem Thema auch gar nicht liberal sein. Entweder man ist für die Unterstützung der Flüchtlinge oder dagegen.

Ich bin für die Unterstützung, aber man sollte niemandem das Blaue vom Himmel versprechen und sich dadurch übernehmen. Und ganz ehrlich, so wie die deutsche Regierung das Thema angeht, ist es kein Wunder das rechtes Gedankengut immer mehr fruchtet unter der Bevölkerung. So wird jedes Wort auf die Goldwage gelegt, jeder Satz akribisch untersucht und jeglicher Hauch von Rechtsradikalismus sofort nieder gemacht.

In dem Punkt würde ich sogar so weit gehen und sagen: die (bzw. viele) Deutschen machen da den Fehler!

Ich fang hier jetzt auch nicht mit dem Thema Meinungsfreiheit oder so an, denn diese nutzen ja auch viele Menschen, die viel mehr rechtes Gedankengut haben als ich und auch bekennende Nazis als „Ausrede“. Außerdem ist dieser Blogeintrag schon lang genug – vielleicht versteht ihr jetzt auch meine Eingangs erwähnte Faulheit.

Und nun könnt ihr mir gern eure Meinung dazu kund tun.

Advertisements

Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 13. September 2015 in Allgemein und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. Hey,
    ein schöner, differenzierter Beitrag 🙂

    Ich sehs ähnlich wie du.
    Gerade hier in München ist die Flüchtlingssituation in den letzten Tagen echt außer Kontrolle gelaufen. Ich war am Morgen am Hauptbahnhof und dort liegen hunderte, arme Flüchtlinge auf dünnen Matten herum und wissen nicht ein, nicht aus.. Ich habe in Vergangenheit auch recht häufig im örtlichen Flüchtlingsheim mitgeholfen und was ich da so mitbekommen habe, ist so übel :/
    Verlassen teilweise ihre Familie und ihr Land, weil Deutschland völlig überzogene Vorstellungen verbreitet (Dinge wie „Jobs sind in Deutschland immer vorhanden, es wird für jeden Flüchtenden ein Haus gebaut, Milch und Honig fließen im Überfluss!“, und so weiter).
    Und am Ende kommt dann eben doch häufig die Abschiebung, damit war alles umsonst und der abgeschobene Flüchtling ist nochmal eben um Tausende € ärmer.
    Einfach verquer.. Merkel wartet gefühlt auch lieber wochenlang schweigend ab, als einzugreifen…

    Aber
    Die „Nazikeule“ wird mir mittlerweile zu inflationär geschwungen.
    Ich kann total verstehen, wenn einen das rechte „Deutschland den Deutschen/Alles pöse Gutmenschen/Denkt denn nicht mal einer an unsere Hartz4-Empfänger (Witzig, früher waren die doch das Feinbild der Gesellschaft^^)/ usw.“- Gesabbel sensibilisiert, aber das jeder Hauch Kritik an der momentanen Flüchtlingspolitik

    (die halt einfach wirklich bescheiden ist: dein Beispiel mit den Obdachlosen – hier werden Obdachlosenunterkünfte geräumt und für Flüchtlinge reserviert, die Odachlosen können dann schauen, wo sie im Winter bleiben?
    oder
    in der Schule eines Bekannten (Grundschullehrer) entfallen einfach mal sämtliche AG´s, weil Lehrernotstand herrscht, um den Flüchtlingskindern Deutsch beizubringen.
    KLAR, dass sowas Unverständnis und im schlimmsten Fall Hass schürt)

    und jede geäußerte Angst vor den Auswirkungen auf zukünftigen Arbeitsmarkt/Mietsituation gleich NAZI heißt, nervt mich auch.
    So richtig objektiv sind da irgendwie die wenigsten…

    Ich hoffe, jemand steigt durch meinen wirren, langen Text…

  2. Ich habe eine sehr spezielle Sicht der Dinge.

    Aufgrund meiner Existenz werde ich seit vielen Jahren in meiner Heimatstadt Hamburg ausgegrenzt und diskriminiert.

    Bis zum heutigen Tag hat mir niemand ernsthaft geholfen oder mich auch nur für einen Moment getröstet.

    Aufgrund meiner Behinderung wurde ich enteignet, ausgesiedelt und mir wurden meine leiblichen Kinder entzogen.

