Dienstagsgedudel: Phantasmagoria (ファンタスマゴリア)

Nachdem ich Phantasmagoria nun schon in einigen Dienstagsgedudel Beiträgen erwähnt habe, ist es heute einmal an der Zeit euch diese Band genauer vor zu stellen. Vor allem weil ich, nachdem ich von einer Freundin auf die Band aufmerksam gemacht worden bin, mir selbst den Spitznamen Kisaki gegeben hatte. Dies war damals in der Visual Kei Szene gang und gebe – und auch wenn ich heute andere Spitznamen habe, habe ich damit damals meine Bewunderung für den Bassisten der Band ausdrücken wollen (auf dem Bild in der Mitte zu sehen).

KISAKI war nicht nur der Einzige der Band, dein ch namentlich kannte,nein er ist auch der Hauptproduzent des Labels Under Code und Gründer von Phantasmagoria. Offizieller Start dieser Band war der 1. November 2004. Für dieses Projekt holte er sich Riku, Jun, Iori und Shion ran, die allesamt schon einige Erfahrungen in der Musikbranche vorweisen konnten. Anfangs war auch noch Mao als Sänger der Band dabei, jedoch wurde er noch vor dem ersten Konzert von KISAKI ausgewechselt.

Anfänglich lief das Projekt noch unter dem Namen KISAKI FINAL BAND Phantasmagoria. Erster Auftritt war am 7. Dezember 2004, es war der Auftakt ihres Tourdebüts with Moonlight Revival. Die zu der Tour gehörenden Single Moonlight Revival erschien am 22. Dezember 2004, sie erreichte prompt Platz 167 der Major-Oricon-Charts.

2005 begann mit einigen Liveauftriten, mit dabei ein besonderes Konzert mit Vidoll, D’espairsRay, D und 12012. Am 1. Februar 2005 verließ Shion die Band, auf Grund einer Verletzung, die er nicht ignorieren konnte. Für ihn Sprang erstmal der Supportdrummer Matoi ein, der bereits im März als vollwertiges Mitglied übernommen wurde. Für den 1. Juni 2005 war dann die Single NEVER REBELLION angesetzt, die Single verkaufte sich noch besser als die vorherige, weshalb einen Monat später eine Sonderedition veröffentlicht wurde. Das kann ich persönlich auch vollkommen nachvollziehen, denn dies ist mein Lieblingssong der Band!

Neben der Single ging es im Juni/Juli auf Couple-Tour mit RENTRER EN SOI. Zudem erschien ihre zweite DVD. Nach einigen paar weiteren Konzertstops erschien auch ihre 3. Single Mikansei to Guilt am 18. Oktober 2005, sie erreichte die bisherige Bestmarke von Platz 22. der Major Oricon-Charts. Nur wenige Tage später hatte die Band ihr allererstes Oneman Konzert in Übersee, Houston, Texas. Ihr erstes Album war die Compilation-CD Splendor of Sanctuary, welches jedoch nur auf ihrem One-Mans in den USA verkauft worden ist.

Die Konzerte wurden zudem gefilmt und ein knappes Jahr später als DVD verkauft. Zum Jubiläum ihres 1-jährigen Bestehens gab es eine kleine Tour-DVD und am 14. Dezember erschien zudem noch ihre dritte DVD. Bis zum Ende des Jahres waren sie noch auf 5 Konzerten, eins wieder einmal zusammen mit D’espairsRay.

2006 hat Phantasmaoria eine 3-Single-Veröffentlichungsreihe gestartet. Kousoukyoku (16.Januar), Kyousoukyoku (22. Februar) und Gensoukyoku (22.März). Zwischenzeitlich waren sie wie immer on Stage, diesmal auch mit Nightmare und Ayabie. Für das restliche Jahr hatte KISAKI umfangreiche Liveaktivitäten geplant. Eines der Konzert wurde wieder einmal gefilmt und als DVD veröffentlicht. Insgesamt gab es in diesem Jahr 4 DVDs. Zudem erschien ihr Debüt-Mini-Album Synthesis Songs. Als letzter Punkt des Jahres gab es im Dezember die Single under the veil und zum 2-jährigen Jubiläum gab es ein Weihnachtskonzert.

Das Jahr 2007 begann mit seltsamen Nachrichten von seitens der Mitglieder. Riku gab bekannt, dass die Band bald von Under Code graduiert, was so viel heißt wie, sie wechseln unter KISAKIs Führung in ein Majorlabel. Iori und Matoi beschlossen, ab Februar die Band zu verlassen.

