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Wicca – A Year and a Day: Die ersten Videos sind da!

Wer mir auf Youtube, Twitter und/oder Facebook folgt, der wird es schon gesehen haben: Es sind endlich die ersten beiden Videos zur Wicca – A Year and a Day Reihe online (ihr habt ja auch ganz schön lang drauf warten müssen)!

In der Zeit in der ihr warten musstet bzw. es generell etwa Still hier im Blog geworden ist, habe ich mich endgültig dazu entschieden, in erster Linie Youtube Videos zum Buch von Timothy Roderick zu machen. Damit aber auch ihr, meine lieben Blogleser nicht zu kurz kommen, poste ich diese Videos natürlich auch hier im Blog und schreibe noch ein wenig dazu.bat_bar

So ist mir beim Hochladen des ersten Videos aufgefallen, wie sehr sich Youtube hinsichtlich der Funktionen verändert hat, seit dem letzten Mal, das ich ein Video hochgeladen habe und die neuen Funktionen haben mich in der Hinsicht besonders geärgert, das ich meinen Blog z.B. nicht verlinken kann (außer in der Videobeschreibung), da ich diesen nicht „verifizieren“ kann.

Somit und damit bin ich also quasi dazu gezwungen Youtube und meinen Blog getrennt zu behandeln… es sei denn ihr habt da ein paar Ideen/Tipps für mich, was das angeht.

Nichts desto trotz hoffe ich, gefallen euch meine ersten beiden Videos! Im ersten erzähle ich ein wenig etwas über „Earth Centered Spirituality“ bzw. Naturreligion, wie es auf deutsch heißt:

Und eigentlich wollte ich nachdem ich auf das Thema ein wenig eingegangen bin, noch meine eigenen Erfahrungen zur Aufgabe, die Tomothy Roderick in seinem Buch stellt, teilen. Doch beim Bearbeiten des Videos ist mir aufgefallen, dass das wohl ein wenig lang werden würde und darum habe ich das Ganze dann doch aufgeteilt.

Zugegeben, ich habe mich vielleicht ein wenig (zu sehr) darüber aufgeregt, wie die Menschen reagiert haben, als ich da auf der Bank saß. Aber dennoch scheinen diese beiden Videos bereits gut bei den Leuten, die diese schon gesehen haben, angekommen zu sein. Und ein wenig Konstruktive Kritik konnte ich auch schon sammeln. Wenn ihr noch Verbesserungsvorschläge habt, könnt ihr mir das gerne hier (oder beim jeweiligen Video auf YouTube) in die Kommentare schreiben! ^^bat_bar

Ich werde ab nun versuchen, einmal die Woche ein Video hoch zu laden und das heißt auch mindestens einmal die Woche soll dazu auf meinem Blog ein Eintrag dazu kommen. Noch weiß ich nicht, ob sich das so bewerkstelligen lässt. Denn entgegen meiner Ursprünglichen Planung mich mit meinem eigenen Shop selbstständig zu machen, habe ich – ich könnte fast schon „überraschender Weise“ sagen – einen Job beim hiesigen Bäcker gefunden.

Das ist übrigens auch ein weiterer Grund, warum es im Februar doch recht still in meinem Blog war. Was den eigenen Shop angeht, der wird trotzdem noch kommen, jedoch wird der nicht ganz so groß aufgezogen, wie Anfang des Jahres geplant. Aber auch hierzu werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten!

Wassilissa, die Wünderschöne – Ein Märchen über Baba Yaga

Ich denke diejenigen unter euch, die sich mit Göttinnen und Sagengestalten des Altertums auskennen oder sich damit zumindest ein wenig damit auseinander setzen, kennen die Gestalt der Baba Yaga. Auch in etlichen Spielen wie z.B. Tomb Raider oder Castlevania findet diese Gestalt Platz. Sie ist vor allem Bekannt dadurch, dass sie in einem Häuschen auf Hahnenfüßen in einem tiefen unheimlichen Wald wohnt und jeder der sich ihrem Häuschen nähert läuft Gefahr von ihr gefressen zu werden.

Doch auf der anderen Seite war sie für die Schamanen einiger mongolischen Volksstämme eine Göttin der Erde, des Tages und der Nacht, eine Urmutter und ein Schutzgeist. Da stellt sich die Frage, war sie nun Göttin oder eine Kinder fressende Kannibalin?

Und weil es sich mal wieder einige gewünscht haben, habe ich heute eine kleine Geschichte raus gesucht, wie die von Hänsel und Gretel aus dem letzten Jahr!trennlinie_schwarzEinst lebte im fernen Zarenland ein Kaufmann mit seiner Frau. Die beiden hatten eine Tochter, und weil sie so schön war, nannten sie alle Wassilissa, die Wunderschöne. Eines Tages wurde die Frau schwer krank und rief ihre Tochter zu sich. „Wassilissa, mein Liebling, hier schenke ich dir eine Puppe. Immer wenn du in Not bist, gib ihr zu essen, und sie wird dir helfen.“ Dann küsste sie das Mädchen und starb. Nach der Trauerzeit heiratete der Vater eine Witwe, die zwei Töchter in Wassilissas Alter hatte. Doch diese Frau war böse und neidisch auf ihre schöne Stieftochter. Sie gab ihr die schwersten und Schmutzigsten Arbeiten. Das Mädchen ertrug alles und wurde trotzdem von Tag zu Tag schöner. Denn die Puppe half ihr bei allen schweren Arbeiten. Eines Tages musste der Vater für längere Zeit geschäftlich verreisen. Die Stiefmutter zog mit den Töchtern in ein anderes Haus im Wald. In diesem finsteren Wald wohnte die Furcht erregende Baba Yaga.

Der Herbst zog ins Land und die Stiefmutter gab den Mädchen für die langen Abende zu arbeiten: Die eine häkelte Spitze, die andere strickte Stümpfe und Wassilissa spann. Eines Abends ging die Stiefmutter, nachdem sie sämtliche Lichter ausgelöscht hatte, zu Bett, und nur die Kerze der Mädchen brannte noch. Da löschte eine der Schwestern versehentlich die Flamme. „Was sollen wir jetzt tun ohne Feuer, denn wir müssen ja noch weiterabreiten? Man sollte zu Baba Yaga gehen, Feuer holen“, sprachen die Schwestern. Damit stießen sie ihre Stiefschwester aus der Stube. Wassilissa ging in ihr Zimmer, gab der Puppe zu essen und erzählte von ihrem Auftrag. „Hab keine Angst, solange ich bei dir bin, wird dir nichts passieren.“ Und mit ihren Augen leuchtete sie ihr den langen, finsteren Weg durch den Wald.

Auf einmal jagte ein Reiter auf einem weißen Pferd vorbei, mit weißem Gesicht und weißem Gewand. Da wurde es heller und heller. Daraufhin jagte ein Reiter auf einem roten Pferd vorüber, mit einem rotem Gesicht und in ein rotes Gewand gekleidet. Da ging die Sonne auf. Erst am nächsten Abend erreichte Wassilissa das Haus der Baba Yaga. Der Zaun drum herum bestand aus Menschenknochen, auf den Pfählen staken Totenschädel. Da jagte ein Reiter auf einem schwarzen Pferd vorbei, mit schwarzem Gesicht und schwarzem Gewand. Er ritt bis zum Tor der Baba Yaga und war plötzlich verschwunden. Es wurde Nacht. Mit einem Mal leuchteten die Schädel auf den Zäunen hell auf. Ein Höllenlärm brach aus, die Blätter rauschten, die Bäume krachten, und Baba Yaga jagte in einem Mörser mit Keule und Besen herbei. „Wer ist da? Es riecht nach Menschenfleisch!“

Wassilissa packte Angst und Entsetzen und sie stotterte: „Meine Stiefschwestern haben mich geschickt, um Feuer zu holen.“ – „Ich kenne deine Schwestern wohl“, fauchte die Hexe, „aber bevor ich dir Feuer gebe, sollst du für mich arbeiten. Bring mir Trinken und Essen!“ Baba Yaga aß für zehn Leute und ließ Wassilissa nur ein Schüsselchen Kohlsuppe übrig. Dann sagte sie: „Morgen werde ich davonreiten, und du putzt das Haus und Hof, kochst Essen, wäscht die Wäsche und liest die schlechten Körner aus dem Weizen. Und dass bis abends, wenn ich heim komme, alles fertig ist, sonst fresse ich dich auf.“ Dann legte sich die Alte schlafen und schnarchte. 

Wassilissa fütterte ihre Puppe und klagte unter Tränen ihr Leid. Die Puppe beruhigte das Mädchen: „Hab keine Angst! Der Morgen ist weiser als der Abend. Bete und schlafe ruhig.“ 

Als Wassilissa am nächsten Morgen erwachte, flog der weiße Reiter vorbei. Die Lichter in den Schädeln erloschen. Da schoss der rote Reiter vorbei und die Sonne ging auf. Die Baba Yaga pfiff Mörser, Keule und Besen herbei und sauste davon. Als ich Wassilissa an die Arbeit machen wollte, sah sie, dass alles von der Puppe schon getan war. Am Abend deckte Wassilissa den Tisch und wartete auf die Baba Yaga. Wieder flog der schwarze Reiter vorbei. Es wurde Nacht, die Lichter der Schädel gingen an, die Blätter rauschten und die Bäume krachten, und die Baba Yaga kam nach Hause. „Hast du alle Arbeit getan?“, fragte sie und ärgerte sich, weil sie sah, dass alles getan war. „Warum redest du nicht mit mir?“, knurrte die Baba Yaga. „Ich habe mich nicht getraut“, entgenete Wassilissa, „aber wenn du erlaubst, möchte ich dich gerne fragen, wer diese Reiter sind, die ich gesehen habe?“ – „Der weiße Reiter ist mein Tag, der rote meine Sonne und der schwarze meine Nacht. Alle drei sind meine Diener. Aber sage mir, wie hast du die viele Arbeit geschafft?“, wollte die Baba Yaga wissen. „Mir hilft der Segen meiner Mutter“, antwortete Wassilissa.

Da schrie die Baba Yaga: „Gesegnete Menschen sind mir ein Greuel! Mach, dass du fortkommst!“ Sie gab dem Mädchen noch einen leuchtenden Schädel mit und jagte sie fort. In der Zwischenzeit hatten sich die Schwestern Licht vom Nachbarn besorgt, doch das war immer wieder ausgegangen. So waren sie froh, dass Wassilissa den leuchtenden Schädel brachte. Doch die Augen des Schädels starrten auf die Stiefmutter und die Schwestern, wohin sie auch gingen. Und das Licht war so stark, dass die drei zu glühen begannen und schließlich zu Asche verbrannten.

Nur Wassilissa blieb verschont. Sie ging in die Stadt und fand Bleibe bei einer alten Frau. Wassilissa spann dafür Flachs, und sie konnte Fäden spinnen so fein wie Haar. „Solch ein feiner Stoff kann nur der Zar tragen“, sagte die alte Frau und machte sich auf den Weg. Der Zar war voller Bewunderung über den feinen Stoff. „Was willst du dafür haben?“, fragte er. „Dieses Linnen ist unbezahlbar, ich schenke es euch. Nicht ich, sondern Wassilissa hat es angefertigt.“ Der Zar wollte nun unbedingt das Mädchen sehen, von dessen Händen dieser wunderbare Stoff gefertigt war. Als Wassilissa vor dem Zaren stand, war er überwältigt von ihr und sagte: „Wassilissa, du bist wunderschön! Bleib von nun an bei mir und werde meine Frau!“ Und als der Vater Wassilissas zurückkehrte, wurde eine rauschende Hochzeit gefeiert.

Quelle: Witch Magazin Nr. 2/2003trennlinie_schwarzWie ihr an  der Quelle seht, stammt diese Geschichte nicht von mir, sondern aus einem Magazin, das ich damals gesammelt habe. Im Jahr 2003 war ich gerade mal 12 Jahre alt und schon damals fand ich den lila hervorgehobenen Absatz am besten in der Geschichte. Außerdem fand ich schon damals die Baba Yaga sehr interessant!

Wie ist es mit euch? Schreibt es mir doch mal in die Kommentare!

Das Fest der Flammen: Imbolc

Auch wenn es in letzter Zeit sehr viel zum Thema Japan zu lesen gab, so vergesse ich doch meine Wurzeln nicht. Und darum stelle ich euch heute mal wieder eine Festivität aus dem Jahreskalender der Wicca vor.

Die Rede ist von Imbolc, welches uns bereits nächste Woche, am 1. und/oder 2. Februar, erwartet. Wie bei vielen anderen Festivitäten kann man auch hier kein genaues Datum mehr fest machen. Dafür gab es im Laufe der Jahre einfach zu viele im Februar – und das noch über die Ganze Welt vereitelt.

Den Christen unter euch dürfte dieses Fest übrigens unter dem Namen Lichtmess etwas sagen, da es sich hier ebenfalls um eines der vielen Feste handelt, die die Kirche adaptieren musste um in der damaligen Welt Fuß zu fassen. Aber das wollen wir hier nicht weiter Thematisieren.

Früher nannte man den Februar den Wolfs- und Todesmonat. Schnee bedeckte die schlafende Erde, die Nächte waren lang und die Nahrungsmittel wurden knapp oder begannen zu schimmeln. Und doch feierte man bereits in solchen Zeiten das Fest Imbolc. Ursprünglich soll das ein rein keltisches Fest zu ehren der heiligen Göttin Brigit, eine der wichtigsten Göttinnen im keltischen Glauben. Außerdem ist auch das Wort an sich keltisch.

Imbolc bedeutet nämlich in etwa  „die Lämmer zum Säugen anlegen“, was ein verständlicher Name für das Fest war, denn zu dieser Zeit werden die Lämmer geboren. Somit ist das Fest im Grunde genommen dazu dar um dem Winter den Garaus zu machen und sich am zunehmenden Licht zu freuen.

Kein Wunder also, das es sich hierbei mal wieder um ein Fest des Feuers handelt, denn auch Brigit ist eine Feuer- und vermutlich auch eine Sonnengöttin. So heißt es das ein Druide ihr prophezeite, dass sie eine strahlende Tochter sein werde, die scheinen wird wie die Sonne zwischen den Sternen am Himmel. So wurde und wird sie besonders mit dem Zunehmenden Licht des Spätwinters und des anbrechenden Frühlings in Verbindung gebracht. Mit den Flammen ihres Bewusstseins leitet sie uns durch die Dunkelheit, haucht neues Leben ins Land und führt uns in den Frühling. Gut, der Frühlingsanfang ist kalendarisch gesehen erst im März, aber Anfang Februar befinden wir uns in der Winterhalbzeit (das muss man sich mal ins Gedächtnis rufen, denn wenn ich mir das momentane Wetter anschaue ist heute schon Frühling).

Natürlich gibt es auch einige Brauchtümer, die man zu Imbolc durchführen kann. In den meisten Fällen werden kleine Feuer zu Ehren der Göttin Brigit entzündet. Wer diese Möglichkeit nicht hat, der kann stattdessen einige Kerzen entzünden, am besten sollten diese Weiß sein, denn diese Farbe ist die Farbe der Göttin und die Farbe des Lichts. Außerdem lädt dieses Fest auch zum Tanzen und Spaß haben ein. Bei den Kelten wurde damals auch das Orakel befragt, um näheres über die Zukunft zu erfahren.

Generell eignet sich dieses Fest für Reinigungsrituale in jeglicher Form, egal ob Körper, Geist oder Heim. Daher kommt übrigens auch der Brauch des „Frühjahrsputzes“, von dem jeder schon mal etwas gehört haben sollte.

An dieser Stelle möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, bei dem ich zugegebener Maßen den Titel dieses Blogeintrags geklaut habe. Die Rede ist von Lichtmess: Das Fest der Flammen. Die Autorinnen Amber K. und Azrael K. haben hier in meinen Augen ein gutes Sammel- und Nachschlagewerk zusammen gestellt rund um das Thema dieses Festes.

Im ersten Kapitel erfährt man wie das Fest im Laufe der Jahre gefeiert, und vor allem wo es überall gefeiert wurde. Im zweiten Kapitel erfährt man mehr über die Göttin Brigit, die nicht nur in Gestalt einer Göttin bekannt ist (sondern u.a. auch als Heilige und Elfentochter). Und ab Kapitel 3 bekommt man einen Einblick in die Gebräuche, Rituale und vor allem auch Tipps für die eigenen Festlichkeiten. Ja, es gibt sogar Rezepte für passende Speisen.

Alles in allem ist das also ein rundum gelungenes Buch, in dem für alle etwas dabei ist, egal ob „Neueinsteiger“ oder alter Hase.

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Ich selbst blättere gerade in den letzten 3 Kapiteln herum und überlege mir, was ich dieses Jahr so machen werde, wer darüber mehr wissen will, der kann es mir gerne in die Kommentare schreiben, dann mache ich vielleicht explizit dazu noch einen extra Blogeintrag.

Ansonsten bleibt es immer noch jedem selbst überlassen, wie er es für sich selbst oder mit Freunden feiert, da möchte ich nun wirklich niemandem etwas vorschreiben!

In diesem Sinne blessed Imbolc! 

7. Türchen: Ein Hassbuch

christmasbooks_3115354bJa, ich weis das wir Dezember haben und auf Weihnachten zugehen, da sollte man immer nur Liebe und glück verbreiten, aber ich habe schon mal gesagt das ich diese gespielte Glückseligkeit nicht ab kann. Daher gibt es heute ein Buch, was mir beim lesen tierisch auf die Kette gegangen ist. Und das obwohl es sich bei Michael Laimos Dämonenfeuer doch um einen Horror-Thriller handelt, mit denen man bei mir eigentlich nie falsch liegt.

Klappentext:
Eine vergessene Kirche ohne Gemeinde … aber nicht leer. Tief unter ihren Gewölben ruht eine Holzkiste, die nie geborgen werden sollte. Als die Kirche jedoch letztlich renoviert wird, stoßen Bauerbeiter darauf … und entfesseln eine grauenhafte Macht. Pater Pilazzo beaufsichtigt die Renovierung und träumt davon, den alten Glanz der Kirche wiederherzustellen – ein Traum, der sich zu einem Albtraum wandelt, als in den Mauern der heiligen Stätte Menschen gegen Dämonen ums nackte Überleben kämpfen müssen …

Ich muss zugeben, als ich diesen Klappentext gelesen hatte, war mir klar, das musst du ausleihen und lesen! Gesagt, getan und noch am Abend habe ich mich hingesetzt und angefangen zu lesen. Mir haben die Passagen, wo es besonders blutig wurde, denn dann wurden zahlreiche Menschen geköpft, gevierteilt und gefoltert.

Bingo genau mein Geschmack!

Und wer sich nun fragt, warum ich dieses Buch trotzdem hasse und fast 3 Jahre (!!!) gebraucht habe um es durch zu lesen, der sollte sich zuerst ins Gedächtnis rufen, das ich keine großen Stücke auf die Bibel gebe.

Gut, bei dem Klappentext habe ich zwar erwartet, dass es ein unterschwellig religiöses Setting gibt, das maximal so wird wie bei Dan Browns Illuminati oder Sakrileg. Doch ich habe mich schon nach den ersten Kapiteln gefühlt, als wolle der Autor selbst einen auf eine sehr makabere Art und Weise zum katholischen Priester ausbilden – oder einen zumindest bekehren. Und genau so etwas kann ich auf den Tod nicht ab!!

Ich meine, hätte Laimo es hinbekommen, so zu schreiben, dass das Thema Kirche zwar präsent ist, wäre es für mich absolut okay gewesen. Um nochmal auf Dan Brown zu sprechen zu kommen: gerade Illuminati spielt doch in der Hochburg des Katholizismus, dem Vatikan und trotzdem ist mir das weder quer gekommen, noch habe ich Jahre gebraucht um den Roman durch zu lesen!

Irgendwann habe ich angefangen zu überlegen, ob nur mir diese Textpassagen so sehr auffallen, weil ich wie gesagt nicht viel von dem Thema halte. Und siehe da, es ist auch anderen aufgefallen:

aber ein recht gläubiger Mensch sollte dieses Buch definitiv nicht lesen, denn ich würde sagen, dass viele Dinge einem gläubigen Christen extrem sauer aufstossen würden und zu gewagt sind. Ich selbst bin nicht der gläubigste Mensch, aber selbst mir waren einige Teile wirklich zu heftig angreifend.
(Quelle: Leseträume)

Die Aussage kann ich so unterschreiben und ist auch wesentlich freundlicher gehalten, als das was ich zu besagten Passagen schreiben könnte. Ich will euch aber auf der anderen Seite nicht zu sehr spoilern, denn ich bin immer noch der Meinung das sich jeder sein eigenes Urteil bilden sollte!

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6. Türchen: Lieblingsautor

christmasbooks_3115354bWer schon des längeren fleißig meinen Blog liest, der wird spätestens nach dem Blogbattle Beitrag zum Thema Melancholie erwarten, dass E. A. Poe mein Lieblingsautor ist. Oder heute Bram Stoker erwarten. Was Poe angeht, stimmt es schon das er zu meinen liebsten Autoren gehört, von Stoker habe ich einfach noch zu wenig gelesen um ihn als einen Lieblingsautor zu betiteln.

Und um euch mal ein wenig zu trollen, werde ich heute über beide nichts mehr verlieren, denn ich habe noch einen Autor in petto der definitiv einer meiner Liebsten Autoren ist und gleichzeitig noch unter den lebenden weilt. Ich rede hier von Dirk Bernemann, der vor allem durch „Ich hab die Unschuld Kotzen sehen“ bekannt geworden ist und auch ich bin dadurch auf ihn aufmerksam geworden.

Ich finde er hat einen einzigartigen  und in gewisser Weise auch morbiden Schreibstil mit einer ordentlichen Mischung aus Humor und Wahrheit. Und diese Mischung scheint entweder verdammt gut durchdacht oder einfach ein Teil seiner Persönlichkeit. Denn auf der Webseite des 1975 geborenen Autos findet sich unter dem Reiter „Biografie“ nur ein Text der sinngemäß sagt: „Ich hab keine Lust auf Blah Blah und außerdem verändert sich jeder Mensch auch mal!“

Sein aktuellstes Buch habe ich zwar noch nicht, aber dafür bin ich seit 2010 fleißige Leserin von seinem Blog, der in genau der gleichen Art und Weise gestaltet, wie es seine Bücher tun.  Und wer nun einen kleinen Ausschnitt aus seinen Büchern haben will, der sollte sich dieses Video ansehen, welches ich für euch raus gesucht habe:

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Das „kleine Fest“ des Herbstes: Mabon

Ich denke mal diejenigen unter euch, die sich mit dem Wicca Kalender bzw. dem keltischen Kalender auseinander gesetzt haben, werden die 4 großen Feste Samhain (31. Oktober/1. November), Imbolc (2. Februar), Beltane (30. April/ 1. Mai) und Lammas (2. August) etwas sagen. Klar ist auch das Fest der Göttin Ostara, dank Ostern, sehr bekannt.

Doch kaum einer scheint das Fest Mabon zu kennen. Jedenfalls findet sich zu diesem Fest nur sehr wenig in Esoterik Büchern und auch einschlägige Webseiten bezeichnen diesen Tag als eher unwichtigen Feiertag des Kalenders.

Für mich jedoch ist jeder Feiertag ein wichtiger Tag, auch wenn ich den vier großen ein wenig mehr Aufmerksamkeit einräume. Außerdem spricht die Adaption der Kirche, in Form vom Erntedank Fest, eher gegen die Unwichtigkeit des Festes Mabon. In wie weit wir hier also von einem „kleinen Fest“ reden können, bleibt jedem selbst überlassen.

Denn Mabon ist auch bekannt als Herbst-Tagundnachtgleiche und diese markiert – wie viele von euch wissen – das Ende der Erntezeit. Schon vor der Adaption der Kirche war dies ein Anlass Göttinnen und Göttern zu gedenken und ihnen zu danken. Für die Gaben, die uns die Natur geschenkt hat. Viele Wicca nehmen diesen Tag zum Anlass um Rituale für Schutz, Treue, Gesundheit und inneres Gleichgewicht zu zelebrieren.

Wann die Herbst-Tagundnachtgleiche allerdings nun genau gefeiert wird, herrscht einige Unklarheit. Einige nehmen den 21. September zum Feiern, da dieser gut in das Muster der Sonnenfeste passt, die sonst alle um den 21. eines Monats herum stattfinden. Die astronomische Tag-und-Nacht-Gleiche des Herbstes und somit auch der offizielle Herbstanfang findet jedoch meistens erst am 23. September statt.

Ich selbst feiere Mabon meist eher um den 23. September herum, aber es kann auch mal sein, dass ich am 21. meine kleinen Rituale abhalte, wenn der Tag zum Beispiel günstig platziert auf einem freien Tag und/oder Wochenende liegt.

Ähnlich wie über den Zeitpunkt des Herbstfestes herrscht auch über seinen Namen Unklarheit.
Lange Zeit wurde dieses Fest schlicht als Äquinoktium bzw. als Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet. Erst in den 1970er Jahren hat sich der Name Mabon durch gesetzt, da dieser sich vom Klang her gut in die anderen Hexenfeiertage einfügt.

In einigen, wenigen Fällen scheint dieses Fest aber auch „Alban Elved“ genannt, passend zu zu „Alban Eiler“ für die Frühlings-Tagundnachtgleiche, „Alban Hefyn“ für die Sommersonnenwende und „Alban Arthan“ für die Wintersonnenwende. Zumindest habe ich davon so gelesen, kennen tue ich keinen der das Fest so nennt…

Da wir ja nun in den Herbst übergehen und die Tee- und Marmeladenzeit beginnt, eignet sich für Mabon ein wenig „Küchenarbeit“. So kann man sich zum Beispiel mit Freunden zum gemeinsamen Marmelade kochen treffen. Jeder kann dafür ein paar Beeren mitbringen, oder man erntet das was einem die Natur zur Verfügung stellt.

Was z.B. nur wenige wissen ist die Tatsache, dass man aus Vogelbeeren leckere Muse und Marmeladen kochen kann. Denn der darin enthaltene Giftstoff wird durchs Kochen zerstört. Ein paar Hagebutten und wer mag noch etwas Zitrone dazu und schon hat man eine wohlschmeckende, herbe und vitaminreiche Leckerei fürs Brot. Auch das Brot kann man gemeinsam zubereiten.

Nach getaner Arbeit kann man sich ein gemütliches Plätzchen suchen. Wenn das Wetter mitspielt kann man ein gemeinsames Picknick im freien veranstalten. Mit Wein (oder Traubensaft) Nüssen, Äpfeln, Pilzen, Brot und Marmelade im Gepäck – oder was man sonst noch so mitnehmen mag.

Ihr seht, Mabon zu feiern lohnt sich am besten am Wochenende oder an freien Tagen.

Wer – wie ich dieses Jahr – aber mal allein feiern möchte, dem empfehle ich zu einem ausgedehnten Spaziergang. Nutzt die Zeit um euch um euch zu fragen, wie das Jahr bislang gelaufen ist, welche Ziele ihr erreicht habt und welche noch offen sind. Für die Wicca beginnt nämlich bald das neue Jahr und nun ist die richtige Zeit für ein kleines Resümee.

Man kann auch, wie bereits weiter oben angesprochen die Zeit für ein Ritual nutzen…bat_bar
Ich hoffe damit habe ich auch dem Wunsch genüge getan, der an mich heran getragen wurde: Nämlich mal ein paar Beispiele zu geben, wie ich die Wicca Feste begehe. Zu den Ritualen werde ich mich jetzt im einzelnen nicht äußern, denn das ist ein ganz eigenes Thema.

In diesem Sinne blessed Mabon!

Dienstagsgedudel: Mantus

Na toll, diese Woche habe ich mir mit Mantus eine Band herausgesucht, deren Band-Geschichte nicht einfach ein zu sehen ist – noch nicht einmal auf der offiziellen Homepage. Aber na gut nehmen wir uns mal der 1997 gegründeten Band an!


Mantus hat sich musikalisch ihre ganz eigene Nische gebaut, weshalb ich euch hier kein eindeutiges Musikgenre nennen kann. Die Musik ist meist sehr melancholisch. Es werden klassische sowie elektronische Musikinstrumente, Elemente aus dem Dark Ambient und Dark Wave Bereich oder auch Metal Passagen mit eingebaut. Dies dürfte auch der Grund sein, warum man auf Wiki zu lesen bekommt, das es sich bei dieser Band um eine Metal Band handeln soll.

Wenn man sich die genannten Genres anschaut, ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich Mantus seit ihren Anfängen einen Namen in der Gothic Szene gemacht haben. Dies dürfte nicht nur an der eigentlichen Musik liegen, sondern auch an den größtenteils deutschsprachigen Texten, in denen überwiegend Liebe, Tod, Ewigkeit oder Unsterblichkeit thematisiert werden.

Von 1997 bis 2000 handelte es sich bei Mantus um ein Soloprojekt von Martin Schindler. Anfang des Jahres 2000 bekam dieser dann Unterstützung durch seine Schwester „Thalia“ und mit der Besetzung erschien im gleichen Jahr das Debütalbum der Band. Fünf Jahre lang machten die beiden so Musik, die im Gegensatz zu der anderer Bands aber nie außerhalb der Szene richtig Fuß gefasst hat. Außerdem gab es für das Duo noch ein weiteres Problem: Sie waren nur zu zweit und waren somit aus Supportmember angewiesen, was einen Live Auftritt, geschweige denn eine Ganze Tour quasi unmöglich machte.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Mantus Anfang 2005 auflöste. Doch nach 3 Jahren kompletter Funkstille ging die neue Homepage der Band online und am 10.11.2008 wurde dann auch die offizielle Rückkehr bekannt gegeben. Und es kommt noch besser, denn sie haben nur wenige Monate nach der Rückkehr nicht nur ein neues Album am Start, sondern auch die Möglichkeit das erste Mal seit Gründung live auf zu treten, was dann auch auf  dem 5. Amphi-Festival in Köln geschah.

Wichtig zu erwähnen ist jetzt noch, das auf dem Bandfoto oben Martin Schindler nicht mit seiner Schwester zu sehen ist. Diese trat nämlich im April 2012 aus der Band aus. Ihre Nachfolgerin wurde, Chiara Amberia wurde aber schnell gefunden und von den Fans akzeptiert.

Anfang dieses Jahres ist nun schon das 3. bzw. 4. Album mit der neuen Sängerin erschienen. Und wer sich jetzt ein genaueres Bild von der Band machen will, der sollte die „News“ auf der Homepage genauer ansehen, daraus kann man die Diskographie sowie die Bandgeschichte von 2008 bis heute erschließen, wenn man genau hinsieht.

Bis auf die Tatsache, das ich der Band wirklich nahelegen wollen würde, das sie die Bio- und Diskographie eindeutiger machen, bin ich absolut begeistert von Mantus. Und ich bin auch froh darüber, das mir diese Band durch einem meiner Exfreunde näher gebracht worden ist (auch wenn sich das jetzt komisch anhören mag).

Meine Meinung zum Flüchtlingsthema

Für meinen Blog ist dieses Thema denkbar ungeeignet, doch ist es mir gerade wichtig. Denn vorhin habe ich (zugegeben aus Faulheit) ein Bild geteilt, mit dem ich einige wirklich verwirrt habe, denn wer mich kennt, der weis ich bin zu 100% Doch äußert man sich in der heutigen Zeit zum Flüchtlingsthema wird man, gerade als in Deutschland geborene Person, gleich als Nazi betitelt. Mein bester Kumpel sagte mir zwar ich müsste mich für meine Meinung nicht rechtfertigen, aber ich lasse mich ungern als Nazi betiteln. Ich lasse mich viel lieber als missionierenden Veganer betiteln, als das.

Zugegeben, die Wortwahl besagten Bildes, sowie die Schriftart sind nicht gerade so gewesen, das man mir abkaufen würde keine rechten Gedanken zu haben. Damit ihr wisst um welches Bild es geht, dieses hier ist es (*klick*)

Also, um jetzt einmal auf das Thema zu sprechen zu kommen: Ich habe nichts gegen Flüchtlinge und bin auch der Meinung, dass es wichtig ist denen zu helfen. Genau so wichtig ist es aber auch die Probleme im eigenen Land zu lösen. Und wenn die Merkel schon sagt, dass sie schauen muss, wie sie mit Flüchtlingen umgeht und das teilweise Menschen die schon seit Jahren darauf hoffen in Deutschland auch von offizieller Seite akzeptiert zu werden, dann ist das ein Zeichen für mich, das die Regierung entweder nicht mit den Flüchtlingen umgehen kann oder will.

Dies ist das Problem, welches zu aller erst geklärt werden muss, bevor noch mehr Menschen schaden nehmen! Schaden kann man einem Menschen sowohl körperlich, seelisch oder auch durch Manipulation. Dadurch muss ich auch hier extrem aufpassen, was ich schreibe. Schließlich begibt man sich auf verdammt dünnes Eis, da die Geschichte die Deutschen auf ewig als ein eigensinniges und auf den eigenen Vorteil beschränktes Volk gebrandmarkt.

Um nun Missverständnissen vorzubeugen: Für mich sind Deutsche diejenigen, die in Deutschland leben. Völlig egal ob man einen Migrantenhintergrund hat oder nicht. Und es ist auch vollkommen egal ob man in Deutschland geboren ist. Hat einen die Regierung einmal zugestimmt, das man ein Deutscher ist (sprich man hat die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen o.ä.). Und erzählt mir bitte nicht, dass dies die Gedanken eines Nazis sind!

Trotzdem sollte man auch den Obdachlosen in Deutschland helfen, denn ist euch schon mal aufgefallen, das Menschen die obdachlos werden auch vorübergehend Platz finden könnten in einem der weniger bekannten Flüchtlingslagern? Aber was passiert mit Obdachlosen tatsächlich? Wenn man ihnen aus eigener Tasche helfen will, wird man von irgendwelchen Organisationen davon abgehalten und wenn die Menschen die obdachlos werden in irgend einer Weise mit Migranten in Verbindung gebracht werden können, werden diese einfach abgeschoben. Ist das Menschlich? Ist es Gerecht jemanden der in Deutschland geboren wurde und nach 25 Jahren obdachlos wird, ins Ausland ab zu schieben, nur weil der Großvater in der Türkei (oder sonst wo im Ausland) geboren ist?

Ist man immer noch ein Nazi, wenn man meint erst den Menschen die (schon) in Deutschland sind zu helfen? Schließlich hat man den Flüchtlingen die bereits hier sind mit deren Aufnahme in meinen Augen schon Hilfe und Unterstützung zu gesagt. Und klar brauchen gerade Kriegsflüchtlinge akut und jetzt Hilfe, doch ist es richtig diese alle ins Land zu holen, nur um danach ein Drittel wieder ab zu schieben?

Wisst ihr, so zerstört man Träume und Hoffnungen und wenn das Bangen und Hoffen dann auch noch mit Abschiebung bestraft wird, wirft man diese Menschen von der einen Hölle in die Nächste – welche davon schlimmer ist, ist Ansichtssache. Eines haben sie jedoch Gemeinsam: Sie sind beide schlimm!

Also, wer mir jetzt noch vorwerfen möchte ein Nazi zu sein, nur weil ich der Meinung bin das man die Probleme am besten Schritt für Schritt lösen kann und nicht alle auf einmal, für den habe ich mich wohl immer noch nicht „liberal“ genug ausgedrückt. Man kann bei diesem Thema auch gar nicht liberal sein. Entweder man ist für die Unterstützung der Flüchtlinge oder dagegen.

Ich bin für die Unterstützung, aber man sollte niemandem das Blaue vom Himmel versprechen und sich dadurch übernehmen. Und ganz ehrlich, so wie die deutsche Regierung das Thema angeht, ist es kein Wunder das rechtes Gedankengut immer mehr fruchtet unter der Bevölkerung. So wird jedes Wort auf die Goldwage gelegt, jeder Satz akribisch untersucht und jeglicher Hauch von Rechtsradikalismus sofort nieder gemacht.

In dem Punkt würde ich sogar so weit gehen und sagen: die (bzw. viele) Deutschen machen da den Fehler!

Ich fang hier jetzt auch nicht mit dem Thema Meinungsfreiheit oder so an, denn diese nutzen ja auch viele Menschen, die viel mehr rechtes Gedankengut haben als ich und auch bekennende Nazis als „Ausrede“. Außerdem ist dieser Blogeintrag schon lang genug – vielleicht versteht ihr jetzt auch meine Eingangs erwähnte Faulheit.

Und nun könnt ihr mir gern eure Meinung dazu kund tun.

Auf dünnem Eis (Lydia Benecke)

Am 27.6.2015 habe ich auf einem der Stammtische die ich regelmäßig besuche, das außerordentliche Glück gehabt mich ein wenig mit Lydia Benecke zu unterhalten. Sie ist nicht nur selbstständige Psychologin und Therapeutin, sondern auch menschlich sehr offen und sympatisch, warum ich auch vollkommen verstehen kann das sich viele ihr anvertrauen – wie sie in einem ihrer Bücher schreibt.

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Wie ihr am Titel dieses Beitrags sehen könnt, geht es heute um das erste ihrer Bücher „Auf dünnem Eis“, welches Lydia mir am besagten Tag zusammen mit ihrem zweiten Buch geschenkt hat, was mich natürlich riesig gefreut hat. Als Gegenleistung dafür habe ich beschlossen eine kleine Review zu schreiben. Leider hat es allerdings etwas länger gedauert das Buch, welches oben rechts abgebildet ist, durch zu lesen… ich denke aber dass das nicht weiter schlimm ist ^^

Aber nun genug um den heißen Brei geredet, kommen wir zum Inhalt des Buches. Wie der weitere Titel „Die Psychologie des Bösen“ erahnen lässt, wird in dem Buch dem Bösen im Menschen auf den Grund gegangen. Denn nicht nur Mörder, Vergewaltiger und Psychopathen sind böse, nein in jedem von uns steckt etwas böses! Und dieses Buch beweist es, denn nach der Lektüre wird man sich wohl überlegen müssen, wie man gut und böse definiert.

Ich habe ja bereits erwähnt, wie sympatisch die Autorin privat rüber kommt und genau diese Sympatie lässt sie auch im Buch einfließen. So können sich auch Menschen, die nie die Gelegenheit hatten sich mit ihr zu unterhalten ein Stück weit ein Bild von ihr machen. Dies dürfte vor allem denjenigen helfen, die im Grunde genommen ein wenig Angst vor der Thematik des Buches haben.

Da ich selbst aber zu den Menschen gehöre, die sich gern mit Dingen und Themen beschäftigen, die für andere Menschen eher unheimlich sind, habe ich mich mit Freuden an das Buch gesetzt. Was btw. schon ziemlich komisch klingt, da mein Onkel mir immer vorgehalten hat, ich hätte Schwierigkeiten damit anderen Menschen gegenüber Emotionen zu zeigen. Diese Meinung teilen auch ein paar andere aus meinem Bekanntenkreis mit ihm und wieder andere behaupten das absolute Gegenteil.

Warum ich das jetzt erzähle? Nun laut dem Buch haben es auch viele psychopatische Menschen nicht leicht Gefühle zu zeigen, da sie einfach „weniger“ fühlen als andere Menschen. Dies bedeutet jetzt aber nicht, dass hier eine Psychopathin sitzt und eine Review schreibt. Nein. Im Grunde genommen hat jeder Mensch eine kleine Macke oder Dinge erlebt, die einem Psychopathen zugeschrieben werden können.

Denn auch wenn die Autorin zum Einstieg ins Buch den „Fall Rodney“, wie ich es jetzt mal nenne, erzählt, so klärt sie im Laufe des Buches den guten Leser darüber auf, das Psychopathen keine unheilbar kranken Monster sind, die nur vom Drang zu töten angetrieben werden.

Im Gegenteil, die meisten „nicht kriminellen Psychopathen“, wie sie sie nennt werden selten als solche enttarnt und sie begehen auch niemals oder besser äußerst unwahrscheinlich Morde, da die Konsequenzen einfach zu groß sind. Auch dies wird klar und deutlich rüber gebracht.  Außerdem wird in Kapitel 3 der Knastaufenthalt/ -alltag erzählt. Und das auf äußerst Humorvoll und doch ernst zu nehmende Weise.

Des weiteren bringt sie einem die Denkweise psychopatischer Menschen ein wenig näher, so das man im Laufe des Buches zwar das ein oder andere Schaudern erleben wird/darf/kann, man aber am Ende etwas dazu gelernt hat und vielleicht sogar mit einigen Klischees abrechnen kann.

