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Dienstagsgedudel: Witchcraft

Lange habe ich mir keine Zeit mehr für ein Dienstagsgedudel genommen und somit wird es höchste Zeit, dies wieder zu tun. Vor allem weil ich in meinem vorletzten YouTube Video die Band Witchcraft angesprochen habe, ist es umso wichtiger sich nun mal wieder die Zeit zu nehmen!

Witchcraft ist eine schwedische Band und wurde 2000 von Magnus Pelander (der erste von links auf dem Bild) gegründet, um ein Album aufzunehmen, welches ein Tribut an die Band Pentagram darstellen sollte. 2002 veröffentlichten sie ihre erste Single No Angel or Demon bei Primitive Art Records. Kurz darauf wurden sie von Rise Above Records unter Vertrag genommen, wo schließlich 2004 ihr Debütalbum mit dem Titel Witchcraft erschien. 2005 folgte dann ihr zweites Album Firewood. Anfang 2006 sollten sie auf Tour mit Monster Magnet gehen. Diese fiel jedoch aufgrund von Drogenproblemen des Monster-Magnet-Frontmanns Dave Wyndorf aus. Im Herbst folgte jedoch eine US-Tour und im Oktober 2007 erschien schließlich ihr drittes Album The Alchemist.

Danach wird es erst einmal ruhig, um fünf Jahre später, also 2012, unter der Flagge von Nuclear Blast erneut ein Album zu veröffentlichen, mit dem Titel Legend. Und 2016 brachte die Band dann das Album Nucleus heraus. Aus dem letzten Album kommt auch der Song, der mir bei meiner Recherche zu dem oben erwähnten Video unter die Füße gekommen ist und der mir seitdem gerne im Kopf rumspukt:

Viel mehr gibt es zu der Band auch (noch) nicht zu erzählen, außer dass sie musikalisch die Bandbreite von von Heavy Metal über Doom Metal und Psychedelc Rock bis Classic Rock, abdecken. Und meiner Meinung nach ist die Band allgemein viel zu unbekannt, dafür dass sie immerhin schon seit 17 Jahren besteht!

Nun bin ich gespannt, was ihr von der Band haltet, schreibt mir eure Meinung gerne als Kommentar hier drunter! ^^

Dienstagsgedudel: Nachtblut

Heute stelle ich euch zur Abwechslung mal keine japanische, sondern eine deutsche Band vor. Nämlich die deutsche Metal Band Nachtblut.

Bei dieser Band kann ich mit fug und Recht behaupten, dass ich sie von Beginn an bis heute beobachtet habe, denn damals zu Zeiten in denen MySpace die wichtigste Plattform neben SchülerVZ und co. war, schrieb mich Sänger und Bandgründer Askeroth bei MySpace an und fragte ob ich ihm meine Meinung zu seiner neu gegründeten Band Nachtblut mitteilen würde. Diese Frage liegt nun schon etwas über 10 Jahre zurück und damals gab es die Band auch nur über MySpace zu hören. Denn es hieß lange Zeit, dass sie keine CDs raus bringen wollen würden, weil das fast schon zu Kommerz sei und die Band nicht mit ihren Texten gegen die Gesellschaft gehen wollen würde.

Da die damals fünfköpfige Band aber zwei Jahre nach ihrer Gründung merkte, dass die Reichweite bei MySpace noch nicht reichte, brachten sie in Eigenregie ihr erste Album Das erste Abendmahl heraus, welches so begeistert abgenommen wurde, dass 2011 ein Vertrag beim Label Napalm Records folgte. Dort steigerte sich die Beliebtheit und Bekanntheit der Band bis heute.

Für mich selbst war das Unterzeichnen der Band bei dem Label in der Hinsicht ein Highlight, dass eines meiner Lieblingslieder endlich ein Musikvideo bekam und zwar der Song Antik.

Mehr kann ich euch so aus dem Ärmel geschüttelt nicht erzählen über die Bandgeschichte. Darum komme ich nochmal auf die Texte der Band zu sprechen. Denn es gibt einige die behaupten das man einen starken Rammstein Einfluss heraushören könnte. Doch ich finde nicht, dass die beiden Bands musikalisch zu vergleichen sind. Und nur weil man thematisch auf bestimmte Missstände in der Gesellschaft aufmerksam macht, ist man nicht gleich zu setzen mit der bekanntesten Band Deutschlands.

Da die Band außerdem in einigen Liedern auch gegen die Kirche vorgegangen ist, wurde ihr auch zeitweise unterstellt einen satanischen Hintergrund zu haben – ein Klischee von vielen Metal Bands. Auch meine Mom war eine Zeit lang der Meinung und sagte mir sie würde sich Sorgen machen, bei dem was ich da teilweise höre, und das obwohl sie schon einiges von mir gewohnt war. Das ich den 2012 erschienen Song Ich trinke Blut wiederum auch absolut genial finde, hat sie weder gewundert, noch gestört. In dem erwähnten Song wird übrigens getrickst, was den Text angeht. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten wie man diesen Song auslegen kann.

Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich die Band gerade wegen ihrer kritischen Texte besonders mag und auch weil alles für mich stimmig ist. Ich weis zwar, dass Metal, insbesondere melodischer Dark Metal, den diese Band laut Wiki macht, nicht für jeden meiner Leser ansprechend ist. Aber dennoch würde mich interessieren was ihr denn so von dieser Band haltet. Schreibt es mir doch in die Kommentare! ^^

12 Jahre girugamesh (ギルガメッシュ)

Heute gibt es von mir ein ganz besonderes Dienstagsgedudel, nämlich zu der Band, die mich quasi mein halbes Leben lang begleitet hat und bei der ich letzten Sonntag das Konzert ihrer Abschiedstour besucht habe. Ja, die Band wird sich nach Beendigung der chimera Tour auflösen, aber dazu kommen wir später.

girugamesh (ギルガメッシュ) ist übrigens die einzige Band, die ich noch nach meiner Zeit in der Visual Kei Szene stetig verfolgt habe, weshalb die heutige Bandvorstellung ein wenig lang ausfallen könnte und auch eine sehr persönliche Note aufweist. Trotzdem viel Spaß beim Lesen!

Dies hier ist ein recht altes Foto der Band, zu sehen sind hier von links nach rechts: Gitarrist Nii, Sänger Satoshi, Drummer Яyo, und Bassist Shu.

Gegründet wurde die Band 2003 wurde in der Kantō Region Japans, in der Nähe von Tokio. Anfangs hatte girugamesh jedoch keinen Sänger. Versuche mit Supportsänger TOSHIYA oder dem ersten festen Sänger Cyrien, sind früh gescheitert. Erst mit Satoshi fand man einen passenden Sänger. Auch der zweite Gitarrist  Hotaru, ging noch bevor die Band überhaupt wirklich aktiv wurde. Dies geschah nämlich erst knapp ein Jahr später im März 2004.

Am 24. März war ihr Debüt in der Motoyawata ROUTE 14, wobei sie parallel dazu ein Demotape veröffentlichten, was jedoch auf sehr wenige Pressungen limitiert war. Es folgten weitere Auftritte bis sie im August gleich zwei CDs kostenlos auf einmal verteilten. jelato und Sakaurami gaben einen Vorgeschmack auf ihre erste Single „Kaisen Sengen“ -Kikaku-gata Enban-, welche am 15. August erschien. Die Single musste 2 Monate später noch einmal nachgepresst werden und erschien in zweiter Version mit einem Extrasong.

Ende des Jahres folgte noch die Single „Kuukyo no Utsuwa“ -Kyosaku-gata Enban-, wobei auch diese nachgepresst werden musste. Im Februar 2005 ging es erstmal auf kleine Wintertour, wobei das finale Konzert im bekannteren Meguro Rock May Kan stattfand. Im März folgte dann eine besondere Live-DVD, wo Konzertmitschnitte von Phantasmagoria, Vidoll und auch girugamesh zu finden waren. Highlight im Frühjahr war auch ihr Two-Man mit Marusa am 15. April, woraufhin am 20. April eine gemeinsame CD namens Senyuu Kyoutou Uta folgte.

Vom guten Start in das Jahr beflügelt, folgte das erste Mini-Album Goku -Shohan-gata Enban- am 25. Mai, welche ebenfalls schon im Folgemonat nachgepresst werden musste. Von Mai bis Juli ging es dann auf eine groß angelegte Tour. Das Finale Konzert dieser Tour war nicht nur ausverkauft, sondern auch das erste One-Man der Band, ein doppeltes Highlight. Im Herbst erschien ihre Single Fukai no Yami -Meikyou-gata Enban-. Halloween veröffentlichten sie zwei Singles: Honnou Kaihou -Kakusei-gata Enban- und Risei Kairan -Ranchou-gata Enban-, bevor sie entspannt ins neue Jahr starteten.

2006 startete ein wenig ruhiger, wobei im Frühjahr ihre erste One-Man-Tour stattfand und im April auch eine neue Single auf den Markt geworfen wurde. Nach dieser ging es ins Tonstudio, um endlich das erste Album 13’s reborn, zu produzieren, mit dem sie Ende Juli zurückkehrten. Im Herbst folgte darauf wieder eine größere Tour, wobei es dieses Mal auch ins Ausland ging.  Nach dieser Tour waren sie Anfang 2007 auch Teil des „JRock Revolution Festivals“ in Amerika, gefolgt von der Teilnahme am J-Shock 07 in Köln.

Sie kehrte einige Zeit später nochmal nach Deutschland zurück, um beim „Asia Pacific Festival“ in Berlin Teilzunehmen. Im Großen und Ganzen war 2007 aber fast nur ein Livejahr geworden. Ende des Jahres, am 26. Dezember 2007 erschien noch ihr Album girugamesh, welches eines meiner absoluten Favoriten ist unter anderem wegen dem Song kowareteiku sekai, welcher mich doch stark beeinflusst hat. Im Jahr 2008 machte die Band genauso weiter, wie das Jahr zuvor und traten fast nur Live auf und brachten kaum Veröffentlichungen auf den Markt. Immerhin verschlug es girugamesh so auf Konzerte nach Paris, London, Stockholm und Helsinki.

Im Sommer waren sie auch Gäste auf WACKEN, womit ich selbst ehrlich gesagt nie gerechnet hatte. Im November erschien ihr drittes Album MUSIC, woraufhin es auf Crazy Tour 08-09 ging. Angefangen in Japan 2008, endete die Tour in Europa Anfang 2009. Im Sommer fand eine weitere Tour statt, wobei parallel dazu endlich wieder eine Single folgte. Im Juni erschien Alive, gefolgt von der DVD Crazy Crazy Crazy, von ihrer Crazy Tour. Nach den Sommerkonzerten erschien dann Anfang August noch die Single Border, für die auch das obige Foto entstand, und einige Zeit später am 7. Oktober folgte die Single Crying Rain. Ende 2009 gab es dann wie gewohnt ihr nächstes Album Now, wobei vor allem die DVD keine Wünsche übrig ließ. Genau um diese Zeit rum realisierte ich das erste Mal wirklich, dass diese Band definitiv meine Lieblingsband war und darum war ich auch extrem happy darüber, als ich 2010 zum Geburtstag den Band Hoddie geschenkt bekommen habe:

Während ich mich also mega über dieses Geschenk freute, tourte die Band 2010 wieder fleißig live durch Japan. Weshalb es in dem Jahr auch nur zwei Single realeases Color und Inochi no Ki. Zwischen den Releases war die Band auf Tour über den Sommer beschäftigt. Ende des Jahres sollte ihr Album GO erscheinen, es verzögerte sich jedoch und erschien dafür im Januar 2011. Dafür wurde dieses aber umso mehr gefeiert bei den Fans. Neben einer großer Anzahl an Liveauftritten hatte girugamesh im Sommer 2011 ihre erste richtige Welttour, die größtenteils komplett ausverkauft war. Danach waren sie auch beim V-Rock Festival 2011 anzutreffen. Anfang 2012 erschien eine lang erwartete DVD der Band und im Sommer die Single Zantetsuken. Von der ich allerdings das Musikvideo nicht ganz so gelungen fand…

Zugegeben ab 2012 wurde es für mich ein wenig schwierig den Aktivitäten der Band zu folgen, da ich 1. mit dem Beginn der Ausbildung so einiges um die Ohren hatte und zweitens verstand ich das „SADISTIC YEAR 2012 Special“ nicht so ganz. Erst Anfang 2013 war mir dann klar, das es sich um eine spezielle Tour der Band durch Japan handelte, welche sie veranstaltete um genug Zeit zu haben fürs Tonstudio, denn 2013 erschien erst die Single Incomplete und im November des Jahres das neue Album Monster, mit dem girugamesh dann auch im Anschluss auf Welttour ging. Dabei spielten sie u.a. auch im ausverkauften Lido in Berlin. Im Anschluss an diese Tour gab es 2014 wiederum ein weiteres Album mit dem Titel Live Best, welches zugleich auch das erste Best-Of der Band war.

Ein halbes Jahr nach diesem Album erschien das Mini-Album gravitation, welches fast an mir vorbei gegangen wäre, da ich mich zu der Zeit mit ganz anderen Dingen beschäftigen musste, die allerdings jetzt nicht hier her gehören. 2015 tourte die Band dann mal wieder durch Asien und spielten auch den ein oder anderen One-Man in ihrem Heimatland.

Im Januar dieses Jahres brachten girugamesh dann das Mini Album chimera heraus und gaben auch recht früh die Tourdaten für die gleichnamige Tour bekannt. Schon da habe ich mit meinem Hamster aus gemacht, dass wir unbedingt auf eines der Konzerte in Deutschland gehen müssten – und so ging es für uns letzen Sonntag nach Berlin ins Lido, in dem girugamesh 2 Jahre zuvor bereits gespielt hat.

Ich habe mich wirklich tierisch gefreut, als ich die Karten für das Konzert in der Hand hielt, so kam ich endlich auch mal in den Genuss die Band live zu sehen. Dass dieses Konzert das erste und letzte ist,welches ich von dieser Band sehen würde, ahnte ich da noch nicht. Dementsprechend geschockt war ich, als die Nachricht die Runde machte, dass sich die Band nach Beendigung der Tour auflösen würde. Und ich kann es immer noch nicht fassen….

Jedoch bin ich darum umso glücklicher, dass ich girugamesh wenigstens einmal live erleben konnte und ich nicht wie bei so manch anderer Band einfach nur via Internet Videos von Auftritten anschauen konnte. Da ich allerdings damit beschäftigt war zu feiern und der unglaublichen Hitze stand zu halten, die im Lido herrschte, gibt es nur ein einziges Erinnerungsfoto von diesem Abend, welches mein Hamster für mich gemacht hat. Alles andere bleibt einfach eine unvergessliche Erinnerung ♥

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girugamesh fing als Visual Kei Band an und konnte dadurch eine solide Fanbase aufbauen und wurde sehr schnell auch außerhalb dieser Szene bekannt. Ihre Musik war trotz stetig wachsender Fangemeinde immer harter und trotzdem sehr eingängiger Rock bis hin zum Nu-Metal. Die Texte wurden überwiegend von Sänger Satoshi geschrieben und handelten nicht selten von Krieg, Gefängnis, Lügen und Betrug. Und trotzdem oder gerade deshalb und aufgrund der Tatsache, dass sie doch einen recht „soften Look“ an den Tag legten (für eine Visual Kei Band), waren sie sehr beliebt unter J Rock Fans.

Ich selbst bin sehr gespannt auf die Zukunft, denn auch wenn es die Band nicht mehr geben wird (und ja ich weine dieser Band tatsächlich nach!), so denke ich doch nicht, dass sich alle aus dem Musikgeschäft zurück ziehen werden. Яyo zum Beispiel hat in letzter Zeit teilweise echt aufsehen erregt mit den Coversongs, die er auf seinem YouTube Channel hochläd…

 

Dienstagsgedudel: Schwarzer Engel

Es gab mal wieder seit Monaten kein Dienstagsgedudel und darum gibt es heute eine Band, die sich einer meiner Leser gewünscht hat. Die Rede ist von der Stuttgarter Band Schwarzer Engel. Diese wurde zwar bereits 2007 von Sänger Dave Jason gegründet, aber erst 2010 stand das erste Album in den Startlöchern.

Dieses Bandfoto hier stammt von COUCH-CONCERT.COM und ist auf dem Mera Luna 2015 entstanden. Wenn man genauer hinschaut, kann man sogar meinen Hamster und mich in der Menge erkennen (direkt neben dem Kopf des blonden Drumers). Das es keine „Studiofotos“ der kompletten Band gibt, liegt wohl daran das die band ursprünglich als Soloprojekt gedacht war, nachdem Jason von einem überdimensionalen und bedrohlichen Engel träumte, der über eine Art verlassenes Schlachtfeld flog – was wohl auch den Namen der Band erklären dürfte.

Die restlichen Bandmitglieder Jens Lindmaier (Gitarre), Stefan Grießhammer (Gitarre), Bert Oeler – (Bass) und Carlo Schmidt (Drums), gehören rein zur Livebesetzung. Auch auch andere bekannte Künstler haben schon bei der Band gastiert u.a. El Friede (OOMPH!), Alexander Kaschte (Samsas Traum) oder Timon Birkhofer (In Strict Confidence). Musikalisch kann man Schwarzer Engel irgendwo bei Symphonic Dark Metal, Industrial, Gothic Metal und NDH einordnen.

Schwarzer Engel ist die absolute Lieblingsband meines Hamsters und so kam ich auch nicht drum rum die Band nicht nur schon öfters zu hören, sondern sie auch live zu sehen – nicht nur auf dem Mera 2015, sondern auch auf der Jubiläumstour von OOMPH! in Hamburg und dem Autumn Moon Festival in Hameln, wo ich auch dieses Bild von meinem Hamster und Dave Jason machte:

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Wie man also merkt, ist die heutige Bandvorstellung doch irgendwo recht persönlich und das obwohl ich Anfangs mit Erscheinen des ersten Albums, noch nicht wirklich warm wurde mit der Band. Damals war ich noch mit meinem Ex zusammen und er schlug mir schon damals vor (als ich gerade anfing einzelne Alben im Blog vor zu stellen), einmal über Apokalypse zu schreiben…

Damals wäre mein Urteil wohl vollkommen anders ausgefallen als heute, denn mit erscheinen des zweiten Albums Träume einer Nacht, etwa ein Jahr später, erschien auch das Lied, von dem ich bis heute extrem begeistert bin:

Außerdem lies ich mich inzwischen auch gern von der Begeisterung meines Hamsters anstecken und darum möchte ich diese Band auch unbedingt weiter empfehlen. Denn noch ist sie verhältnismäßig klein, was man daran merkt, dass Schwarzer Engel bis heute noch keine Headliner Tour gegeben hat. Was ich recht schade finde, denn man merkt besonders bei Liveauftritten, wie viel Herzblut und Arbeit in diesem Projekt steckt – und das sollte man meiner Meinung nach auch belohnen!

Wer nun also mehr von der Band erfahren möchte, der sollte unbedingt einmal einen Blick auf die Facebookseite werfen und wer weis, vielleicht sieht man hier einen Stern beim Aufstieg. Zu wünschen wäre es den Jungs auf jeden Fall!

Dienstagsgedudel: ALSDEAD (オルスデッド)

Mit ALSDEAD (オルスデッド) stelle ich euch heute mal eine japanische Visual Kei Band vor, die bis Ende letzen Jahres noch aktiv war und aktuell eine kleine Pause einlegt. Ich persönlich hoffe ja das es lediglich bei einer kurzen Pause bleibt, denn ich habe es auch schon oft genug mitbekommen, dass sich Bands nach der Pause auflösten, aber das ist ein anderes Thema…

 

Die Band ALSDEAD wurde im Dezember 2008 von MAKI, Shin, Reito und Setsua gegründet. Bis auf Reito waren alle Mitglieder bereits zusammen bei der Gruppe DICE&JOKER aktiv. Im Januar 2009 hatten sie ihr Livedebüt in Tokio und veröffentlichten die erste Single Violent of Reason. Es folgte bereits Ende Februar die zweite Single S.a.g.A.. Im Frühling und Sommer des Jahres spezialisierte sich die Gruppe auf kleinere Konzerte und Events im Raume Tokios, Nagoya und Osaka. Bereits im Mai 2009 hatte ALSDEAD so im Rahmen der „A-kon“ in Dallas ihren ersten Auftritt außerhalb Japans, gefolgt von der Teilnahme beim „Scuber Dive 09“ im August. Im September kehrte die Gruppe für 3 Konzerte nach Amerika zurück, dort spielten sie zusammen mit Satsuki. Im Oktober erschien dann auch die inzwischen dritte Single. Genau ein Jahr nach Gründung, am 29. Dezember 2009, hatte ALSDEAD ihr erstes One-Man. Anfang 2010 erschien ihre vierte Single Distrust, durch die dann auch ich auf die Band aufmerksam geworden bin, und sie gaben zusammen mit Megaromania und SaTaN ein außergewöhnliches Three-Man.

Im März 2010 verkündete die Gruppe ihren Wechseln zum GALAXY Label. Im selben Monat wurde aber auch ihr erstes Album angekündigt, welches den Namen ALSDEAD (sehr kreativ wie ich finde -.-) trug und dann Anfang Juni erschien. Am selben Tag sponserte die Gruppe auch ein besonderes Event an dem u.a. die Bands  BORN, Dali, Hi:BRiD und Para:noir teilnahmen. Zur Krönung des Jahres besuchte ALSDEAD im November dann auch zum ersten Mal Europa, wobei aber leider kein Konzert für die deutschen Fans gegeben wurde.

Im April 2011 erschien die Single Into the Void in Kombination mit mehreren Konzerten, die den Verkauf ankurbeln sollten. Im Juni wurde dann bekannt gegeben, dass Bassist Reito die Gruppe verlassen würde. Sein letzter Auftritt war am 12. August. Während die Band auf Suche nach einem neuen Bassisten ging, holte sie sich ab dem 16. August für den Support Yosuke dazu. Ende Oktober wurde dieser dann auch als komplettes Mitglied aufgenommen und beteiligte sich von nun an mit an den Vorbereitungen zum neuen Mini-Album MODALITY, welches am 29. Februar 2012 erschien. Außerdem nahmen sie mit Para:noir im Frühjahr an einem „J-ROCK EXPLOSION“ Event teil.

Am 11. Juli des selben Jahres veröffentlichte die Band eine neue Single mit dem Titel FLASH BACK. Dies war das erste Release der Band, welches gleichzeitig als reguläre und limitierte Edition in den Handel kam. Beide Varianten umfassen die beiden Songs FLASH BACK und 404 . Die reguläre Version hat zudem noch den Bonustrack Saigo no uso im Gepäck. Die limitierte Edition bietet statt eines dritten Songs eine DVD mit dem Musikvideo zu FLASH BACK. Nach einem ähnlichen Prinzip wurde dann gegen Ende 2012 eine weitere Single mit dem Titel Puzzle heraus gebracht. Das zweite Album der Band folgte knapp ein halbes Jahr später, am 24. April 2013. Es heißt Separator und ist ebenfalls in einer regulären Version und einer Limited Version mit DVD Part auf dem Markt erschienen.

Wie bei vielen anderen Bands merkt man auch hier wieder, das ich mich irgendwann aus der deutschen Visual Kei Szene zurück gezogen habe, denn ich verfolgte die Aktivitäten der Band zwar vergleichsweise lang, jedoch immer sporadischer. Darum war ich recht verwirrt, als ich vor kurzem las, das Schlagzeuger Setzuna die Band verlassen hatte.

Laut JameWorld tat er dies am 12. Januar 2014, nach dem letzen der Japan-Tour im Shibuya. Er soll sich dazu entschlossen haben, da er neue Wege des musikalischen Ausdruckes finden wollte. Fünf Jahre lang war ein aktives Mitglied von ALSDEAD, weshalb mich das auch recht verwundert hat und laut seiner eigenen Aussage fiel es ihm auch sehr schwer die Truppe zu verlassen.

Die nächste Info die ich aufschnappte, war das die Band es trotzdem geschafft hat im Oktober 2014 ihr 3. Album IDEA zu veröffentlichen. Wenn man sich desweiteren die News der offiziellen Homepage anschaut, war die Band nach Veröffentlichung dieses Albums noch etwa ein Jahr aktiv und hatte auch noch ein One-Man mit dem Titel „Born To Be Dead : ch2“.

ALSDEAD fiel in der Visual Kei Szene vor allem wegen ihrem starken und qualitativ recht hochwertigen Sound schnell auf. MAKI Stimme hat dabei das Gefühl vermittelt, vollkommen verzweifelt zu sein und dem ganzen eine recht harte Atmosphäre gegeben. Das wiederum wurde aber auch zum Markenzeichen der Band und hat mit zum schnellen Erfolg beigetragen. MAKI war es auch, der den Großteil der Texte und Musik der Band schrieb und damit den Kern der Gruppe bildete, was jedoch nicht bedeuten soll, dass die anderen Mitglieder nicht auch ihren Beitrag hatten, denn ALSDEAD funktionierte so gut, weil hier eine gute Harmonie zwischen den einzelnen Instrumenten zu hören war/ist/sein wird.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bands aus dem Visual Kei Bereich habe ich deren Werdegang relativ lange verfolgt und fand es in gewisser Weise gemein, dass sie ausgerechnet kurz vor meinem Geburtstag letzten Jahres ihre Pause bekannt gaben… ich weis die Band kann nicht wissen wann ich Geburtstag habe, aber ich fand den Zufall trotzdem irgendwo gemein (;*´Д`)ノ

Dienstagsgedudel: exist†trace

Inzwischen ist es mir auch schon aufgefallen, dass mein Blog mal wieder sehr Japan latig ist. Nichts desto trotz stelle ich euch heute mit exist†trace wieder eine japanische Band vor…

exist†trace ist eine der wenigen rein weiblichen Visual Kei Bands Japans. Gegründet wurde sie am 15. Juni 2003 von Jyou, Miko, Naoto und Mari. Ihren ersten Liveauftritt hatten sie am 28. Dezember 2003, gefolgt von ihrem ersten Demotape im Februar 2004. Hai no yuki wurde gratis auf ihrem Konzert damals verteilt. Irgendwann im Laufe des Märzes kam Omi als zweite Gitarristin hinzu und die 5 köpfige Band war komplett. Erste Konzerte mit ihr waren im April, im Juni folgte die zweite Demosingle Kokumu. Es folgten 2005 mehrere Konzerte bevor sie ihre erste Single ambivalence am 26. August veröffentlichten. Bis Ende 2006 sollten noch 2 weitere Singles folgen, welche mit dazu beitrugen, exist†trace eine steigende Menge an Fans zu ermöglichen. Sie waren Ende 2006 zudem Teil des „Meguro Rock May Can von Sequenz Records“, wobei die dazugehörige DVD im März 2007 noch erschien.

Im Juli 2007 erschien zudem das erste Live-Mini-Album der Band Demented Show 20070715. Ende des Jahres schoben sie noch eine zweite Pressung ihres Mini-Albums Annunciation hinterher (ohne DVD Part in Form des Musikvideos zu Judea) und schlossen das Jahr als Teil der Silvestershow von „Sequence Records“ ab.

Im Frühjahr war die Band Teil eines Events von L’eprica, welche ihre neue Single promoteten und sich dafür gleich mehrere Bands an Bord holten. Ende des Monats Februar stieg exist†trace zudem beim Indielabel Sequence Records ein, parallel mit den Bands Art Cube, Venus und LSD. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die Band direkt nach dem Einstieg eine Pause einlegte. Bis Mai waren noch vereinzelten Auftritte, danach war erstmal Ruhe für das Jahr 2008.

Ende August kehrte exist†trace im neuen Gewand zurück und waren erstmal Teil der „Sequence Records 7 Days Live Summer“. Nebenbei wurden auch die Daten für die Europatour der 5 Mädels im Oktober 2008 veröffentlicht. Ein Konzert führte sie auch nach Deutschland. Nach der Tour hatte die Band ein paar große Konzerte mit gleich mehreren Bands. Im Oktober spielten sie verschiedene Konzerte mit Bands wie DELUHI, Megaromania, gaudie, Juliette, LSD, Venus und vielen mehr. Die Reihe wurde Deer Call War Nr. 5 und Nr. 6 sowie eines davon Black Riot getauft. Außerdem erschien im November ihr erstes Album, wobei es sich um ein Best-Of ihrer Songs von 2006 – 2008 handelte.

exist†trace nahm auch noch am 8. Jubiläum von Sequece Records Teil, jedoch mit dem bitteren Nachgeschmack, dass sie direkt danach das Label verlassen würden. Im Februar 2009 fing es damit an, dass die Band eine neue Homepage eröffnete und ihr Beitritt bei Monster’s inc. war unter Dach und Fach. Mit neuem Label erschienen sie in neuen Look und mit dem Mini-Album VANGUARD -of the muses- im Gepäck wieder auf der Bildfläche.

Im Herbst war die Band Teil des bekannten Shock Edge Events. Zusammen mit SOMANTIC GUARDIAN oder auch kiryu rockte die Band am 12. Oktober die Bühne und waren 2 Tage später auch auf der dazugehörigen Omnibus CD zu finden. Nur 2 Wochen später stand das neue Mini-Album Ambivalent Symphony in den Läden. Einen Tag später war exist†trace auch noch Teil des V-Rock Events, zusammen mit über 20 anderen Bands (Kagrra, heidi., Merry, LM.C, D=Out usw). Das Jahr ließ die Band noch recht entspannt mit einigen wenigen Lives ausklingen, bevor es am 9. Januar 2010 direkt mit einem Oneman weiter ging.

