Dienstagsgedudel: exist†trace

Inzwischen ist es mir auch schon aufgefallen, dass mein Blog mal wieder sehr Japan latig ist. Nichts desto trotz stelle ich euch heute mit exist†trace wieder eine japanische Band vor…

exist†trace ist eine der wenigen rein weiblichen Visual Kei Bands Japans. Gegründet wurde sie am 15. Juni 2003 von Jyou, Miko, Naoto und Mari. Ihren ersten Liveauftritt hatten sie am 28. Dezember 2003, gefolgt von ihrem ersten Demotape im Februar 2004. Hai no yuki wurde gratis auf ihrem Konzert damals verteilt. Irgendwann im Laufe des Märzes kam Omi als zweite Gitarristin hinzu und die 5 köpfige Band war komplett. Erste Konzerte mit ihr waren im April, im Juni folgte die zweite Demosingle Kokumu. Es folgten 2005 mehrere Konzerte bevor sie ihre erste Single ambivalence am 26. August veröffentlichten. Bis Ende 2006 sollten noch 2 weitere Singles folgen, welche mit dazu beitrugen, exist†trace eine steigende Menge an Fans zu ermöglichen. Sie waren Ende 2006 zudem Teil des „Meguro Rock May Can von Sequenz Records“, wobei die dazugehörige DVD im März 2007 noch erschien.

Im Juli 2007 erschien zudem das erste Live-Mini-Album der Band Demented Show 20070715. Ende des Jahres schoben sie noch eine zweite Pressung ihres Mini-Albums Annunciation hinterher (ohne DVD Part in Form des Musikvideos zu Judea) und schlossen das Jahr als Teil der Silvestershow von „Sequence Records“ ab.

Im Frühjahr war die Band Teil eines Events von L’eprica, welche ihre neue Single promoteten und sich dafür gleich mehrere Bands an Bord holten. Ende des Monats Februar stieg exist†trace zudem beim Indielabel Sequence Records ein, parallel mit den Bands Art Cube, Venus und LSD. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die Band direkt nach dem Einstieg eine Pause einlegte. Bis Mai waren noch vereinzelten Auftritte, danach war erstmal Ruhe für das Jahr 2008.

Ende August kehrte exist†trace im neuen Gewand zurück und waren erstmal Teil der „Sequence Records 7 Days Live Summer“. Nebenbei wurden auch die Daten für die Europatour der 5 Mädels im Oktober 2008 veröffentlicht. Ein Konzert führte sie auch nach Deutschland. Nach der Tour hatte die Band ein paar große Konzerte mit gleich mehreren Bands. Im Oktober spielten sie verschiedene Konzerte mit Bands wie DELUHI, Megaromania, gaudie, Juliette, LSD, Venus und vielen mehr. Die Reihe wurde Deer Call War Nr. 5 und Nr. 6 sowie eines davon Black Riot getauft. Außerdem erschien im November ihr erstes Album, wobei es sich um ein Best-Of ihrer Songs von 2006 – 2008 handelte.

exist†trace nahm auch noch am 8. Jubiläum von Sequece Records Teil, jedoch mit dem bitteren Nachgeschmack, dass sie direkt danach das Label verlassen würden. Im Februar 2009 fing es damit an, dass die Band eine neue Homepage eröffnete und ihr Beitritt bei Monster’s inc. war unter Dach und Fach. Mit neuem Label erschienen sie in neuen Look und mit dem Mini-Album VANGUARD -of the muses- im Gepäck wieder auf der Bildfläche.

Im Herbst war die Band Teil des bekannten Shock Edge Events. Zusammen mit SOMANTIC GUARDIAN oder auch kiryu rockte die Band am 12. Oktober die Bühne und waren 2 Tage später auch auf der dazugehörigen Omnibus CD zu finden. Nur 2 Wochen später stand das neue Mini-Album Ambivalent Symphony in den Läden. Einen Tag später war exist†trace auch noch Teil des V-Rock Events, zusammen mit über 20 anderen Bands (Kagrra, heidi., Merry, LM.C, D=Out usw). Das Jahr ließ die Band noch recht entspannt mit einigen wenigen Lives ausklingen, bevor es am 9. Januar 2010 direkt mit einem Oneman weiter ging.

