Archiv der Kategorie: Japan

Montagsfrage: Kochbücher oder nicht, das ist hier die Frage!

Heute, etwas später wie versprochen, kommt meine Antwort zur Antonias Montagsfrage, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Denn bei ihr hab ich gelesen, dass sie Kochbücher nicht mehr für aktuell nötig hält.

Warum meine Antwort nicht unterschiedlicher sein könnte, ist ganz einfach: ohne Umami 1 & 2 hätte ich es nicht so einfach, Japanisch zu kochen. Die Japanische Küche ist nämlich meine liebste Küche und da ich ja seit über 6 Jahren nun vegan bin, ist die traditionell Japanische Küche ja nur teilweise was für mich, da in vielen Gerichten Dashi ein Hauptbestandteil ist, was quasi das japanische Ponton zur hier bekannten Gemüsebrühe ist – nur ist der Hauptbestandteil Fisch… (was nicht vegan ist).

Ich musste also ständig im Internet suchen, nach veganen Alternativen und hab die dann abgeschrieben, da ich in der Küche bei neuen Gerichten gerne mal rumsaue und ich mein Handy nicht einsauen will. und dann hab ich irgendwann vom ersten Umami erfahren, mir das zum Geburtstag gewünscht und seitdem war es quasi wie ne „Kochbibel“ für mich. Als dann letztes Jahr der zweite Teil raus kam, musste ich mir den doch auch glatt bestellen.

Die beiden Bücher gibt es auch in ner Kindle Version, aber da haben wir es wieder: ich saue lieber Kochbücher als technische Geräte ein. Denn ich bin auch der Meinung, ein viel genutztes Kochbuch ohne Gebrauchs spuren, ist kein richtiges Kochbuch. ^^

Wie steht ihr zu Kochbüchern? schreibt mir das gerne in die Kommentare! 

Hiragana, Katakana und Kanji lernen mit Steam

Heute bin ich mal kurz angebunden, wegen Inventuren und da ich direkt danach zum Japanisch Kurs fahren werde, hab ich mir gedacht euch passend dazu eine kleine Empfehlung zu geben. Denn Japanisch lernen kann man über viele Wege (und Medien) lernen. Was mir zum Beispiel sehr geholfen hat, war tatsächlich der Entwickler und Publisher Sleepy Duck, von dem ich im Web nichts gefunden habe an Infos.

Was Sleepy Duck aber gemacht hat, ist eine Video-Game Reihe um Japanisch zu lernen. Nämlich die Lerarn Japanese to Survive! Reihe. Diese Game Reihe ist aus dem Indie und RPG Maker Genre (und ja bei Spielen kenne ich mich besser aus als bei Büchern, was das Genre angeht – siehe hier) und umfasst inzwischen drei Teile:


Hiragana Battle

Katakana War

Kanji Combat

Das Design der Spiele ist typisch für RPG Maker Spiele und hat ne sehr einfache Grundstory: Böse Geister in Form der jeweiligen Schriftzeichen Hiragana, Katakana oder Kanji fallen auf die Erde ein und du als Spieler musst diese bösen Geister besiegen! Und wie macht man das? Richtig, indem man den Namen ausspricht!

Auch wenn die Spiele an sich einfach gestrickt sind, so finde ich die Lektionen für die neuen Schriftzeichen, sowie die kleinen Nebenquests, die ein paar Vokabeln und etwas über die Japanische Kultur lehren, echt gut gestaltet. So konnte ich dann auch nach ner zweiwöchigen Pause meines Japanischkurses immer noch einiges an Schriftzeichen, da man sich einmal gemachte Lektionen in dem Spiel immer wieder erklären und zeigen lassen kann.

Einziges Manko an der Game Reihe könnte sein, dass es die Spiele nur auf Englisch gibt. Genauso wie die Bücher, die man sich entweder als digitales DLC bei Steam für rund 3€ kaufen kann, oder als Taschenbuch Variante bei Amazon. Ich persönlich hab in beides investiert (DLC und Taschenbuch), damit es vielleicht noch eine Fortsetzung geben kann…

Alles in allem sind die drei Spiele eine gute Ergänzung zum sonstigen lernen und man kann auch gern mal das Gefühl bekommen, dass es eine Art Abfrage ist, da die Schriftzeichen randommäßig auftauchen – wie Pokémon in hohem Gras. Ergo eine klare Empfehlung!

お待たせしました。

omataseshimashita! Das ist eine japanische Floskel und bedeutet so viel wie „Ich habe sie waten lassen“. Laut einem meiner Japanischkurs Bücher (Einstieg japanisch von Hueber), die ich fürs Selbsstudium genutzt habe, wird diese meist im Dienstleistungsbereich als eine Art Entschuldigung genutzt. Zum Beispiel wenn der Kellner mit dem zuvor bestellten Essen an den Tisch kommt, sagt dieser diese Floskel auf, da man im Restaurant ja eben auf sein Essen wartet. Trotzdem entschuldigt sich der Kellner für diese offensichtliche Sache.

Heute nutze ich diese Floskel, da ihr vergleichsweise lange auf diesen Eintrag warten musstet, da ich heute auf der Arbeit nicht dazu gekommen bin, etwas für euch zu schreiben…. Außerdem hab ich heute tatsächlich nicht viel zu erzählen. Außer vielleicht, dass mein neues Blogdesign Stück für Stück Form annimmt (wie gefällt euch die Holzoptik des Hintergrunds?).

Da ich mir aber vorgenommen habe jeden Tag zu bloggen und ich sowieso den Japanischen Titel gewählt habe, erzähle ich euch ein wenig aus dem letzten halben Jahr. Schließlich gehe ich jetzt schon seit dem 17.7.19 regelmäßig Mittwochs zu einem Japanischkurs, von dem ich weitaus begeisterter bin, als von den Kursangeboten der Volkshochschule hier in Hamburg.

Meine absolute Empfehlung ist hier die „LINGHAN SprachenAsiens“ Sprachschule im Hamburger Stadtteil Dulsberg. Ich hab euch hier mal ein etwas älteres Video dazu rausgesucht:

Dass das Video älter ist, kann man daran merken, dass dies noch am alten Standort der Sprachschule gedreht worden ist. Und außerdem ist die dort gezeigte Lehrerin aktuell für längere Zeit in Japan (ich habe bei ihr mit dem Unterricht angefangen, daher weiß ich das), allerdings ist ihre Kollegin genauso freundlich und Kompetent!

Auch wenn ich kaum Zeit habe, neben der Arbeit auch noch die Japanischen Vokabeln zu pauken und ich definitiv Probleme mit Zahlen habe, macht es mir dennoch unglaublich Spaß mit den anderen Kursteilnehmern zu lernen. Aktuell sind wir auch eine sehr kleine Gruppe von gerade mal 3 Leuten, was für mich ein super Pluspunkt ist, denn so kann unsere Lehrerin gezielter auf Probleme eingehen und uns helfen.

Generell versprüht das Ganze ein wenig den Charme von Privatunterricht, ebenfalls ein Pluspunkt für mich. Und das Beste: Die Zeiten des Unterrichts sind super mit meinen doch recht langen Arbeitszeiten vereinbar. Besser sogar als die der Volkshochschule.

Die Sprachschule bietet aber auch verschiedene Kurse und unterschiedliche Sprachen an, die alle von Muttersprachlern gelehrt werden. So kann man dort u.a. auch Chinesisch oder Koreanisch lernen. Preislich tun sich die Kurse übrigens nicht viel mit denen der Volkshochschule hier in Hamburg.  Weitere Informationen könnt ihr aber der Webseite entnehmen.

Für mich war das einzige „Manko“ an dem Kurs, dass ich zu meiner doch schon recht großen Sammlung an Japanisch Büchern noch zwei weitere hinzufügen musste, gelernt wird nämlich mit dem Minna no Nihongo. Genauer gesagt fängt man den Kurs mit diesen beiden Büchern an:

 

Wenn die Bücher durch sind, geht es dann weiter mit den weiterführenden Büchern, die ich euch aber noch nicht verlinken werde, da wir in dem Kurs die weiterführenden Bücher noch nicht brauchen (wir sind bei Lektion 14 von 25). Und ja, wenn ihr auf die Bilder klickt, kommt ihr zu Amazon, wo ich die problemlos bestellen konnte.

So, nun wisst ihr, wie ich meine Freizeit gestalte und warum ich letztes Jahr so wenig gebloggt habe… ich war einfach mit lernen, arbeiten und hin und her fahren beschäftigt  letzteres hat sich zum Glück ja erledigt, da ich keinen Fahrtweg zur Arbeit mehr habe. Und auch der Unterricht ist von mir zuhause aus sehr schnell zu erreichen ^^

Alles in allem kann ich wie gesagt die „LINGHAN SprachenAsiens“ Sprachschule wirklich jedem empfehlen, der in Hamburg eine asiatische Sprache oder ggf. sogar wie ich Japanisch lernen will.

Wenn ich diese also mit meinem Fledermaus Bewertungssystem bewerten müsste, bekäme die Sprachschule von mir volle Punktzahl (5 von 5)

Montagsfrage – Hardcover oder Taschenbuch?

Antonia verspricht in ihrer neuesten Montagsfrage ein wenig mehr Beständigkeit und Regelmäßigkeit und dem will ich mich anschließen… oder es zumindest versuchen, denn es gibt ja immer noch fleißige Leser, die traurig sind, dass es hier so selten was zu lesen gibt. Wie ich das ändern will trotz meines ziemlich vollen Terminkalenders als Chefin einer eigenen Fiale erfahrt ihr heute ebenfalls hier, denn in gewisser Weise geht das Thema der heutigen Montagsfrage Hand in Hand mit meinen Plänen!

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ja ich wurde in meinem Unternehmen befördert und habe dadurch keinen 10 Minuten Fußweg mehr zur Arbeit, sondern fahre zweimal am Tag 40 Minuten durch Hamburg um zu meiner Fiale und wieder zurück zu kommen. Zusätzlich hab ich auch noch eine ganze Stunde Pause… mit anderen Worten: Viel Zeit um ein Buch zu lesen!

Ich hab also immer ein Buch in der Tasche… genauer gesagt in den meisten Fällen ein Taschenbuch, denn auch wenn diese schnell „zerlesen“ aussehen können, haben die für mich so einige Vorteile. Ein sehr großer Vorteil ist, dass die leichter sind als Hardcover und in meinem Fall sind die meisten Taschenbücher die ich lese sowieso welche, die ich erst lese und dann „gebrauche“. So ist es zum Beispiel auch bei dem Buch, welches ich aktuell lese. Es handelt sich dabei um das Buch vom Hexenmond. Ein (mehr oder weniger) Praxisbuch zur Chaos- und Satanischen Magie. Keine Angst, ich bin nach wie vor keine Satanistin, ich bin eher an Chaos- und Vampyre Magick interessiert, aber das ist ein Thema, dass ich ein anderes Mal gerne genauer erklären kann, wenn Interesse besteht.