Für das Jahr 2010 ging es außerdem auch noch einmal nach Europa, dieses Mal von Ende April bis Anfang Mai für mehrere Konzerte u.a. in Deutschland und Frankreich. Nach ihrer Rückkehr wurden sie Teil des Samplers Neo Voltage Vol. 1 und ihre Single Knife erschien am 2. Juni in den Läden. Zudem waren sie Teil der Neo Voltage Tour 2010 vom 10. – 18. Juni mit 3 Auftritten.

Anfang November veröffentlichte die Band ihr erstes Full-Album mit Namen Twin Gate. 2011 startete ebenso erfolgreich für die Band, die im April Teil der Sakura-Con war und somit hatten die 5 Mädels ihr Amerika-Debüt. Danach stand auch wieder ein Labelwechsel an, dieses Mal jedoch eine Stufe höher, denn mit einem Vertrag mit Tokuma Japan Communications erreichte exist†trace Majorstatus.

Einstand feierte die Gruppe mit ihrem Mini-Album TRUE, welches am 15. Juni erschien. Zudem hatte die Band eine Art Abschieds-Oneman Show namens „The Truth“ am 18. Juni gegeben. Somit haben sie sich von ihrer Indiezeit gebührend verabschiedet. Nur wenige Monate nach dem Debüt erschien bereits ein zweites Mini-Album. 2012 hat die Band im März einige Konzerte in Amerika gegeben und am 23. Mai erschien ihr neues Album Virgin. Von diesem Album stammt auch einer meiner liebsten Songs Daybreak.

Da ich ja irgendwann aus der Visual Kei Szene geschieden bin, ist es mir bei dieser Band (genau wie bei vielen anderen), passiert das ich sie irgendwie aus den Augen verloren habe. So habe ich erst Am 24. September 2014 erst wieder etwas von der Band gehört und das obwohl sie keine Pause zwischen 2012 und 2014 eingelegt haben. Wie dem auch sei,  am 24.11.14 erschien das zweite Majoralbum von exist†trace, mit dem Titel WORLD MAKER.  Des weiteren fand im Dezember das Abschlusskonzert ihrer (wohl Ende 2013 gestarteten) Gekijyou Spiral-Tour statt.

Im Dezember letzten Jahres kündigten exist†trace übrigens für März 2016 die Veröffentlichung eines bislang unbetitelten Mini-Albums an, welches sechs Lieder enthalten wird.

Den Musikstil der Band hat sich im Laufe der Jahre immer wieder merklich weiter entwickelt (vergleicht mal die beiden Videos miteinander), kann man allerdings nach wie vor als Melodic Death Metal bezeichnen. Sängerin Jyou‘s Stimmte unterstützt diesen Effekt noch. Die Musik ist besonders auf das Schlagzeug und den Bass fixiert. Die Texte sind dagegen eher in Richtung Gothic gehend. Als Kopf hinter den Musikalischen werken steht vor allem miko, deren Kompositionen federführend sind. Der Bandname soll ungefähr „trace of presence“ bedeuten, auf Deutsch „Spur der Gegenwart“, was auch das Konzept der Gruppe beschreibt. Vom Kleidungsstil her gibt sich der Großteil betont männlich, jedoch wird stellenweise von einigen auch gerade betont, dass es sich um Frauen handelt, wobei das vor allem auf miko zutrifft.

Da ich dieses Mal ein paar Lücken in der Bandbeschreibung habe, rate ich allen, die mehr über die Band wissen möchte und des japanischen mächtig ist, mal auf deren offiziellen Homepage vorbei zu schauen.

Dienstagsgedudel: Deathstars

Deahtstars ist ebenfalls eine Band, die ich mir auf dem Mera 2015 angesehen habe. Und da ich ja versprochen habe zu den Bands ein wenig zu schreiben, die ich dort gesehen habe.

Gegründet wurde die alternative Metal Band, die sich selbst als Industrial Rock Band sieht, im Jahr 2000. Ein Jahr nach der Gründung veröffentlichten sie ihr erstes Album „Synthetic Generation“, welches anfangs nur in Schweden und erst ein halbes Jahr später auch außerhalb des Landes, großen Anklang fand.

Am 27. Januar 2006 wurde ihr zweites Album „Termination Bliss“ bei Nuclear Blast veröffentlicht. Von diesem Album kommt auch eines meiner Lieblingslieder der Band Blitzkrieg.

Die Band spielte anschließend ihre erste große eigene Headliner-Tournee, bei der sie von Stoneman als Vorgruppe begleitet wurden. Im Jahr 2007 wurden Deathstars vom Metal Hammer mit dem Golden Gods Award 2007 – Best Newcomer ausgezeichnet.

Am 29. Oktober 2007 begann die Band mit den Aufnahmen für das neue Album, „Night Electric Night“ das ursprünglich schon im Frühjahr 2008 erscheinen sollte. Als Veröffentlichungstermin wurde der 30. Januar 2009 festgelegt.

Im Februar und März ging die Band mit Sonic Syndicate auf Europatournee.

2011 und 2012 waren sie Teil der Made-in-Germany-Tournee der Band Rammstein. Was vor allem Sänger Whiplasher eine große Ehre war, wird Rammstein von ihm als einer der großen musikalischen Einflüsse der Band genannt. Jedoch haben Deathstars meiner Meinung nach einen ganz eigenen Sound, den man zum Glück nicht mit dem von Rammstein vergleichen kann!

Die Texte von Deathstars drehen sich stets um Konflikte, Widersprüche, Frauen und allgemein gesellschaftskritische Themen. Oft wurden diese Texte auch durch ein militärisches Outfit der Band untermalt.

Durch diese Kombination soll der Band auch schon mal eine eher rechtsradikale Haltung nachgesagt worden sein und deshalb sollen sie inzwischen auch das Bühnenoutfit geändert haben. In wie weit das stimmt, kann ich zwar nicht sagen, aber auf dem Mera hatten sie allesamt „nur“ einfache schwarze Kleidung an.

