Halloween Challenge: Halloween Drink

HalloweenChallengeTag 2

Also ich bin ja ein riesen Fan von Absinth und ich finde dieses Getränk ist nicht nur ein typisches Grufti Getränk, sondern passt auch zu jeder Halloweenparty (für Erwachsene versteht sich, da Absinth ja Alkohol ist). Für diejenigen, die nicht genau wissen, was Absint ist, hier eine kleine geschichtliche Zusammenfassung:

Absinth ist eine Spirituose, die aus Wermut-Auszügen, Anis, Fenchel und anderen Kräutern (z.B. Ysop, Zitronenmelisse, Angelika, Kalmus, Origanum dictamnus, Koriander, Veronica, Wacholder, Muskat) hergestellt wird. Wegen des im Wermut-Kraut enthaltenen Neurotoxins (Nervengift) Thujon, kann man Absinth zu den psychoaktiven Drogen zählen, was mal wieder zeigt wie auslegbar das Wort „Droge“ geworden ist, aber dazu äußere ich mich ein anderes Mal.

Jedenfalls erfreute sich diese psychoaktive Droge bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem frühen 20. Jahrhundert großer Beliebtheit, auch bei Bohemians wie Oscar Wilde und Van Gogh. Nachdem es jedoch teilweise zu tödlichen Zwischenfällen nach dem Genuss von Absinth kam, was heftige politische Auseinandersetzungen, mit sich brachte, wurde Absinth in der Schweiz (1908), in Frankreich (1914), in Deutschland (1923) und einigen anderen Ländern verboten.

Man munkelt allerdings, das dies eher auf Veranlassung der Weinbauern geschah, denn es wurde zu dieser Zeit wesentlich mehr Absinth als Wein konsumiert. Die Todesfälle, die in Zusammenhang mit Absinth gestanden haben sollen, wären demnach auch nur erfunden, ausgeschmückt oder rein zufällig passiert. Schließlich kannte man damals den „Trend“ des Koma-Saufens noch nicht – und daran sterben heute viele Jugendliche, die dann allerdings selten (nur) Absinth getrunken haben.

Dabei soll Absinth früher das französische Nationalgetränk gewesen sein, welches nur nach einem festgelegten Ritual genossen wurde. Außerdem scheint es auf alle Fälle so einige Künstler, seien es nun Maler oder Schriftsteller „beflügelt“ zu haben. Vielleicht hat Edgar Allen Poe (auch er trank gerne Absinth) seine Albträume, die er im Rauschzustand erlebte, niedergeschrieben?

Das Verbot war aber noch lange nicht das Ende, denn für alles verbotene gab und gibt es einen Schwarzmarkt. So wurde weiterhin schwarz gebrannt und im Geheimen genossen.

Im Laufe der Zeit machten es moderne Technik- und Analysemethoden möglich, die Risiken beherrschbar machen. Dadurch wurde das Absinthgesetz 1981 aufgehoben. Allerdings verbot die Aromenverordnung in der damals gültigen Fassung die Verwendung von Wermutöl und Thujon weiterhin – Absinth war damit nach wie vor verboten.

Erst 1998 trat die heute gültige Aromenverordnung in Kraft, die zwar das Verwendungsverbot für Thujon auch weiterhin aufrecht hält, aber genehmigt die Verwendung thujonhaltiger Pflanzen und Pflanzenteile wie Wermutkraut und Beifuss unter Beachtung bestimmter Höchstmengen des sich ergebenden Thujongehaltes. Diese wären dann 10 mg/Kg bei normalen Absinthen und 35 mg/Kg bei als „Bitterspirituose“ deklarierten Absinthen.

Man schreibt dem Absinth übrigens eine erotisierende Wirkung zu, deshalb nennt man es bis heute die „grüne Fee“. Diesen Namen hat der klassische Absinth, durch seine giftgrüne Farbe. Mittlerweile gibt es aber auch roten Absinth „die rote Fee“ und blauen Absinth „die blaue Fee“. Von letzterem habe ich mir auf dem diesjährigen MPS übrigens eine sehr stylische (und zu Halloween passende) Flasche gekauft:

Abgesehen davon, dass meine Deko auf dem Schrank wo die Flasche steht zu Halloween passt, ist der heutige Beitrag doch eher etwas in die Richtung Absinth-Geschichte gegangen. Hierbei dürfte man auch merken, dass ich mal wieder eines der Grufti-Klischees erfülle, denn Absinth geht bei mir immer – nicht nur zu Halloween.

Komischer Weise haben sämtliche Halloween Drinks die mir in den Kopf kommen in irgendeiner Weise mit Alkohol zu tun – egal ob klassische Bloody Mary oder Blut Bowle, alles Mit Alkohol… das scheint ein feucht fröhliches Fest zu werden!

Advertisements

Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 2. Oktober 2015, in Challenge, Halloween. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Die Flasche sieht toll aus!
    Und guten Absynth mag ich zwischendurch auch ganz gerne 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: