GAMERS – Level 17: liebster Antiheld

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Mein liebster Antiheld kommt – wie nicht anders zu erwarten – aus dem Castlevania Universum und ist niemand anderes als der lang verschollene Sohn Draculas: Alucard! Dieser ist im Grunde genommen nicht nur mein liebster Antiheld, sondern er steht in meiner Rangliste noch über Justes Belmont, den ich ganz zu Anfang dieser Challenge bereits als Lieblingscharakter betitelte (hätte ich da schon Alucard genommen, hätte ich aber heute nichts mehr zu schreiben gehabt ^.~),Alucard, der mit richtigem Namen Adrian Farenheights Țepeș heißt ist nicht nur der Sohn Draculas, sondern wird seit jeher als der perfekte Vampir- Mensch-Hybrid angesehen, der alle guten Eigenschaften in sich vereint. So ist Adrian wesentlich stärker als ein Mensch, beherrscht die dunklen Künste (vor allem die schwarze Magie), ist unsterblich und kann sich als ein Gestaltwandler mit Leichtigkeit in eine Fledermaus, einen Wolf, oder Nebel verwandeln.

Nach dem Tod seiner Mutter Lisa wuchs Adrian unter dem Einfluss seines Vaters auf, der ihn zu einem meisterhaften Schwertkämpfer ausbildete, da Dracula hoffte, dass sein Sohn eines Tages an seiner Seite kämpfte. Und das trotz der Tatsache, dass die menschliche Seite in Alucard laut seinem Vater zu oft dazu führte, dass er die „falschen Entseidungen“ traf und die Menschen in Schutz nahm und/oder ihnen half.  Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass er vom Wesen her eher ein verbissener, kühler Typ ist.

Jedoch ist er auch jemand, der großes Leid ertragen muss wegen seines Blutfluchs, einem Fluch der ihn dazu verdammt, auf ewig kämpfend durch die Welt zu gehen und den Tod seiner Freunde und Kollegen überleben zu müssen. Er ist pessimistisch, hat für alles immer einen Plan, und lässt keine Gelegenheit aus, wenn möglich, ungeachtet ob es schmerzvoll, oder schwierig, alles in seiner Macht stehen zu tun, um Dracula aufzuhalten, weshalb er auch den Namen „Alucard“ annahm, denn damit wollte er ausdrücken, dass er das genaue Gegenteil seines Vaters ist.

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Mit dem Spiel Symphony of The Night bekam Alucard ein Spiel, in dem er das erste Mal in die Rolle des Hauptcharakters schlüpfte. Doch das war bei weitem nicht das erste Mal, dass er in dem Castlevania Universum auftauchte. Da inzwischen auch schon Spiele Existieren, die von offizieller Seite nicht mehr zum Canon gehören, diese aber dennoch wichtig für die Geschichte Alucards sind, nenne ich hier jetzt keine weiteren Spieletitel und fasse die Geschichte so knapp wie möglich zusammen:

Im Jahr 1450 traf Alucard auf Sonia Belmont. Die beiden begannen eine Liebesbeziehung. Doch noch etwas anderes als Gefühle einte die beiden, nämlich das Ziel Dracula aufzuhalten. Sonia gelang dieses Vorhaben, doch nun befürchtete Alucard, dass er selbst eine zu große Gefahr für die Menschen sei und versetzte sich selbst in einen Schlaf, der nie enden sollte. Dadurch bekam er auch nicht mit, das Sonia später einen Sohn gebar, den sie Trevor nannte. Dies war ihr gemeinsamer Sohn.

26 Jahre danach tauchte Dracula wieder auf und Trevor Belmont, der inzwischen selbst Vater war begann diesen zu jagen, da er seinen Sohn unter Kontrolle hatte. Nicht nur Dracula war wieder da, auch Alucard erwachte aus seinem Schlaf und schloss sich Trevor an, ohne zu wissen, dass dieser sein Sohn war. Nachdem die beiden Dracula nochmals besiegt hatten, trieben Schuldgefühle Alucard erneut dazu sich „auf ewig“ schlafen zu legen.

Auch der zweite Versuch ging schief, denn im Jahr 1797 spürte Alucard seltsame Vorgänge und musste, durch das unerwartete Fehlens eines Mitglieds des Belmont Clans, dieses Mal allein gegen seinen Vater vorgehen.  Er fand heraus, dass Trevors Sohn, Richter Belmont noch immer unter dem Einfluss des Bösen stand und der neue Herr des Dracula Schlosses war. Er war jedoch nicht lange allein, denn Alucard bekam unerwartete Hilfe von Richters Schwägerin, Maria Renard. Die beiden fanden bald heraus, dass Richter nur eine Art Ablenkungsmanöver war, denn die bösen Mächte holten im Geheimen Dracula selbst zurück auf die Erde. Nachdem Alucard nun höchst selbst und ganz allein dafür sorgte, dass sein Vater wieder im Grab landete, wollte auch er sich wieder in den Schlaf begeben, doch Maria, zu der er große Zuneigung entwickelt hatte, konnte ihn überreden dies nicht zu tun.

Ein Jahr nach dem er seinen Vater besiegt hatte, holen ihm jedoch seine früheren Taten wieder ein, was das Band zwischen Maria und ihm entzweite. Der Belmont Clan, der nach wie vor als stärkstes im Kampf gegen Dracula galt, glänzte nach wie vor mit Abwesenheit und so beobachtete Alucard, die Rückkehr und den erneuten Fall von Dracula viele male, da keiner der anderen Jäger es schaffte seinen Vater endgültig zu vernichten.