Anfang 2014 kam das aktuelle Album „the Perfect Cult“ heraus, von dem man verständlicher Weise am meisten auf der offiziellen Homepage liest. Deshalb habe ich auch keine weiteren Infos über die Band, die ich ehrlich gesagt immer sehr gern höre.

Auf dem Mera hat mich die Band dann auch noch überrascht, denn obwohl wir weiter weg auf dem Rasen saßen und zugehört haben, klang die Band auch live gar nicht so übel.

Dienstagsgedudel: DEATHGAZE (デスゲイズ)

Heute ist mal wieder eine japanische Band dran im Dienstagsgedudel, wie man am Titel ablesen kann. Die Bands vom Mera gibt es ab nächster  Woche ^^

Die Band besteht aktuell aus Naoki (直樹) – Schlagzeug, Kousuke (v) – Bass, Takaki (貴樹) – Gitarre und Ai (藍) – Gesang (in dieser Reihenfolge vorn links nach rechts auf dem Foto zu sehen).

Der Name ist auf Grund der vielen Veränderungen in der Band, auf die ich gleich noch weiter eingehen werde auch stilistisch verändert worden. Es hat angefangen mit der kleinen Schreibweise deathgaze, wobei sie sich nach dem Verlust des zweiten Sängers dann für die großgeschrieben Stil DEATHGAZE entschieden haben. Produziert werden ihre CDs dabei vom Indielabel Enter Brain.

DEATHGAZE wurde im Juli 2003 in Nagoya gegründet. Dabei waren die ersten Mitglieder: Der damalige Sänger Hazuki, Gitarrist Kanna, Ai der damals noch die Rolle des Bassisten hatte und Schlagzeuger Naoki. Ihre ersten Auftritte hatte sie im Februar 2005, in der Zeit erschien auch ihre Debüt-Maxi-Single „294036224052“.

Bereits am 24. April 2004 verließ Hazuki DEATHGAZE um sein Projekt lynch. voran zu bringen. Die Band wurde damit in die erste Krise gestürzt, was noch verschärft wurde, weil auch Kanna die Band im September 2005 verlassen hatte um sich ebenfalls anderen Projekten zu widmen. Es war eigentlich ein Glück für die Band, dass sie im Oktober 2004 den neuen Sänger Sou  und Naoto als Gitarristen gefunden haben und so eine vermeintliche Trennung abgewendet wurde.

Nach der Wiederaufnahme der Tätigkeiten erschien dann voller Stolz im Februar 2005 ihr Single „Chaos“, welche auf Grund der Nachfrage bereits im August neu aufgelegt werden musste. Im November erschien die Single „Downer“ mit anschließender erster Tour. Ihren ersten One-Man Auftritt hatte die Band dann am Ende ihrer Tour, genauer gesagt am 22. Januar 2006. Für alle Besucher des Konzertes gabs eine DVD mit dem ersten Video von DEATHGAZE.

2006 erschienen zwar keine Singles, dafür hatte die Band im Sommer ihr erstes Album zu bieten. Außerdem hatten sie mehrere Coupling-Shows mit der Band Girugamesh, was von den Fans liebevoll als „girugaze“ oder auch „deathgamesh“ bezeichnet wurde.

Doch ein weiter Tiefschlag lies nicht lange auf sich warten, denn Sou heiratete hat und verließ DEATHGAZE im Dezember 2006 für seine Familie. Die Band stand nun wieder ohne Sänger da, was neuen Trennungsgerüchten Raum gab, zu entstehen. Darum wurde im Jahr 2007 unaufhörlich nach einem Ersatz als Sänger gesucht. Im November dann wurde die Suche eingestellt und der eigentliche Bassist Ai als neuer Frontman präsentiert. Mit ihm als Sänger folgte das langersehnte Comeback am 23. Januar 2008 mit der Single „insult kiss me“. Sie wurde von den Fans erstaunlich gut aufgenommen und erreichte Platz 4. der Indiecharts.

Im März 2007 holten sie sich Kosuke als neuen Bassisten an Bord und starteten eine Onemantour namens „Instinct“ durch Tokio, Nagoya und Osaka. Parallel dazu erschienen im Februar und März zwei weitere Singles bevor DEATHGAZE einen ausgedehnten Sommertourplan veröffentlichten der von Anfang Juli bis Ende August ging.

Nachdem die Band den Sommer 2008 in unglaublicher Weise verlebt hatten, plante sie ihr nächstes Album. „AWAKE -evoke the urge-„, wie es dann heißen sollte, erschien am 10. Dezember 2008, 3 Tage vor einem ganz besonderen One-Man, welcher gleichzeitig auch der letzten Auftritt des Jahres war. 2009 startete die Band mit einer Coupling Tour zusammen mit -OZ-, wobei diese jedoch überschattet war vom Verlust des Gitarristen Naoto im April des Jahres.

Nach einer kurzen Pause, im Juni 2009, kehrte DEATGAZE mit einem angekündigten Album zurück, welches zwar erst im Oktober erschien, aber die Vorfreude um eine neuerliche Wiederkehr der Band war trotzdem groß. Im Sommer hatte die Band außerdem den jungen Supportgitarrist Takaki dabei, der im Dezember 2009 dann auch offiziell bei der Band einstieg.

Im November 2009 erschien auch ihre neueste Single „BLOOD“, bevor die Gruppe im Dezember auf One-Man Tour ging. Im Frühjahr 2010 war die Band wieder Live unterwegs, unter anderem mit DELUHI, außerdem wurde an der zweiten DVD gebastelt, welche Ende März in den Läden stand. Für den Sommer war eine neue Single auch schon fertig mit dem Titel „SORROW“ und diese sollte dabei den Auftakt bieten für eine kurze One-Man Tour im Juni und Juli 2010.