Kurz nach diesen Nachrichten, hieß es auf einmal, dass Phantasmagoria in die Pause geht. Iori gab an, dass er persönliche Probleme hätte, was schlimmer wurde, je berühmter die Band geworden ist. Matoi hingegen hatte erhebliche Probleme mit seinem Fuß, doch je näher sein Ausstieg kam, umso weniger wollte er gehen und das obwohl er jedoch strikt gegen den Labelwechsel war.

Und trotz der angeblichen Pause war die Band auf Three-Man-Tour mit 12012 und Vidoll. Beide Bands wechselten nach der Tour zu verschiedenen Majorlabel. Phantasmagoria startete wieder mit einer 3-Single-Veröffentlichungsreihe, angefangen mit Vain (14. Februar). Es folgte die DVD Bleack-Veil Before Christman am 21. Februar und am 28. Februar ihre 5. DVD Gen’eizou.

Eine Abschlusstour begann im Februar und endete Ende April, gefolgt von einer DVD und dem ersten Solo-Single von Iori. Nach dem Ende der Tour gings in die Pause für die Band und offiziell verließen Iori und Matoi die Band. Während der Pause waren Riku und JUN woanders aktiv, bevor alle Bandmitglieder zu KISAKIs Geburtstag am 9. März in einer kurzen Sessionband wieder auftraten. Am 5. April 2007 wurde dann das Ende von Phantasmagoria für den 31. August angekündigt. Für die Finale Tour kamen auch Iori und Matoi sogar zurück. KISAKI selber meinte auch, er würde fortan nur noch als Produzent aktiv werden. Am. 14. Juli erschien die letzte Indiesingle und erste Majorsingle der Band, Kami Uta.

Am 31. August war dann das offiziell letzte Konzert. Am 5. September erschien ein Best-Of Album und eine Best-Of DVD. Am 17. Oktober erschien eine Tribute-Cover Album von Phantasmagoria Songs und Ende Oktober noch eine DVD, gefolgt von noch einigen anderen Alben und DVDs, welche einen bis zum Jahr 2008 gänzlich überschwemmten.

2008 war, obwohl die Band ja eigentlich aufgehört hatte, immer noch viel von ihr zu hören. Zum Beispiel gab es am 3. Mai einen Auftritt beim „hide memorial summit“. Zudem hatte die Band am 31. August ein One-Day Revival, außerdem promoteten sie dafür ihre Live-Single Vanish. Das Konzert gab es zudem am 24. Dezember 2008 als DVD.

Für das neue Jahr 2009 hatten sie auch eine Phantasmagoria History DVD parat. Nach der DVD war für 2009 ein eher ruhiges Jahr, bis die Band sich für den 31. Dezember an einem Riesenkonzert mit 27 anderen Bands beteiligte. Nachdem sie schon mal für das Konzert wieder zusammen waren, ließ es sich KISAKI wohl nicht nehmen, noch 2 weitere Events hinten ran zu hängen und für März 2010 noch schnell die Single Diamond Dust und das Mini-Album Seeds of Brain zu veröffentlichen. Doch die kurze aber doch starke Phase der Wiederkehr endete schlussendlich nach ihrem Konzert am 5. April 2010 endgültig, jedoch wurde für Fans an dem Tag noch eine besondere Single zum Kauf erhältlich. Am 23. Juni erschien noch nachträglich eine Abschluss-DVD von ihrem Konzert am 5. April.

Phantasmagoria gehörten zu den Juwelen unter den vielen Massen an Visual Kei Bands, denn im Gegensatz zu anderen Gruppen, sind sie ihrem Stil immer treu geblieben. In Musikalischer Hinsicht stehen sie noch heute für klassische Visual Kei Musik und auch wenn die Szene in Deutschland so gut wie überhaupt nicht mehr existiert, so wird diese Band nach wie vor für ein Musterbeispiel an interessierte herangetragen.

Die Band hatte einen stets melodischen Sound und wurden ein bisschen vom New Wave beeinflusst, man höre nur den Einsatz von Synthesizer und den anhäufenden Tempowechseln innerhalb ihrer Songs. Lost in Thought ist da nur eines von vielen guten Beispielen (siehe unten).  Musik und Stilausrichtung sind stets von KISAKI gekommen, der auch die Songs geschrieben und produziert hat. Der Erfolg gibt ihm recht, Phantasmagoria als eines seiner Meisterwerke zu bezeichnen.

Wie ihr wisst ist 2010 so in etwa das Jahr in dem ich ganz offiziell selbst aus der Visual Kei Szene raus gegangen bin und das lag nicht nur daran, dass mein Interesse an vielen Bands der Szene ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. Bei Phantasmagoria hätte ich allerdings nie gedacht, dass ich Anfang und Ende der Band mit erlebe. Aber so kanns nun mal gehen….

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 14. Juni 2016 in Musik und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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