    Ich hatte nach Jahrzehnten der Beitragszahlung niemals das Recht aus Arbeitslosengeld. Ich habe bis zum heutigen Tag kein Recht auf irgend eine Förderung, um meinen Lebensunterhalt bestreiten und meine beiden Kinder versorgen zu können.

    Ich habe bis zu meinem Lebensende keine Leistungen durch die Krankenkasse (die Techniker) zu erwarten. Eine Sozialklage wird seit Jahren ausgesessen.

    Ich war obdachlos. Niemand hat mich bei sich für nur eine Nacht schlafen lassen. Ich habe selbst eine Wohnung gefunden. Seit Jahren muss ich ohne Möbel, Kleidung oder Beleuchtung leben.

    Ich stehe unter gesetzlicher Betreuung, weil ich nach Aktenlage als geisteskrank eingestuft werde.

    Ich bin Diplom-Physikerin und habe im internationalen Umfeld über 35 Jahre als Software-Entwicklerin gearbeitet.

    Seit etwas über einem Jahr darf ich für € 1,50 brutto die Stunde ohne Lohnfortzahlung arbeiten.

    Ich habe Mangelernährung (die Fingernägel fallen aus oder brechen einfach nur; Haare fallen aus), ich bin inkontinent, habe schweres Asthma, Arthrose (ich muss unter Schmerzen arbeiten), ein kaputtes Knie, kaputte Zähne, Cluster-Kopfschmerzen und Migräne etc. pp.

    Mehrfach habe ich versucht, meinem Leid durch Suizid ein Ende zu setzen.

    Kein Krankenhaus behandelt mich.

    Deutschland hat sich in letzter Zeit für Auslandseinsätze zunehmend begeistert. Waffengewalt gehört inzwischen zum allgemeinen Umgangston.

    Bei uns hat eine verbale Aufrüstung statt gefunden.

    Nun dringen Menschen zu uns, die genauso oder noch viel extremer leiden, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

    Der Widerstand, der sich hier bei vielen regt, hat für mich das wesentliche Argument: „Unser Boot ist voll. Geh woanders hin.“ Man möchte das Leid verdrängen, um sich nicht selbst in einen Widerspruch zu manövrieren.

    Während viele Gutmenschen auf dem Rathausmarkt Info-Flyer nehmen und sich amüsieren, stehen die Nazis vor meiner Haustür und bedrohen mich persönlich. Die maximale Hilfe, die ich bekommen habe, war der Spruch: „Pass auf Dich auf.“

    Während des Hanse-Triathlons wurde ich, am Boden liegend, getreten, gefilmt und von Hunden angepisst. Von den tausenden Hamburgern hat niemand etwas getan. Hilfe bekam ich von drei japanischen Touristinnen.

    Ich habe zur Zeit kein gutes Bild von meinen Mitmenschen in dieser Stadt.

    Ich teile die Meinung vieler Philosophen, die uns seit langem in einer Art Viertem Reich und Dritten Weltkrieg sehen.

    Es ist jetzt die Zeit, dass auch unser Land sich dieser Realität stellen muss.

    Deutschland hat viel größere Zuwanderungsprobleme in der Vergangenheit lösen müssen und erfolgreich gelöst. Nichts ist untergegangen. Man muss nur Wikipedia bemühen, um zu sehen, wieviele Hamburger es vor und nach dem Zweiten Weltkrieg gab, oder wie sich die Bevölkerung zusammen setzt.

    Ich möchte den Menschen helfen, obwohl ich selbst Hilfe benötige. Angst haben seltsamerweise oft jene Menschen, denen es gut geht.

    Ich kann es nicht mit meinem Gewissen verantworten, die Tür zu schließen und meine Augen zu verschließen. Meine Liebe zu den Menschen verbietet es mir.

    Ich habe keine Lösung für die aktuellen Krisen. Es ist ja nicht nur das aktuelle Flüchtlingsproblem. Die Menschen haben ja nicht gesagt, es ist langweilig zu Hause, da wandern wir einmal nach Deutschland, auch wenn unsere Kinder unterwegs sterben.

    Es sind auch nicht viele voneinander unabhängige Krisen (Haushaltslage, Armut, Banken, Ukraine, Russland, Griechenland, Al Kaida, IS, Flüchtlinge etc. pp.), sondern verschiedene Facetten eines universellen Zusammenhanges.

    Im internationalen Vergleich ist Deutschland sehr reich und tut ebenso wenig für Flüchtlinge. Aber mit entscheiden wollen wir überall in den Krisengebieten.