Für das Jahr 2010 ging es außerdem auch noch einmal nach Europa, dieses Mal von Ende April bis Anfang Mai für mehrere Konzerte u.a. in Deutschland und Frankreich. Nach ihrer Rückkehr wurden sie Teil des Samplers Neo Voltage Vol. 1 und ihre Single Knife erschien am 2. Juni in den Läden. Zudem waren sie Teil der Neo Voltage Tour 2010 vom 10. – 18. Juni mit 3 Auftritten.

Anfang November veröffentlichte die Band ihr erstes Full-Album mit Namen Twin Gate. 2011 startete ebenso erfolgreich für die Band, die im April Teil der Sakura-Con war und somit hatten die 5 Mädels ihr Amerika-Debüt. Danach stand auch wieder ein Labelwechsel an, dieses Mal jedoch eine Stufe höher, denn mit einem Vertrag mit Tokuma Japan Communications erreichte exist†trace Majorstatus.

Einstand feierte die Gruppe mit ihrem Mini-Album TRUE, welches am 15. Juni erschien. Zudem hatte die Band eine Art Abschieds-Oneman Show namens „The Truth“ am 18. Juni gegeben. Somit haben sie sich von ihrer Indiezeit gebührend verabschiedet. Nur wenige Monate nach dem Debüt erschien bereits ein zweites Mini-Album. 2012 hat die Band im März einige Konzerte in Amerika gegeben und am 23. Mai erschien ihr neues Album Virgin. Von diesem Album stammt auch einer meiner liebsten Songs Daybreak.

Da ich ja irgendwann aus der Visual Kei Szene geschieden bin, ist es mir bei dieser Band (genau wie bei vielen anderen), passiert das ich sie irgendwie aus den Augen verloren habe. So habe ich erst Am 24. September 2014 erst wieder etwas von der Band gehört und das obwohl sie keine Pause zwischen 2012 und 2014 eingelegt haben. Wie dem auch sei,  am 24.11.14 erschien das zweite Majoralbum von exist†trace, mit dem Titel WORLD MAKER.  Des weiteren fand im Dezember das Abschlusskonzert ihrer (wohl Ende 2013 gestarteten) Gekijyou Spiral-Tour statt.

Im Dezember letzten Jahres kündigten exist†trace übrigens für März 2016 die Veröffentlichung eines bislang unbetitelten Mini-Albums an, welches sechs Lieder enthalten wird.

Den Musikstil der Band hat sich im Laufe der Jahre immer wieder merklich weiter entwickelt (vergleicht mal die beiden Videos miteinander), kann man allerdings nach wie vor als Melodic Death Metal bezeichnen. Sängerin Jyou‘s Stimmte unterstützt diesen Effekt noch. Die Musik ist besonders auf das Schlagzeug und den Bass fixiert. Die Texte sind dagegen eher in Richtung Gothic gehend. Als Kopf hinter den Musikalischen werken steht vor allem miko, deren Kompositionen federführend sind. Der Bandname soll ungefähr „trace of presence“ bedeuten, auf Deutsch „Spur der Gegenwart“, was auch das Konzept der Gruppe beschreibt. Vom Kleidungsstil her gibt sich der Großteil betont männlich, jedoch wird stellenweise von einigen auch gerade betont, dass es sich um Frauen handelt, wobei das vor allem auf miko zutrifft.

Da ich dieses Mal ein paar Lücken in der Bandbeschreibung habe, rate ich allen, die mehr über die Band wissen möchte und des japanischen mächtig ist, mal auf deren offiziellen Homepage vorbei zu schauen.

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 26. Januar 2016 in Japan, Musik und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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