Jedenfalls finde ich es auch bei diesem Buch wieder verdammt angenehm dass es ein Taschenbuch ist, denn ich hab schon das ein oder Andere Ritual gefunden, welches ich ausprobieren will und ggf. noch für mich persönlich optimieren werde. Wäre das Buch ein Hardcover Buch wäre es ein wenig komplizierter diese Rituale auszuprobieren, da ich auch Texte usw. aufsagen, Kreise schlagen und noch ein paar andere Dinge machen muss… wer sich mit magischen Ritualen auskennt, wird verstehen, was da ein Taschenbuch für eine Erleichterung sein kann.

Ich bin übrigens der Überzeugung, dass aus genau dem Grund heraus ein Buch eher zu nutzen als zu lesen, die meisten Reiseführer Taschenbücher sind. Wie ich auf Reiseführer komme? Ganz einfach, ich hatte heute meinen freien Tag und war in Hamburg unterwegs… und da ist mir doch folgendes Taschenbuch ins Auge gesprungen:

Dieses Buch vereint meine Heimatstadt mit meinem Lieblingsland und daher hab ich mir jetzt vorgenommen an freien Tagen mal die Adressen in dem Buch abzuklappern und darüber hier im Blog zu berichten. Sprich ich hab jetzt einiges über das ich berichten kann und ich hoffe, dass ihr euch darauf auch so freut wie ich es tue ^^

Und auch hier bin ich wieder froh, dass es sich bei dem Buch um ein Taschenbuch handelt, denn ich hab einen miserablen Orientierungssinn oder wie ich immer zu sagen pflege: „ich hab nen Orientierungssinn wie ein Toastbrot!“ und um etwas zu finden muss ich mich immer erstmal dahin verlaufen, nur dann finde ich es mit Glück auch ein zweites Mal! Darum bin ich echt glücklich darüber, dass in dem Buch die genaue Adresse und der Stadtteil mit aufgelistet sind, so kann ich im Zweifelsfall Menschen nach dem Weg fragen!

So, das solls jetzt erstmal von mir gewesen sein! für heute. Jetzt wünsche ich euch noch einen angenehmen Abend und eine hoffentlich angenehme Nacht!

#everydayishalloween Halloween in different contires

In den USA gibt es schon ab September massenweise Halloween Stuff zu kaufen, in Deutschland kommt es auch immer mehr an, aber trotzdem kann man von Glück reden, wenn man im September ne kleine Ecke mit Halloween Deko und Kostümen findet, zwischen den zig Tonnen an Weihnachtsmaterialeien… und wie sieht es in anderen Ländern aus mit Halloween? Genau der Frage werde ich heute ein wenig auf den Grund gehen. Da es aber gar nicht so viele Länder auf der Welt gibt, die mich interessieren, werde ich mir heute mal Halloween in Japan ansehen. ^^

Die Idee sich Halloween in Japan an zu schauen ist von meiner Seite aus übrigens nicht neu, auf diese Idee kam ich auch schon bevor ich angefangen habe zu bloggen. Damals sah es noch relativ mau aus, denn die Japaner feiern lieber das kommerzielle Weihnachten für die Kinder. Das enttäuschte mich damals sehr, da ich eher davon ausging, dass Weihnachten als eigentlich christliches Fest nicht so gut dort ankommt, da weniger als 1% der japanischen Bevölkerung Christen sind…

Vor gut vier Jahren gab es allerdings ein Umdenken bzw. nen Aufschwung was Halloween anging. Und seitdem wird das Fest immer größer. Denn Halloween wird anders als in den USA als riesiges Straßenfest gefeiert und ist wohl am ehesten mit dem Hamburger CSD zu vergleichen. Zumindest vermittelten mir die letzten Videos zum Thema Japan und Halloween diesen Eindruck.

Ich für meinen Teil finde das was ich da so beobachten kann schon mal sehr gut. Trotzdem können die Japaner auch gerne noch mehr eskalieren was Halloween angeht, weil dann würde ich mir irgendwann doch überlegen dort hin aus zu wandern (Scherz xD). Mir wäre es auch lieb, wenn Deutschland mehr eskalieren würde….  allerdings befürchte ich, dass es hierzulande nicht wirklich mehr wird in Sachen Halloween. Dazu ist Deutschland tatsächlich ein zu christliches Land.

Bevor ich aber zu sehr vom Thema abweiche, seid ihr jetzt dran, schnappt euch gerne mal ein Land und findet heraus wie dieses Halloween feiert! Vielleicht sind die USA doch nicht die Einzigen, die das Fest so extrem feiern wie wir hierzulande Weihnachten.

GAMERS – Level 21: beste Story

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Eigentlich habe ich noch kein Spiel gefiunden, welches eine herausragende Story hat. Es gibt aber verdammt viele gute Storys! So z.B. sind die Storys von Life is Strange, The Night of Rabbit und auch die Castlevania Story (nachdem man alle 22 Spiele vor der Lords of Shadow Reihe in die geschichtlich richtige Reihenfolge gebracht hat), einfach nur genial! Doch alle diese Spiele habe ich euch in Sachen Story schon so weit vorgestellt, wie ich es wollte bzw. konnte, ohne euch zu viel zu verraten, falls ihr das selbst einmal spielen wollt.

Darum eine Spielereihe, von deren Geschichte ich absolut begeistert bin, die ich aber selbst bis heute nicht spielen konnte, da mir die passenden Konsolen fehlten (bzw. ich erst seitdem mein Hamster bei seinen Eltern ausgezogen ist weis, dass er eine Wii besitzt). Die Rede ist von der Fatal Frame bzw. Project Zero Reihe. Diese gibt es vor allem für die PlayStation 2, Xbox, Wii und WiiU. In dieser Reihe sind aktuell 5 Teile und laut Gerüchten ist die Reihe damit auch abgeschlossen, da sich das Ganze nicht mehr so gut verkaufen sollen soll.

Aber kommen wir jetzt erstmal zu den einzelnen Spielen. In Poject Zero spielt man das Mädchen Miku Hinasaki, die ihren spurlos verschwundenen Bruder Mafuyu sucht. Ihr letzter Anhaltspunkt ist der  berühmten Schriftsteller Junsei Takamine, welcher bei seinen Recherchen zu einem neuen Roman verschwand und dem ihr Bruder nachforschte. Diese Nachforschungen führten ihn zu einer verlassenen Villa im Wald und dorthin geht auch Miku.

In der Villa stößt Miku schnell auf die Spuren der skurrilen und finstere Vergangenheit des heruntergekommenen Gebäudes. Und auf je Menge Geister, die hier gefangen und dazu verdammt sind den Seelen der Lebenden hinterher zu jagen, die diesen Ort betreten. Das besondere an diesem Spiel ist, dass man keinerlei Waffen verfügt um sich zu wehren. Lediglich eine Alte Kamera, die Kamera Obskura genannt wird, kann die Geister einfangen und bannen…

Auch im zweiten Teil der Reihe, mit dem Titel Project Zero II: Crimson Butterfly, spielt diese Kamera eine zentrale Rolle. Doch dieses Mal stehen die Zwillingsschwestern Mio und Mayu Amakura im Vordergrund, die ein letztes Mal zu ihrem alten Spielort gehen, der  aufgrund eines neu errichteten Dammes geflutet werden soll.

Als Mayu bei diesem Ausflug einen leuchtend roten Schmetterling erblickt und ihm hinterher läuft, beschließt Mio, ihrer Schwester zu folgen, bevor sie Mayu noch aus den Augen verliert. Dabei überquert Mio eine unsichtbare, magische Grenze, die von einem Schutzstein in der Erde gezogen wird und findet sich urplötzlich in einem düsteren Wald wieder. Als Mio weiter geht, entdeckt sie Mayu an einem Platz auf einer Anhöhe, von der aus die beiden ein verlassen wirkendes Dorf sehen können, das auch als das Dorf der Götter bezeichnet wird. Unglücklicherweise verwehren die magischen Schutzsteine, die überall im Dorf und darum herum aufgestellt sich, den beiden, die Gegend zu verlassen. Da es der einzige Weg zu sein scheint, gehen die Zwillinge einen Pfad entlang, der von der Anhöhe aus direkt in das kleine Dorf führt, das sich jedoch schon nach kurzer Zeit als von Geistern befallen herausstellt. Von nun an versuchen die beiden, einen Ausweg aus dem Dorf zu finden und entdecken dabei, dass ihr Auftauchen an diesem mysteriösen Ort möglicherweise kein Zufall war…

Project Zero III: The Tormented bringt uns eine alte Bekannte wieder, nämlich Miku Hinasaki, die bereits im ersten Teil die Hauptfigur war. Inzwischen lebt sie bei der freischaffenden Fotografin Rei Kurosawa, die ebenso wie Miku in diesem Teil eine der Hauptfiguren dar stellt. Auch andere Charaktere aus den Vorgängern tauchen in diesem Spiel auf und es wird schnell klar, dass alle irgendwie zusammenhängen.

Jeder hat sein eigenes schweres Päckchen zu tragen, die einem das Fürchten lehren können, genau wie in den Vorgängern. Rei, die neue Hauptfigur zum Beispiel verlor vor einiger Zeit  ihren Verlobten bei einem Autounfall, und sie steuerte das Fahrzeug. Sie fühlt sich schuldig und kann nicht aufhören, daran zu denken und fragt sich ständig, warum gerade sie überlebt hat. Eines Tages führt sie einer ihrer Aufträge in alte japanische Villa in den Bergen, in der es spuken soll.

Während sie in den Fluren der Villa ihre Fotos aufnimmt, sieht sie eine unwirkliche Erscheinung ihres verstorbenen Verlobten Yuu Asou. Sie fragt sich nun, was das war und folgt der Person, um herauszufinden, ob Yuu vielleicht nun doch noch am Leben ist. Sie biegt in einem dunklen Gang um die Ecke und findet sich unerwartet in einer anderen Umgebung wieder, in der es schneit. Sie dringt tiefer in das dort befindliche Anwesen vor und wird plötzlich von einem bösen Geist angegriffen, den sie zu fotografieren versucht. Er entreißt ihr aber die ganze Lebensenergie, und sie bricht ohnmächtig zusammen.

Sie wacht zu Hause in ihrem Bett schweißgebadet auf und bemerkt, dass alles nur ein böser Traum war. Plötzlich spürt sie einen stechenden Schmerz in ihrer Schulter, und man sieht, wie aus dem Nichts eine unheimlich anzuschauende Tätowierung auf ihrem Rücken entsteht. Rei muss nun Nachforschungen anstellen, was es mit diesem Traum auf sich hat und warum dieser Fluch auf ihr lastet…

Im Gegensatz zu den anderen 3 Teilen schein der vierte Teil der Serie, scheint Zero: Tsukihami no Kamen, oder Zero – Maske der Mondfinsternis, wie es in der deutschen Übersetzung heißt, im ersten Moment nichts mit eben den Vorgängern zu tun zu haben. Denn zehn Jahre vor der Geschichte in Project Zero 4 wurden fünf Mädchen entführt und auf eine Insel im Süden von Honshū verschleppt. Ein Detektiv namens Choushiro Kirishima befreite diese.

Später starben zwei der Mädchen unter mysteriösen Umständen. Die drei anderen Mädchen, Ruka Minazuki, Misaki Asou und Madoka Tsukimori kehren später zu der Insel zurück, um ihre verlorenen Erinnerungen zurückzuerlangen. Choushiro begibt sich auf Bitten von Rukas Mutter abermals auf die Insel, um die drei Mädchen zu finden.

Wie man nun auf den zweiten Blick sieht, ist hier auch wieder jemand aus der Asou Familie involviert, die auch im 3. Teil der Reihe in Form von Reis Verlobten auftauchte. Soweit ich mich erinnere spielte die Kamera Obscura auch hier wieder eine Rolle, da es auch in diesem Teil gegen Geister ging, die es zu bekämpfen galt, aber so genau erinnere ich mich da nicht mehr dran….

Im Finalen und in meinen Augen Besten Teil der Serie wird die komplette Story, die in den Vorgängerteilen mehr oder weniger gestrickt worden ist, dann irgendwie zusammen gebracht. Wie, das kann ich euch nicht verraten, da ich sonst zu viel wichtiges von der Story verrate. Doch eines kann ich euch erzählen: Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers, spielt in einem ehemals geheiligten Schrein auf dem Hikami-Berg. Dieser Berg ist inzwischen dafür bekannt, dass dort  und in dessen näheren Umgebung immer wieder Menschen verschwinden. Einer dieser verschwundenen Menschen ist Miu Hinasaki. Ihre Freundin (dessen Name mir gerade entfallen ist) bittet Hisoka Kurosawa, eine Meisterin der Schattenwahrnehmung darum, sie zu finden. Gemeinsam mit ihrer Schülerin Yuri Kotzukata macht diese sich auf um die verschwundene zu suchen, was einige wütende Geister los lässt…

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, der wird spätestens jetzt wissen, warum ich diese Spiele so mag, greifen sie doch den mythologischen Gedanken der verfluchten Seelen auf, die in Japan weit verbreitet ist und die auch schon in meiner liebsten Horrorfilm Reihe Ju-On umgesetzt worden ist. Und ich muss auch sagen, dass mich einige Szenen (vor allem aus dem 3. Teil der Reihe) auch an die Horrorfilme erinnerten.

Da ich ja bereits am Anfang des Blogeintrages erwähnte, dass ich bis dato noch keines dieser Spiele spielen konnte, habe ich  mir hiervon die Lets Play meines Lieblings- YouTubers und Lets Players Bruugar angesehen. Wer also in einer ähnlichen Lage ist wie ich und die Spiele nicht spielen kann, jetzt aber dennoch die Geschichte hinter den Teilen erleben möchte, dem möchte ich folgende Playlisten ans Herz legen:

  • Project Zero: Hier
  • Project Zero II: Hier
  • Project Zero III: Hier
  • Project Zero IV: Hier
  • Project Zero V: Hier

Dienstagsgedudel: Angelo (アンジェロ)

Diesen Dienstag stelle ich euch eine Band vor, die ich durch Zufall entdeckt habe. Genauer gesagt habe ich diese Band dadurch entdeckt, dass auf Animexx mal wieder nach japanischen Weihnachtsliedern gefragt wurde und darunter war auch ein Song der Band, die ich heute vorstelle.

Wie der Titel schon verrät geht es heute um die Band Angelo, welche vor 10 Jahren gegründet worden ist und laut meinen Recherchen bis heute aktiv ist. Die Mitglieder bestehen alle aus erfahrenen Musikern. Die Gründungsmitglieder Kirito (Gesang), Kohta (Bass) und Takeo (Schlagzeug), waren zuvor alle bei der Band PIERROT. Der erste Gitarrist Karyu  ist ein ehemaliges Bandmitglied von D’espairsRay und der zweite, Giru, ist ehemaliges Mitglied der Band Vidoll. Denjenigen unter euch, die sich ein wenig mit der japanischen Rock- und Visual Kei Szene auskennen, sollten diese Bands ein Begriff sein.

Viel mehr fand ich anfangs nicht heraus, aber nach einigem Suchen, konnte ich doch einige Infos zusammentragen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:  Angelo wurde von den oben bereits genannten Gründungsmitgliedern am 14. August 2006 ins Leben gerufen, exakt 4 Monate nachdem sich PIERROT getrennt hatten. Zwei Monate nach der Gründung veranstaltete die Band ein kostenloses Konzert im Yoyogi-Park zu em Rund 5.000 Zuschauer kamen. Das Trio produzierte ihre erste Single,mit dem Titel Reborn.

Am 8. November ging die Band bereits auf Tour und veröffentlichten ihr erstes Album Rebirth of Newborn Baby danach am 18. April 2007. Woraufhin ein halbes Jahr später ein weiteres folgte, es trägt den Titel The Freak Show.

Im Jahr 2008 veröffentlichten sie die Singles Chaotic Bell und Sister jeweils am 22 Juni und 22 Oktober. Darauf reiste die Band nach Los Angeles zu ihrem offizellen Fanclub und veranstalte für diesen ein Konzert im Whisky a Go Go. Im Anschluss daran veröffentlichte die Band ihr zweites Album Metallic Butterfly am 22. April 2009. Desweiteren spielte Angelo auf dem zweitägigen V-Rock Festival ’09 am 24. Oktober 2009.

Ihre sechste Single, Hikari no Kioku veröffentlichten sie dann am 17. Februar 2010. Dieser Song ar es auch, der mich auf die Bad aufmerksam machte bzw. der als einer der „Weihnachtssongs“ genannt worden war. Er ist ebenso der Ending Song des Anime Tegami Bachi Reverse, zu dem ich nicht viel sagen kann, da mir dieser vollkommen unbekannt ist. Dieser ist mir ebenenso unbekannt wie der Anime Sengoku Basara Ni, zu dem die Band zwei weiteren Songs (namens El Dorado und Schicksal) als Endings beigesteuert hat.

