Blog-Archive

Lydia und die Sadisten

Nachdem ich nach dem Eintragsreichen Oktober nun schon eine mehr oder weniger längere „Pause“ eingelegt habe, melde ich mich nun zurück mit einem kleinen Beitrag aus meinem Leben… oder so ähnlich, denn ich habe meine Mutter am 15. November zu einer Lesung eingeladen- ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von mir an sie.

DSCN0368

Wie ihr vielleicht schon am Titel Ablesen oder anhand des Fotos sehen könnt, so handelte es sich bei der Lesung um eine von Lydia Benecke zu ihrem aktuellen Buch „Sadisten: Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben“ (oder kurz Sadisten).

Das ich menschlich von der guten Frau schon tierisch begeistert bin, habe ich ja bereits in der Rezension zu ihrem ersten Buch – „Auf dünnem Eis“, geschrieben. Und genau so menschlich ist sie an das Thema heran gegangen, was das sonst eher schwer zu verdauende Thema leichter zugänglich gemacht hat. So konnten sicher auch Menschen, die keinen schwarzen Humor besaßen, an dem Abend doch das ein oder andere Mal schmunzeln.

Ich persönlich musste am meisten Lachen, als Fity Shades of Grey mit Twillight und dem Disney Klassiker die Schöne und das Biest verglichen worden sind. Wie diese drei genauer zusammenhängen, werde ich nicht näher erläutern, denn dafür sollte man schon zu einer von Lydias Lesungen gehen. Denn ich halte es genau so wie sie mit Fotos für den Abend: Während der Lesung keine Fotos, nicht für Puplikationen, noch für Private Zwecke.

Heißt im Klartext, ich werde nicht viel vom Inhalt der Lesung schreiben, aber meine Eindrücke dazu berichten. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sie stark mit dem Publikum interagiert hat, auf Fragen eingegangen ist und trotzdem nie den roten Faden verloren hat. So hat sie alle Punkte, die zuvor bei der Facebook Veranstaltung in der Beschreibung standen genau abgeklappert:

– Was unterscheidet die einen von den anderen Sadisten?
– Welche Bedürfnisse treiben sie an?
– Was macht ihre Persönlichkeit aus?
– Welche Partner suchen sie sich?
– Wodurch werden sie so, wie sie sind?

Desweiteren hat es mir gut gefallen, dass auch jemand wie meine Mutter, die „Sadisten“ noch nicht gelesen hat wunderbar hätte mitreden können (wenn sie sich getraut hätte) und auch den schwarzen Humor konnte sie gut nachvollziehen, da sie ja im Altenpflegebereich selbst immer wieder mit unschönen Sachen konfrontiert wird und so eine gewisse Art von Galgenhumor entwickelt hat.

In wie weit sie noch etwas in ihrem Blog dazu schreibt, weis ich aktuell nicht, aber genau so wie ich sie ermutigt habe sich ein Autogramm zu holen bzw. sich ihre nun eigenen Exemplare der Bücher signieren zu lassen, so werde ich sie auch versuchen zu ermutigen ein wenig etwas darüber zu schreiben. Schließlich ist sie ein großer Fan von Lydia.

Außerdem finde ich nach wie vor, dass sich doch mehr Menschen mit der Thematik aus Lydias Büchern beschäftigen sollten, die wirklich gut geschrieben sind. Daher kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen selbst einmal eine Lesung von ihr zu besuchen. Und wer Subway to Sally mag. der wird dann nicht nur mit einigen Erkenntnissen und Eindrücken nach hause gehen, sondern – wie ich – auch nen ordentlichen Ohrwurm mitnehmen 😉

 

Auf dünnem Eis (Lydia Benecke)

Am 27.6.2015 habe ich auf einem der Stammtische die ich regelmäßig besuche, das außerordentliche Glück gehabt mich ein wenig mit Lydia Benecke zu unterhalten. Sie ist nicht nur selbstständige Psychologin und Therapeutin, sondern auch menschlich sehr offen und sympatisch, warum ich auch vollkommen verstehen kann das sich viele ihr anvertrauen – wie sie in einem ihrer Bücher schreibt.

DSCN0137

Wie ihr am Titel dieses Beitrags sehen könnt, geht es heute um das erste ihrer Bücher „Auf dünnem Eis“, welches Lydia mir am besagten Tag zusammen mit ihrem zweiten Buch geschenkt hat, was mich natürlich riesig gefreut hat. Als Gegenleistung dafür habe ich beschlossen eine kleine Review zu schreiben. Leider hat es allerdings etwas länger gedauert das Buch, welches oben rechts abgebildet ist, durch zu lesen… ich denke aber dass das nicht weiter schlimm ist ^^

Aber nun genug um den heißen Brei geredet, kommen wir zum Inhalt des Buches. Wie der weitere Titel „Die Psychologie des Bösen“ erahnen lässt, wird in dem Buch dem Bösen im Menschen auf den Grund gegangen. Denn nicht nur Mörder, Vergewaltiger und Psychopathen sind böse, nein in jedem von uns steckt etwas böses! Und dieses Buch beweist es, denn nach der Lektüre wird man sich wohl überlegen müssen, wie man gut und böse definiert.

Ich habe ja bereits erwähnt, wie sympatisch die Autorin privat rüber kommt und genau diese Sympatie lässt sie auch im Buch einfließen. So können sich auch Menschen, die nie die Gelegenheit hatten sich mit ihr zu unterhalten ein Stück weit ein Bild von ihr machen. Dies dürfte vor allem denjenigen helfen, die im Grunde genommen ein wenig Angst vor der Thematik des Buches haben.

Da ich selbst aber zu den Menschen gehöre, die sich gern mit Dingen und Themen beschäftigen, die für andere Menschen eher unheimlich sind, habe ich mich mit Freuden an das Buch gesetzt. Was btw. schon ziemlich komisch klingt, da mein Onkel mir immer vorgehalten hat, ich hätte Schwierigkeiten damit anderen Menschen gegenüber Emotionen zu zeigen. Diese Meinung teilen auch ein paar andere aus meinem Bekanntenkreis mit ihm und wieder andere behaupten das absolute Gegenteil.

Warum ich das jetzt erzähle? Nun laut dem Buch haben es auch viele psychopatische Menschen nicht leicht Gefühle zu zeigen, da sie einfach „weniger“ fühlen als andere Menschen. Dies bedeutet jetzt aber nicht, dass hier eine Psychopathin sitzt und eine Review schreibt. Nein. Im Grunde genommen hat jeder Mensch eine kleine Macke oder Dinge erlebt, die einem Psychopathen zugeschrieben werden können.

Denn auch wenn die Autorin zum Einstieg ins Buch den „Fall Rodney“, wie ich es jetzt mal nenne, erzählt, so klärt sie im Laufe des Buches den guten Leser darüber auf, das Psychopathen keine unheilbar kranken Monster sind, die nur vom Drang zu töten angetrieben werden.

Im Gegenteil, die meisten „nicht kriminellen Psychopathen“, wie sie sie nennt werden selten als solche enttarnt und sie begehen auch niemals oder besser äußerst unwahrscheinlich Morde, da die Konsequenzen einfach zu groß sind. Auch dies wird klar und deutlich rüber gebracht.  Außerdem wird in Kapitel 3 der Knastaufenthalt/ -alltag erzählt. Und das auf äußerst Humorvoll und doch ernst zu nehmende Weise.

Des weiteren bringt sie einem die Denkweise psychopatischer Menschen ein wenig näher, so das man im Laufe des Buches zwar das ein oder andere Schaudern erleben wird/darf/kann, man aber am Ende etwas dazu gelernt hat und vielleicht sogar mit einigen Klischees abrechnen kann.

Ich formuliere das jetzt so, da jeder Mensch anders auf die Dinge im Buch reagiert und da ich bei einigen Textstellen auch schon anders reagiert habe, als mein Freund, kann ich nur jedem empfehlen einmal selbst ein Blick in das Buch zu werfen! Meine Mom hat es sich btw. gleich am Freitag von mir ausgeliehen und war schon vom Vorwort des Buches tierisch begeistert…

Also schaut au jeden Fall mal rein! Und ganz ehrlich gesagt finde ich die 14,99€, die das 352 Seiten starke Buch kostet wirklich fair und lohnenswert. Wen ich jetzt überzeugt habe, der kann z.B. via Amazon einen Blick hinein werfen ^.~