Parallel dazu nahm die Band auch an Konzerten der gesponserten -OZ- Tour teil, wo sie auch mitden Bands  Lycaon und SCREW auftraten. Für Weihnachten, knapp 2 Jahre nach dem letzten Album, erschien ihr drittes Album „BLISS OUT“. Nach dem Album ging es 2011 auch wieder auf große Tour, von Mitte Januar bis Mitte März war die Band damit fleißig unterwegs. Danach gabs eine kurze Pause bis Mitte Mai, da erschien ihre Single „SILENCE / THE END“, welche mit einer zweiten Tour durch den Sommer gefeiert wurde. Bereits im August gab es schon die nächste Tour, die insgesamt zweite One-Man-Tour des Jahres.

Für den Herbst hat die Band ihre Single „USELESS SUN“ für den 2. November am Start. Für die Promotion dieser Single ginges im November auch wieder auf ein paar mehr Konzerte. Anfang 2012 erschien ihr 4. Album „CREATURE“, für das sie ebenfalls eine Tour auf die Beine gestellt hatten. Für die Zeit von 2012 bis heute habe ich keine detaillieren Informationen mehr gefunden, da ich die Band inzwischen nicht mehr ganz so akribisch verfolge wie damals.Das kommt unter anderem daher, dass DEATHGAZE zu den düsteren Vertretern der Visual Kei Szene gehören und da bin ich nun mal inzwischen kaum noch aktiv.

Optisch dominiert nach wie vor die schwarzer Kleidung und finsteres Make-Up. Abgerundet wird das Ganze einem eher harten Sound, den man durchaus in dem Genre Metalcore unterbringen könnte… zu weit lege ich mich da aber nicht aus dem Fenster, da ich mich mit den unterschiedlichen Metalarten nicht so gut auskenne.

Wer des Japanischen mächtig ist, kann nun gern der Offiziellen Homepage einen Besuch abstatten, vielleicht findet der ein oder andere ja noch mehr Infos als ich ^.~

 

Diesntagsgedudel: Eluveitie

Es wurde sich mal ein wenig Abwechslung für die Bandvorstellungen gewünscht, also mache ich heute mal einen Abstecher in die Schweiz, denn dort kommt die Band die ich euch heute vorstellen möchte her. Die Rede ist von der Pagan- und Folk Metal Band Eluveitie.

Typisch für eine Band aus dem Musikgenre sind die vielen vertretenen Instrumente, so ist es nicht verwunderlich, dass auch bei Eluveitie einige verteten sind:  Mandola, Tin Whistle, Low Whistle, Uilleann Pipes, Akustikgitarre, Bodhrán, Harfe, Drehleier, Violine, Cello, Schlagzeug, Gitarre und Bass kommen in ihrer Musik zum Einsatz, die viele Themen aus dem Pagan / Wicca Bereich behandeln. 

Die Band wurde 2002 von Chrigel Glanzmann ins Leben gerufen, mit dem Ziel Melodic Death Metal mit altertümlichen Folk Melodien zu verbinden und daraus entstand der einzigartige Sound dieser Band, der von Chrigel gern als  „New Wave Of Folk Metal” bezeichnet wird.

2008 ging die Band bei Nuclear Blast Records unter Vertrag und das erste Album unter dem Label (Slania) erreichte nicht nur die Chartpazierungen Platz 35 in der Schweiz und 72 in Deutschland. Dies hatte verständlicher Weise massive, weltweite Touraktivitäten zur Folge. Eingefleischte Fans wissen natürlich, dass das Debütalbum (Spirit) von Eluveitie  bereits im Dezember 2005 aufgenommen worden ist und wurde am 2. Juni 2006 bei Fear Dark veröffentlicht. Im September 2006 tourte die Band außerdem mit der deutschen Band Odroerir durch Europa – wie ihr seht, war die Band schon vor Nuclear Blast bekannt, wenn auch nicht in dem Ramen wie sie es nach dem Labelwechsel geworden ist.

Ein Jahr nach dem Album Slania erfüllte sich die Band ihren Traum eines durchweg akustischen Folk-Albums (Evocation I: The Arcane Dominion) ohne Gitarren-Shredding oder gegrowlte Vocals – Ein Meisterwerk des Folk, das Fans und Presse gleichermaßen faszinierte.  Dies schlug sich auch in den Charts nieder: Schweiz Platz 20, Griechenland Platz 23 und Deutschland Platz 60.

Auch das Album aus dem Jahr 2010 (Everything Remains… As It Never Was), welches das bis dahin härteste Album war/ist brachten der Band hohe Platzierungen in den Album Charts ( Schweiz Platz 8, Deutschland Platz 19, Österreich Platz 22, Griechenland Platz 23, USA Platz 23 und Finnland Platz 30). Eine ausgiebige weltweite Tour folgte im Anschluss.

Kaum einer hat jetzt noch damit gerechnet, dass die Band noch besser werden könnte. Doch genau dies hat Eluveitie Anfang 2012 gezeigt und promt die Messlatte ein ganzes Stück höher gelegt und ein Werk (Helvetios) geschaffen, dass die Essenz der Band zu tage bring. Von roher, düsterer Kraft über hymnischen und akustischen Mystik bis zur Heftigkeit und Death Metal-Brutalität, ist alles auf diesem Album vereint.

Im August letzen Jahres brachte das in meinen Augen beste Album überhaupt raus, weshalb ich mir auch gleich die „Buch-Ausführung“ inksv. DVD und etliche Hintergrundinfos zur Thematik des Albums geholt habe (siehe Bild).

Wie bereits am Anfang erwähnt, zeichnet sich das Genre Pagan Metal eben dadurch aus, dass es sich mit Themen aus dem Pagan/Wicca beschäftigt und Chrigel Glanzmann beweist mit dem aktuellen Album, dass er sich in dem Bereich wirklich auskennt.

Ihr habt sicherlich schon bemerkt, dass ich ein großer Fan dieser Band bin und kann sie euch nur wärmstens empfehlen!

Wer jetzt noch mehr über die Band wissen will, der sollte sich mal auf der offiziellen Webseite umsehen. Und wie immer würde es mich interessieren, was ihr von dieser Band haltet, schreibt es mir einfach mal in die Kommentare ^^