Ein Jahr darauf ging ihre achte Single Calvary an den Start und war eine Auskopplung aus dem am 5. Oktober 2011 folgenden Album Babel. Erst danach, im August 2011,  schlossen sich Karyu und Giru, deren Bands sich beide im selben Jahr auflösten, Angelo als feste Mitglieder an. Danach wurde es ertmal ein wenig still, bis die Band sich am  17. August 2012 einem großen Konzert in Shibuya anschloss (oder es sogar veranstalteten, das weis ich nicht genau). Neben Angelo traten dann auch Bands wie Merry, Sadie, Girugamesh und Lynch auf.

Im Anschluss daran, veröffentlichte die Band ein neues Album namens Retina, welches in vier Varianten erhältlich war. Die limitierte Edition A kam mit einer DVD der ersten Hälfte ihres Konzerts in der NHK Hall aus dem Vorjahr, während die limitierte Edition B die zweite Hälfte enthielt. Die Dritte Variante kam mit ein paar exklusiven Mixes um die Ecke und die vierte Variante war das „standardmäßige“ Album, ohne Extras.

2013  fanden wieder etliche Konzerte innerhalb Japans statt, bei dem einige andere Bands mitwirkten und das  Album Faith wurde am 27. November 2013 veröffentlicht. Über die Geschehnisse im Jahr 2014 habe ich nichts wirklich rausgefunden, außer das am 17. Dezember 2014 Das Album Psyche heraus kam. Das letzte was ich dann noch heruasfand, war das die Band im Mai 2015 auf „Singularity Tour“ gingen.

Zum Stil der Band mag ich nicht viel sagen, da diese Band mich zu Hochzeiten meiner Visual Kei Phase nie wirklich interessiert hat und sich von da bis heute mein Musikgeschmack dermaßen verändert hat, das ich behaupten würde, dass sich Angelo wie eine 0815 Visual Kei / J Rock Band anhört, was dieser Band bestimmt nicht wirklich gerecht wird. Vor allem weil ich nach ein wenig reinhören während der Recherche uz diesem Beitrag sagen muss, dass ich die Band eigentlich gar nicht so schlecht finde. Darum macht euch am besten selbst ein Bild von deren Musikstil! ^^

Dienstagsgedudel: RENTRER EN SOI ( リエントール アン ソイ)

Da ich gestern bereits wieder ein Format auf dem Blog gebracht habe, das ich lange nicht mehr angegangen bin, habe ich mir gedacht das ich damit heute doch gleich weiter machen könnte. Und darum stelle ich euch heute mal wieder eine japanische Band vor im Diesntagsgedudel. Genauer gesagt sprechen wir heute über eine Band, die ich mir per Zufallsprinzip raus gepicht habe, nämlich RENTRER EN SOI.

Doch zunächst muss ich gestehen, dass ich zwar ein, zwei Lieblingssongs von der Band hatte, ich aber selbst zu meinen „Visual Kei Glanzzeiten“ nicht viel von der Band mitbekommen habe. Das kann natürlich daher kommen, dass sich die Band bereits vor 8 Jahren wieder auflöste, aber gehen wir das mal der Reihe nach an.

Gegründet wurde RENTRER EN SOI fand Mitte 2001, damals noch zu viert. Sänger Satsuki, Gitarrist Takumi,  zweiter Gitarrist Ao und Bassist Ryo ließen sich jedoch erstmal Zeit, bevor sie im März 2002 ihre erste Single Hitsuu Kizuato veröffentlichten. Genau ein Jahr darauf trat Schlagzeuger Mika der Band bei und mit ihm wurde die Band wirklich aktiv.

Im Frühling 2003 war eine erste Mini-Tour anberaumt und eine Dreier-Single-Veröffentlichung am 16. März folgte fast parallel. Nach der Tour und einem Konzert in Tokio erschienen ihr Mini-Album Yurikago und es folgte Anfang 2004 auch ihr erstes One-Man Konzert. Es war komplett ausverkauft, was die guten Leistungen der Band unter Beweis stellte. Trotz allem wurde am Abend danach Aos Ausstieg bekanntgegeben. Als Ersatz holte man sich Shun dazu mit dem sie auf ihre erste Japantour gingen. Nach einer kleinen Pause im Sommer 2004 folgten eine DVD sowie eine lang erwartete Single.

Krönung der Bandgeschichte war die Veröffentlichung des ersten Albums im Januar 2005. Im Februar stand bereits das zweite One-Man Konzert an, woraufhin Auftritte und 2 weitere Singles und gleich 2 Mini-Alben folgten. 2006 wechselte RENTRER EN SOI den Produzenten und mit ihm kam ein etwas freundlicheres Image auf. Das neue Album war ebenfalls ein deutlicher Stilbruch zu früher und auch die folgenden 3 Singles im Jahr 2006 hatten nichts mehr mit den alten RENTRER EN SOI zu tun.

2007 war für die Band vor allem Live unterwegs und tourten mehrmals quer durch Japan. Im September 2007 traten sie zudem auf der Connichi in Kassel auf, was ihr erster Auftritt außerhalb Japans war, der von den Fans sehr gefeiert wurde. Es folgten danach Konzerte in Frankreich und sogar in den USA . Es schien also steil bergauf zu gehen für die Band. Doch 2008 schien ein deutlicher Bruch zu den Vorjahren zu passieren. Die Band wurde ruhiger, brachte zwar noch eine Single  und ein Album  heraus, von dem dann auch mein Lieblingssong Last Scene stammt.

Ich bin also erst da richtig auf die Band aufmerksam geworden, doch bei meinen Gesprächen mit Fans der „ersten Stunde“, bekam ich heraus, dass alle das Gefühl hatten, dass eine Trennung wohl nicht zu umgehen war. Am 16. September 2008 war es dann soweit, RENTRER EN SOI gab ihre Auflösung bekannt und nach einem letzten Konzert zu Weihnachten 2008 verschwanden sie von der Bühne.

Erst nach ihrer Trennung fand ich triviale Dinge heraus, wie die Bedeutung des Namens, welchen ich eigentlich recht schön finde, denn wörtlich kann man RENTRER EN SOI mit „Die Rückkehr zu sich selbst“ übersetzten. Zum allgemeinen Stil der Band kann man diese in zwei Richtungen bzw. „Zeiten“ klassifizieren. Bis 2006 war die Musik eher melancholisch und verträumt. Ihre Musik wirkte Aufwändig und brachte die Stärken der einzelnen Mitglieder gut zur Geltung. Nach 2006 verließ die Band jedoch diesen melodischen Weg und wurde rauer. Es wurde mehr geschrien, das Image wurde „Erwachsener“.

Nach dem Ende von RENTRER EN SOI blieben die einzelnen Musiker jedoch aktiv. Satsuki  startete eine relativ erfolgreiche Solo-Karriere, ebenso Mika, der sich Shun dort als Support mit ins Boot holte und Takumi wirkte ab da bei verschiedenen Projekten mit. In wie weit die alle heute noch aktiv sind, weis ich nicht, denn wie ihr wisst, habe ich mich irgendwann aus der deutschen Visual Kei Szene entfernt und somit habe ich auch die Musik nicht mehr ganz so exzessiv mitverfolgt (schon gar nicht von Bandmitgliedern, einer Band, die ich erst kurz vorm Ende entdeckte).

der kleine Wirtschaftsriese

Heute gibt es mal wieder einen Text zu lesen, der so auf meiner Hompage zu lesen war:

Nach dem 2.Weltkrieg entwickelte sich Japan von einem Agrarland zu einem modernen Industriestaat. In den 1960er-Jahren erreichte die japanische Wirtschaft schon zweistellige Wachstumsraten. Das Durchschnittseinkommen verdoppelte sich. Heute liefert Japan 15% des automobilen Weltexportes, fast genauso viel wie Deutschland. Japan gehört zur Gruppe der 20 bedeutenste Industriestaaten der Erde und stand 2005 an dritter Stelle der Export- und Importrangliste – Seit 2012 steht es an vierter Stelle (1. China, 2. USA, 3. Deutchland). Doch wie hat Japan dies geschafft?

Japan hat wesentlich gerinere Rohstoffvorkommen (12) als Industriezweige (134), wie aus der Tabelle unten ersichtbar wird.
Die wenigen vorhanden Rohstoffe sind gut genutzt und doch werden über die Hälfte an Rohstoffen importiert. Dies erklärt auch die vielfältigen Industriezweige, die man im Atlas entdecken kann.

Vorkommen der Insuatriezweige:

  • Eisen / Stahlerzeugung 11x
  • Buntmetall 9x
  • Maschinenschiff- /Fahrzeugbau 31x
  • Metallindustrie 6x
  • Chemie / Kunststoff 22x
  • Textil 6x
  • Aluminium 6x
  • Kernkraft 12x
  • Elektrotechnik 13x
  • Optik 3x
  • Erdölverarbeitung 11x

Rohstoffvorkommen:

  • Kupfer 1x
  • Kohle 2x
  • Zink 1x
  • Blei 3x
  • Schwefel 3x
  • Erdgas 2x

Japan importiert viele Rohstoffe aus China, Maschinen aus den USA und Fertigwaren aus der EU. Diese drei sind die wichtigsten Handelspartner von Japan. Die erhaltenen Rohstoffe werden zu hochwertigeren Produkten verarbeitet und anschließend teuer exportiert. Die so gefertigten Produkte gehen ebenfalls überwiegend an China, USA und die EU.

Ein anderer Fakt ist, das Japan sich immer dem weltweiten wirtschaftlichen Veränderungen flexibel anpasste. Nach Japans systematischer Abschottung gegen importe anderer Länder steigerte das Ministerium die Produktion und den Export von Waren.
Dies konnte nur umgesetzt werden, indem Japan auf die Nachfrage des Weltmarktes achtete. Außerdem führte Japan die sogenannte Just-in-Time Produktion ein, die Japan zu einem Exportriesen machte.Um näher auf diese Aussage einzugehen, hier ein kleiner Text:

Nach dem 2. Weltkrieg schottete Japan sich systematisch gegen Importe ab, um die eigene Wirtschaft vor ausländischer Konkurenz zu schützen. Das dafür geschaffene Ministerium förderte die Produktion und den Export z.B. von Motorrädern und Automobilen und ließ gleichzeitig keine Importe zu. So wurde der eigene Markt für heimische Produkte gesichert. Solch ein Verhalten bezeichnet man als Protektionismus.
Einfache, aber teure Arbeiten wurden zunehmend in andere Länder mit niedrigem Lohnniveu ausgelagert. Zuerst war das Südkorea, heute ist es China. Im eigenen Land wurde dagegen die Weiterentwicklung von Produkten gefördert und die Forschung unterstützt. Es wurden Methoden zur Verbesserung der Produktionsabläufe entwickelt, so werden bei einer Just-in-Time Produktion die Einzelteile für die Produktion so angeliefert, dass keine Lagerhaltung – und damit verbunden keine Kosten – nötig ist.
Als der Import von preiswerten japanischen Produkten die Industrie in die westlichen Ländern gefährdete, wie z.B. Deutschlands Kameraindustrie, versuchte man japanusche Produkte durch Zölle so teuer zu machen, das sie nicht mehr attraktiv sein würden. Daraufhin begann Japan Produktionsstätten inklusive Zuliefererund Banken in der ganzen Welt errichten. Japanische Motorräder der Marke Honda kommen heute z.B. aus Italien und Spanien. In Düsseldorf gibt es rund 300 japanische Firmenniederlassungen (Stand 2003), japanische Schulen und japanische Geschäfte. Daher hat die Stadt auch den Spitznamen „Klein Japan“.

Folgende Grafik zeigt ein Urjapanisches Prinzip: Der Erfolg der japanischen Großkonzerne erfolgt auf dem Rücken vieler kleiner Betriebe

Damit ist gemeint, das japanische Großunternehmen sich auf tausende kleinere Unternehmen verteilen. Die kleinen Unternehmen übernemen die Anfangs- und Zwischenarbeiten für die Großunternehmen. Meist wird so gearbeitet, das die Großunternehmen nur noch die einzelnen Teile einfach zusammensetzen müssen.
Durch Zeitverträge zwischen Großunternehmen und Sub- und Subsubjunternehmen haben die Konzerne volgende Vorteile:

  • freie Auswahl der Produzenten
  • Lohn und Kosten können gesenkt werden
  • „Just-in-Time“ Produktion kann optimal genutzt werden
  • Reduzierung des unternehmerischen Risikos

Raumnot in Japan

Wie der Text, den ich am Mittwoch veröffentlichte, ist auch dieser hier ein Text, der auf meiner Homepage zu finden war.

Ein bergiges Inselreich
Die japanischen Inseln sind auffallend gebirgig. Es gibt nur wenige, schmale Ebenen an den Küsten und in den Gebirgszügen selbst existieren kaum Beckenlandschaften. Daher konkurieren in diesen flachen Sektoren die Siedlungen der Einwohner mit landwirtschaftlichen Betrieben (besonders mit denen, die Ackerbau betreiben) und der Industrie stark miteinander
Im krassen Gegensatz dazu stehen die dünn besiedelten Lebensräume in Hokkaido. Die extrem ungleiche Bevölkerungsverteilung ist eine Folge der wirtschaftlich motivierten Binnenwanderung: Etwa 2/3 der gesamten Industrieproduktion Japans erfolgt in den Metropolregionen. Entsprechend sind hier auch die meisten Arbeitsplätze zu finden.

Japan begegnet dem Druck der Raumnot mit verschiedenen Projekten:

Die Neulandgewinnung
Bisher konnten ca. 900km² Neuland durch Aufschüttung von seichten Küstenabschnitten vor allem für die Industrie und Handeslhäfen gewonnen werden. In Kobe wurde so etwa nach 15-jähriger Bauzeit der Port Island eröffnet.
Woher stammt aber das Material für diese Form der Landgewinnung? Zum einen tragen die Japaner die Gipfel einiger küstennaher Berge ab und schüttenden gewonnenen Schutt in Küstengebieten bis 10m Tiefe und in Tälern auf. So erhalten sie nicht nur Neuland durch Aufschüttung, sondern auch neue Räume durch die Schaffung von Beckenlandschaften im Gebirge. Zum anderen erhalten sie das Aufschüttungsmaterial durch das Ausbaggern von Tiefseehäfen, welche so ihre Position als wichtige Exporthäfen halten können. Diese Form der Landgewinnung durch Aufschüttung mit natürlichen Ressourcen nennen die Japaner Jamakiri.
Die Probleme bei der Schaffung küstennahen Neulands ließen jedoch auf sich warten. Bei den häufig vorkommenden Erdbeben und Tsunamis kam es zu dem Verflüssigungseffekt: Das aufgehäufte Geröll-Sand-Gemisch begann zu rutschen und verhielt sich dabei ähnlich wie ein Fluss.

Um diesem Problem zu begegnen wurden die Aufschüttungen zum einen in Molen eingefasst, zum anderen wurde der Meeresboden vom Schlick befreit und so ein fester Untergrund geschaffen.
Die Landgewinnung rief aber auch die Umweltschützer und Fischer auf den Plan – sie fürchteten um die reichen Fischbestände und Muschelbänke in dem japanischen Schelfmeer. So mussten Ausgleichsflächen eingerichtet werden.
Eine dritte Lösung zur Neulandgewinnung wurde aus einer anderen Problematik geboren: den stetig wachsenden Müllbergen. Das Anwachsen der Müllberge in einem Land, in dem selbst Verpackung seine Tradition hat, verlangte nach neuen Lösungen. Eine Idee war, Japans enorme Raumnot durch Müllaufschüttung zu beheben. Allerdings beren die im Meer aus Müll, Schutt und Erde künstlich aufgeschütteten Inseln, wie der Flughafen Kansai – wegen der enthaltenen Schadstoffe Gesundheitsgefahren für die dort arbeitenden Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt des Meeres.

Osaka: der Flughafen Kansai liegt im Meer vor dem Festland,
erbaut auf einer künstlich aufgeschütteten Insel

Alle Wege führen nach Tokyo
Mit kostspieligen Maßnahmen zur Verkehrserschließung de Landes, d.h. zu einem gezielten Ausbau der Verkehrswege, überwinden die Japaner ihre Raumprobleme, wie z.B. Gebirge und Inseln – und rücken die Hauptstadt in erreichbare Nähe. Die Megaprojekte finden weltweit Beachtung:
Seit 1997 unterquert der größte untermeerische Straßentunnel der Welt bestehend aus einer 4,4 km langen Brücke und dem 9,4 km langen eigentlichen Tunnel, die Tokyobucht. Der längte Meerestunnel der Welt, der Seikan-Eisenbahntunnel (54 km) verbindet seit 1985 die Inseln Honshu und Hokkaido, die längste Hängebrücke der Welt (Spannweite 1990 m) seit 1998 die Hafenstadt Kobe und die Insel Awaji.