Ich formuliere das jetzt so, da jeder Mensch anders auf die Dinge im Buch reagiert und da ich bei einigen Textstellen auch schon anders reagiert habe, als mein Freund, kann ich nur jedem empfehlen einmal selbst ein Blick in das Buch zu werfen! Meine Mom hat es sich btw. gleich am Freitag von mir ausgeliehen und war schon vom Vorwort des Buches tierisch begeistert…

Also schaut au jeden Fall mal rein! Und ganz ehrlich gesagt finde ich die 14,99€, die das 352 Seiten starke Buch kostet wirklich fair und lohnenswert. Wen ich jetzt überzeugt habe, der kann z.B. via Amazon einen Blick hinein werfen ^.~

Eine Bitte an die Toleranz und Akzeptanz

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich u.a. auch eine eigene Homepage führe, die ich allerdings kaum noch bearbeite, da  ich mehr Zeit in andere Dinge (wie z.B. diesen Blog) investiere. Auf besagter Homepage habe ich vor einigen Jahren folgenden Text online gestellt zum Thema Toleranz und Akzeptanz:bat_bar

Die Gothic Szene ist eine der größten Jugendkulturen* Deutschlands mit über 50.000 Anhängern (sehr locker gesehen). Wie viele andere Jugendkulturen reizt sie durch ihren inneren Zusammenhalt, während gleichzeitig eine Abgrenzung zur Elterngeneration möglich ist. Viele Jugendliche nutzen die Szene um etwas neues auszuprobieren und dadurch werden einzelne Elemente stark kommerzialisiert. Der starke Zulauf von Mitläufern macht es auch manchen Alteingesessenen Szenegängern schwer, nicht als unecht zu gelten. Daher wird auch die Sehnsucht nach „den alten Zeiten“ und der „wahren Toleranz“ immer mehr.

Abgesehen von diesen typischen Szeneproblemen (die es auch in anderen Szenen gibt) ist die Szene jedoch relativ friedlich gegenüber Szene-Mitglieder und anderen Mitmenschen. Die Szene bezeichnet sich zwar als toleranteste, aber das tun alle Szenen und selbst Menschen außerhalb einer Szene. In den meisten Internetforen wird dieses Thema gern auch einmal „totdiskutiert“ und daher kann man sagen, dass die Zugehörigkeit zur Szene nichts mit der Toleranz oder Intoleranz der einzelnen Person zu tun hat.
Für diejenigen, die sich für die Szene als Lebenseinstellung entschieden haben – also den „echten“ Szenegängern – zieht diese Entscheidung private, schulische und berufliche Konsequenzen mit sich. Denn von der Allgemeinbevölkerung wird die Szene trotz ihrer starken Kommerzialisierung immer noch als unnahbar, elitär, wirklichkeitsfremd und teilweise gefährlich angesehen.

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*Jugendliche sind meist auf der Suche nach etwas neuem, deswegen hat die Szene über diese den meisten Zulauf. An sich hat die Szene keine Altersgrenze und daher ist der Begriff „Jugendkultur“ nicht immer passend.bat_bar

Ich weis, dass dieses Thema ein sehr heikles ist und daher würde ich euch bitten, wenn ihr Verbesserungsvorschläge für den in Lila geschriebenen Text habt, mir diese in Form eines Kommentars da zu lassen.

Das ich gerade jetzt das Thema wieder raus krame ist aktuellen Geschehnissen zu verdanken, die mich gerade beschäftigen. Denn obwohl es innerhalb der Szene und gerade auf Festivals wie dem Mera Luna vom vergangenen Wochenende sehr tolerant zugeht, so kann ich es nicht verstehen, warum Familien dies nicht auch sein können.

Ich meine, ich habe mit meiner Mom anscheinend sehr großes Glück gehabt, denn sie hat mich schon immer unterstützt bei dem was ich tue, aber wenn ich mir so das Verhältnis von anderen anschaue…

Gerade Familien die auf dem Land leben scheinen arge Probleme damit zu haben, wenn ein Familienmitglied in Schwarz rum läuft. Ehrlich gesagt, finde ich es sogar richtig traurig, wenn die eigenen Eltern gegen einen wettern und einen runter machen wo es nur geht. Ich habe zwei Extremfälle sogar unter meinen Freunden. Bei einem der beiden Fälle ist es sogar so weit gekommen, dass besagte Person die schwarzen Klamotten versteckt hält und sich auch heimlich umzieht, um sich mit Freunden zu treffen.

Wenn dann doch mal ein Foto auf FB auftaucht, wird diese Person dort mehr oder weniger öffentlich von den eigenen Eltern dermaßen runter gemacht, dass es schon weh tut, nur dabei mit zu lesen. bat_barFast genau so schlimm ist es, wenn einem die Freunde malig geredet werden, indem man zwar in Hörweite einfach nur freundlich zu den freunden ist, aber sobald diese nicht mehr in der nähe sind werden sie schlecht geredet wo es nur geht, so dass die Person, die besagte Freunde hat über kurz oder lang entweder den Kontakt zu den Freunden abbricht oder den Kontakt zur Familie dünner werden lässt.

Ich selbst war sowohl schon des öfteren in der Situation besagter Freunde, als auch in der Rolle der Person um dessen Freunde es ging. Wegen letzterem kann ich auch partout nicht ab jemanden unter solchen Situationen leiden zu sehen. Denn egal wie man es dreht und wendet Leidtragende sind dann immer die Kinder der Eltern die mit dem, wie sich ihre Kinder oder deren Freundeskreis entwickeln, nicht zufrieden sind.

Mich beschäftigt sowas immer einige Zeit, denn ich verstehe einfach nicht, warum man sich nicht einfach mal zusammensetzen kann und in Ruhe über „das Problem der Szenezugehörigkeit“ spricht. Denn wenn man es nicht tut, ist es kein Wunder dass auch Gerüchte von ewig traurigen, melancholischen oder gar suizidal veranlagten Gruftis teilweise erfüllt werden.bat_bar

Intolerante Eltern sind meist der Grund, warum der Familienzusammenhalt gestört oder gar zerstört wird. Also seht diesen Blogeintrag als Bitte an.

Diejenigen, die mich persönlich kennen und von einer dieser Situationen betroffen sind, sollten wissen das sie gemeint sind – und wenn ein Elternteil der hier ananonymisierten Personen das hier lesen sollte, dann Bitte, Bitte redet miteinander!

Auch alle anderen, die von solchen Problemen oder ähnlichen betroffen sind, bitte ich darum miteinander zu reden. Denn Gefühle wie Trauer und Wut sind in dem Zusammenhang nicht nur äußerst negative Energien, die zerstören können, sondern sind meist viel zu intensiv um ihnen Herr zu werden…