    Ich bin der Meinung, dass es Zeit ist, über eine umfassende Neuordnung des bestehenden Systems zu diskutieren.

    Ohne Flüchtlinge ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die einheimischen Opfer aufbegehren. Aus den „arbeitsunwilligen“ Hartzlern sind inzwischen mehrere Millionen Betroffene geworden. Offiziell werden etwa 40% aller Rentner zu Aufstockern.

    Ich plädiere dafür, dass wir helfen. Unsere Eltern oder Großeltern wissen, was Leid, Krieg und Flucht bedeuten. Fragt sie, falls ihr diese Chance habt.

    Ich möchte mich freuen können, dass Menschen uns derart positiv sehen, dass sie zu uns kommen und an unserer Welt teil haben möchten.

    Ich möchte mich nicht schämen müssen für dieses Land.

    Noch ein Wort zum inflationären Gebrauch des Unwortes „Nazi“: Wenn man sich anschaut, was in diesem Land vor einem Jahr (geschweige denn vor zehn Jahren) als rechtsradikal gesehen wurde, dann stellt man fest, dass es heute als „normales“ Argument durchgeht.

    Ich wiederhole mich: Wir sollten gemeinsam aufpassen, dass wir nicht immer stärker radikale Gruppen entwickeln, die nicht miteinander reden. Bürgerunruhen gibt es nicht nur im Ausland…

    • Das ist eine sehr ausführliche Antwort und Bezug deiner Sichtweise. Ich danke dir, das du dir dafür die Zeit genommen hast.

      Ich selbst wollte im Winter 2012 mir mal die Zeit nehmen um einen großen Topf voll Gemüsebrühe zu kochen und diese dann unter den frierenden Obdachlosen zu verteilen, die diese gern habe wollen würden. Um dieses Vorhaben um zu setzen musste ich mir nur eine Erlaubnis von der Stadt holen – klang alles ganz einfach. Doch wie ich oben schon erwähnt habe, wurde mein Vorhaben vereitelt, da es Organisationen gibt, die das nicht wollen.

      Dazu muss ich sagen in dem Winter habe ich selbst nur wenig verdient und hätte mich an der Idee auch nicht finanziell bereichert, höchstens an der Freude die ich so manch einem Obdachlosen gemacht hätte.

      Aktuell gibt es auch bei mir äußerst heikle, private Probleme mit den Ämtern – in Bezug auf Job und Wohnung. Hätte ich meinen „Hamster“ und meine Mom nicht und wäre ich keine gebürtige Hamburgerin, hätte ich wohl jetzt noch mehr Probleme als eh schon…

  3. Ich habe es mittlerweile aufgegeben darauf hinzuweisen, dass recht und links genauso nur ein Schubladendenken ist wie die Sicht über Gothics und Satanisten. Das hast du sehr emotional geschrieben, daher auch etwas durcheinander. Aber, um da anzuschließen: Viele Flüchtlinge glauben, dass Deutschland ein Land ist, in dem Milch und Honig fließen. Der Zug ist schon vor Jahrzehnten abgefahren. Nur will das niemand wahrhaben, die Regierung am allerwenigsten. Kein Wunder, wenn dieses Bild in der Weltöffentlichkeit präsentiert wird, dass es so läuft, wie es läuft.

    Nur sollte sich jeder überlegen: Würde jeder persönlich die Flucht ergreifen, wenn hier ähnliche Zustände herrschen würden wie in den Krisengebieten der Welt? Auf welche Art und Weise, wohin?

    • Klar habe ich diesen Beitrag sehr emotional geschrieben, denn im Grunde ist es mir egal, ob man mich als Satanistin, Emo, Hipster oder sonst wie sieht bzw. in welche Schublade man mich steckt. Ausnahme ist da die Nazi Schublade, in die lasse ich mich nicht stecken!

      Ich hoffe mal der ist nicht zu durcheinander ^^“

  4. Hey,
    du hattest ja einen Kommentar zu einem ähnlichen Beitrag auf meinem Blog hinterlassen.
    Bei einigen Punkten sind wir ja einer Meinung.
    Es ist auch einfach schwer zu sagen, wer nun ins Land rein darf und wer nicht. Wo soll da die Grenzen gezogen werden?

    Schwieriges Thema!!

    Liebe Grüße
    Eva
    http://www.the-mysterious-world-of-eve.blogspot.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: