Halloween 2016: Tag 16 – Bat Wings

halloween-banners-vector-2 - KopieKurz nachdem mein Blog von Blogspot nach WordPress umgezogen ist, habe ich angefangen Fledermausarten vor zu stellen, und auch wenn ich damit nicht weit gekommen bin, sollte es fleißigen Lesern bereits aufgefallen sein, dass ich Fledermäuse liebe. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Fledermaus mein Totemtier ist. Was ein Totemtier genau ist, erkläre ich ein anderes Mal. Wichtig zu wissen ist hier nur, dass mir bei Übungen fürs Totemtier immer eine schneeweiße Fledermaus erschienen ist.

Lange Zeit dachte ich, dass es sich dabei um eine Albino Variante des Großen Abendseglers handelt. Doch irgendwann habe ich herausgefunden, dass es tatsächlich schneeweiße Fledermäuse gibt und zwar außerhalb Europas.

Und passend zum heutigen Thema stelle ich euch zwei Arten vor,  nämlich die Macroderma gigas, die in Australien beiheimatet ist und die Diclidurus albus, aus Südamerika. Warum ich euch genau diese beiden vorstelle ist einfach, denn sie heißen Gespenstfledermaus. Aber bis auf den Namen haben die beiden Arten nur wenig miteinander zu tun.

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Die Australische Gespenstfledermaus kommt aus aus der Familie der Großblattnasen und ist die bis dato  größte Fledermaus der Welt. Sie  erreicht eine Kopfrumpflänge von 10 bis 14 cm, eine Spannweite von bis zu 60 cm und ein Gewicht von bis zu  220g. Auch wenn sie zu den weißen Fledermäusen gehört, so ist ein gräuliches Fell doch verbreiteter bei dieser Fledermausart.

Diese Fledermausart ist sehr stark vom aussterben bedroht, was wohl daran liegt, dass ihr natürlicher Lebensraum durch veränderte Landwirtschaft immer weiter eingeengt wurde. Daher findet man sie heute auch nur noch in Nordostaustralien, obwohl sie vor einigen hundert Jahren noch in Ganz Australien beheimatet war.  Sie schlafen in Höhlen, Felsspalten oder alten Minen, üblicherweise allein oder in kleinen Gruppen.

Am Abend begeben sie sich auf Beutesuche, indem sie sich an einen Baum hängen und dort auf Beutetiere lauern.Vor allem fressen sie Mäuse, aber auch Vögel, Echsen, Insekten und andere Fledermäuse. Ihre Beute wird mit einem Biss in den Nacken getötet und anschließend zu einem erhöhten Punkt  gebracht, wo sie verzehrt wird.

Nachwuchs kommt bei dieser Fledermausart meist zwischen September bis November zur Welt und wie bei den meisten Fledermäusen, kommt meist nur ein Jungtier pro Muttertier zur Welt. Das Jungtier wird zunächst von der Mutter getragen, später am Schlafplatz zurückgelassen. Ab der siebten Lebenswoche beginnt es fliegen zu lernen und geht mit der Mutter auf Jagd. Mit rund sechs Monaten werden sie entwöhnt und im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif.

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Die Amerikanische Gespenstfledermaus Diclidurus albus ist eine schneeweiße Fledermausart aus der Familie der Glattnasen-Freischwänze undt ist in den Tropen Zentral- und Südamerikas beheimatet. Sie ist wesentlich kleiner und auch leichter als ihr australischer Namensvetter. Ihre  Kopfrumpflänge beträgt zwischen 18 bis 22 mm, sie haben eine Spannweite von bis zu 60 mm und wiegen zwischen 17 und 24 g.

Über die Lebensweise dieser Fledermausart ist nur sehr wenig bekannt. Man vermutet jedoch, dass diese Tiere Einzelgänger sind, die sich nur zur Paarungszeit zu Gruppen  von bis zu vier Tieren (meistens ein Männchen, Rest Weibchen) zusammenfinden. Die Paarungszeit wird auf Januar und Februar geschätzt, da im Zeitraum von Januar bis Juni Fledermäuse dieser Art mit Jungtieren gesichtet worden sind.

Tagsüber hängen einzelne Tiere unter Palmblättern, wo sie aufgrund ihrer weißen Färbung erstaunlich gut getarnt sind. Man nimmt an, dass Fressfeinde die Tiere als Lücken im Blatt wahrnehmen, durch die die Sonne scheint. Diese Fledermausart ist wie alle Vertreter ihrer Familie ein reiner Insektenfresser. Die Nahrungsflüge finden hoch über dem Kronendach statt, weswegen diese Art auch kaum in bodennahen Fangnetzen gefangen wird

Im Gegensatz zur australischen Gespenstfledermaus ist diese Fledermausart wird ihr  Bestandvon der IUCN (Kurzform für Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) wegen der weiten Verbreitung als stabil und ungefährdet eingestuft.bat_bar

Es gibt noch weitere, weiße Fledermausart, welche ich euch an dieser Stelle nun erstmal nicht vorstelle (auch wenn sie der Veganer unter den weißen Fledermäusen ist). Wenn ihr wollt kann ich ja ansonsten meine „Batsy Day“ Reihe wieder ausgraben und über weitere Fledermäuse schreiben.

Wenn ihr selbst einen eigenen Blogeitrag zu heutigen Thema schreibt, dann verlinkt ihn mir doch mit Hilfe des blauen Frosches, oder zeigt mir niedliche Fledermäuse via Instagram mit den Hashtag #ichishalloween16

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 16. Oktober 2016 in Challenge, Halloween und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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