Als die legendäre Waffe des Belmont Clans, die Peitsche „Vampire Killer“ Peitsche an den Morris Clan weitergegeben wurde, schuf Alucard den „Alucard Speer“, mit der Absicht, dass dieser den die Vampire Killer Peitsche unterstützen konnte und er übergab ihn an Eric Lecarde, dem besten Freund von John Morris dem Erben der Vampire Killer Peitsche (es wird spekuliert, dass die Lecardes Nachfahren von Alucard sind). Viele Jahre danach betrat Alucard eine Zeitspalte. In dieser bekämpfte er die Anhänger seines Vaters wie auch seinen Vaer selbst immer wieder und bewies, dass es sehr wohl eine Möglichkeit gab ihn ein für alle Mal zu vernichten.

Doch all das Kämpfen brachte nichts, denn 1999 erfüllte sich eine Prophezeiung des Nostradamus, die besagte, dass Dracula abermals zurück kam. Alucard ließ jedoch nichts unversucht und  nahm die Dienste der Priester des in Japan befindlichen Hakuba Schreins in Anspruch, die ein Ritual ausführten, mit welchem Draculas Schloss in einer Sonnenfinsternis versiegelt wurde, womit er von der Quelle seiner Kraft getrennt war und somit nicht mehr wiederbelebt werden konnte. 

Alucard glaubte, dass seine Aufgabe endlich erledigt sei. Kurze Zeit darauf, hörte er allerdings von einer weiteren Prophezeiung, die von einem wiedergeborenen Dracula berichtet, der 2035 erscheinen wird. Sofort machte er sich an die Vorbereitungen, um gegen diese Gefahr gewappnet zu sein. Dazu infiltrierte er unter dem Namen Genya Arikado und einem komplett anderen Aussehen (sie Bild Rechts) eine japanische Behörde für Übernatürliches.

Als das Jahr der Prophezeiungda war,  begann er zusammen mit seiner Kollegin Yoko Belnades, einer Angestellten, der Katholischen Kirche, regelmässig den Hakuba Schrein zu besuchen, da Alucard wusste, dass die Kraft des Siegels, langsam schwächer wurde. Als die Sonnenfinsternis nun Draculas Schloss offenbarte, wurde die Tochter des Schreinwächters Mina Hakuba zusammen mit ihrem Freund Soma Cruz von dieser regelrecht absorbiert.

Soma stellte sich schnell als die Reinkarnation Draculas heraus. Doch da Soma sehr an seiner Menschlichkeit hing, gelang es Alucard ihn zu überreden, sich nicht von Draculas Macht beherrschen zu lassen, sondern das Chaos zu besiegen, welches tief im Inneren des Schlosses eingesperrt war. Ein Jahr nach diesen Ereignissen tauchte ein Kult auf, der nach einer Möglichkeit suchte, den „dunklen Herrscher“ wieder auf die Erde zu holen und schraken auch nicht davor zurück den Hass in Soma Cruz so weit zu schüren, dass er kurz davor stand doch sein „Erbe“ an zu treten. Doch mit Hilfe seiner Freunde und vor allem Mina gelang es ihm die Macht Draculas vollkommen zu versiegen.

Und so kam auch Alucard zu seinem Ziel, Dracula ein für allemal zu vernichten. Doch nachdem alles vorbei war und viele Leute Soma nach seinem Sieg umarmten, stand Alucard alleine da und dachte nach „Wenn die Welt wirklich einen dunklen Lord braucht, wird einer hervortreten, selbst, wenn es nicht Soma ist.“bat_bar

Dies ist die komplette Geschichte des Castlevania Universums aus Alucards Sicht. Warum ich euch die nun so ausführlich erzählt habe, hat einen ganz bestimmten Grund. Denn nachdem Mercurysteam das Heft in die Hand bekam, wurde nicht nur die komplette Geschichte von Castlevania umgestrickt, sondern auch Alucard wurde ganz neu dar gestellt. Er blieb zwar immer noch Draculas Sohn, jedoch war er nun der Sohn von Marie und Gabriel Belmont und trug den Namen Trevor Belmont. Trevor war auch nie ein Hybrid, da er geboren wurde, bevor sein Vater zu Dracula wurde…

Da Mercurysteam also aus Alucard und Trevor kurzerhand eine Person machte, obwohl es sich laut der Geschichte aller(!!) Vorgängerteile um Vater und Sohn handelt, kann ich es gut nachvollziehen, wenn andere Castlevania Fans die Lords of Shadow Reihe nicht wirklich ausstehen können. Immerhin tritt Mercurysteam damit die Geschichte die sich innerhalb von 22 Spielen aufgebaut hat, mit Füßen.

Meiner Meinung nach sollte man die Lords of Shadow Trilogie allerdings eher als eine Art „alternative universe“ ansehen. Das ist auch der Grund, weshalb ich diese Spiele ebenfalls feierere, genau so wie ich es feiere, dass Alucard dort ebenfalls einen Platz gefunden hat. Ja, nicht nur das, er übernimmt sogar eine extrem wichtige Rolle, doch davon erzähle ich euch an dieser Stelle nicht mehr. Schließlich habe ich schon genug geschrieben und jeder der diesen langen Text bis hier hin gelesen hat, dem spreche ich meinen größten Dank und Respekt aus!

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Über ichigo_komori91

Ich bin ein nähbegeistertes Etwas, zeichne, male und schreibe gern Gedichte und Songtexte. Außerdem habe ich ein großes Interesse an der Japanischen Sprache und Kultur. Ich liebe und lebe mit der Natur, auch wenn diese mich mit Knoblauch- und Sonnenallergie straft ;)

Veröffentlicht am 17. Dezember 2016, in Adventskalender, Challenge, Games. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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