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Anime Challenge: Anime Crush

cooltext117614132246700Tag 25

Ich musste echt erst ne Weile googeln, bevor ich heraus gefunden habe, was mit dem heutigen Tag gemeint ist. Ich habe das jetzt so verstanden, dass es heute um eine Art Celebrity Crush geht, nur eben mit nem Anime. Doch was genau ist ein Celebrity Crush? Nun Tante Google sagt dazu, das es sich dabei um einen Star handelt, den man anhimmelt…

Nun gut, meine Lieblingscharaktere habe ich euch ja schon vorgestellt, genau so wie meine Lieblingsserie. Also bleibt bei der ganzen Auswahl, die ich habe nur noch eines, nämlich der Film 平成狸合戦ぽんぽこ. Diesen finde ich nämlich fast genau so toll wie Prinzessin Mononoke. In der Umschrift steht da übrigens Heisei Tanuki Gassen Ponpoko (für die die keine Schriftzeichen lesen können) und ist hierzulande unter dem Titel Pom Poko bekannt.

In dem Film geht es um ein akutes Problem in Japan: Platzmangel! darum müssen die Menschen Hügel abtragen, Wälder roden usw. um mehr Wohnungen bauen zu können. Keiner denkt dabei an die Marderhunde, die dadurch ihre Heimat verlieren.

Einige weise, alte Marderhunde möchten deshalb den Versuch unternehmen, die Menschen auf eine traditionelle, uralte Art  zu bekämpfen bzw. aus ihren Hügeln zu vertreiben. Denn Marderhunde beherrschen ebenso wie Füchse und einige Katzen die Kunst der Verwandlung.

Doch diese Kunst kostet Energie und nicht alle Marderhunde können diese Energie noch aufbringen. Also muss hart trainiert werden. Passend zum heutigen Thema der Halloween Challenge beschließen die jüngeren unter den Marderhunden ihre Maskerade zu perfektionieren und eine Geisterparade dar zu stellen und so die stark abergläubischen Menschen endgültig los zu werden. Ob das klappt und was noch alles getan werden muss, bis die Parade los ziehen kann, verrate ich euch an dieser Stelle nicht, denn ihr könnt euch den Film ja auch selbst ansehen ^.~

Dieser Film ist einer von denen, bei denen ich am Ende immer weinend davor sitze. Im Fall des hier vorliegenden Films ist es die Botschaft dahinter – nämlich das Tierschutz verdammt wichtig ist -, die mich zum weinen bringt.

Interessant an der Geschichte von Pom Poko ist außerdem, dass es im alten japanischen (Aber)glauben tatsächlich heißt, dass Marderhunde und Füchse sich verwandeln können und bis heute unerkannt unter den Menschen leben könnten…

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Halloween Challenge: Challengers Chioce

HalloweenChallengeTag 22

Da ich heute frei entscheiden kann, über was ich schreibe, nehme ich mich einer unerledigten Aufgabe bzw. Frage aus der Challenge vom letzten Jahr an. Die Frage war: Hast du jemals ein Hexenbrett benutzt? Erfahrungen?

Meine Antwort darauf ist ganz einfach nein, weil meine Mom mich von klein auf vor solchen Sachen wie Gläser- und Tischerücken oder eben dem Hexenbrett gewarnt hat. Das ist auch der Grund, warum ich diese Frage nicht schon letztes Jahr beantwortet habe. Denn ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, warum meine Mom so extrem gegen Hexenbretter und co. war/ist.

Inzwischen habe ich die Lösung herausgefunden: Sie hält dies definitiv für Dinge aus dem Bereich der schwarzen Magie, die sie konsequent ablehnt. Nur um es einmal klar zu stellen, sie zählt alles zur schwarzen Magie, wodurch der Anwender wissentlich andere Menschen schadet bzw. schaden zufügen kann. Deshalb zählt sie auch die Voodoo Praktiken zur schwarzen Magie, obwohl das in meinen Augen noch einmal einen ganz eigenes Thema ist.tumblr_nd31zpMXNW1qkuwvto1_500

Ja, auch das Hexenbrett hat für mich wenig mit schwarzer Magie zu tun. Genau so wenig wie es ein lustiges Halloween Party Spiel ist. Wie ich darauf komme obwohl ich doch keinerlei Erfahrungen damit gemacht habe? Nun, das Hexenbrett oder auch Ouija, Witchboard oder Seelenschreiber genannt, wir meist von Spiritisten als ein Hilfsmittel, um mit Geistern und Geistwesen in Kontakt zu treten genutzt. Es ist sozusagen ein SMS Gerät für verstobene Seelen.
Geister und verstorbene Seelen haben in erster Linie nichts mit schwarzer oder weißer Magie zu tun. Sie sind in vielen Fällen außerdem weder gut noch böse. Denn den meisten sind die Menschen ziemlich gleichgültig, solange diese sie in Ruhe lassen.

Das Thema Geister ist an sich ja ein Thema, mit dem ich mich viel beschäftige, was nicht zuletzt an der großen Anzahl an Naturgeistern liegt, die sich in der Nähe von Moms Haus rumtreiben. Ihr dürft mich jetzt gern für bescheuert halten, aber bedenkt das ich, dadurch das ich in einer Wicca Familie aufgewachsen bin, eine etwas andere Sicht auf die Dinge habe…

Jedenfalls denke ich, das ich theoretisch ordentlich mit einem Hexenbrett umgehen könnte. Ausprobieren will ich es deswegen trotzdem nicht. Denn wie ich schon gesagt habe: Wir Menschen sind den Geisten meist egal – so lange sie in Ruhe gelassen werden. Wenn man also als „unwissender“ ein Hexenbrett benutzt, kann es sehr schnell passieren, das ausgerechnet ein Dämon oder ein garstiger Geist auf dieses antwortet – und schon hat man das Problem, welches häufig Erwähnung findet: Man wird ab dem Zeitpunkt regelmäßg heim gesucht und im schlimmsten Fall kann einem sogar etwas passieren, man kann also seelischen oder körperlichen Schaden erleiden.

Bei solchen Aussichten lasse ich lieber weiterhin die Finger davon, auch wenn ich das Ouija Motiv auf Kleidung und co. doch recht toll finde und ich mir seit einiger Zeit überlege, ob ich mir nicht auch sowas in der Richtung zulege:Auf dem Mera dieses Jahr habe ich relativ viele Klamotten mit dieser Thematik gesehen – scheint also momentan ein Trend zu sein, dem ich dann wohl aufgesessen wäre. Damit widerspreche ich mir noch nicht mal selbst, denn nur weil man das Motiv hübsch findet und selbst Kleidungsstücke, ja vielleicht sogar ein richtiges Hexenbrett, haben möchte, braucht man diese doch noch lange nicht „nutzen“. Also um irgendetwas an- bzw. herbei zu rufen…

Dienstagsgedudel: Cuélebre

Cuélebre ist mal wieder eine Band, zu der ich meine Meinung schreiben sollte. Dazu muss ich sagen, dass ich die Band gar nicht gekannt habe, als ich vor ein paar Monaten nach euren Wünschen gefragt habe. Zumindest nicht als Band. Denn Cuélebre war mir bis dahin nur als geflügelter, schlangenartiger Drache aus der spanischen Mythologie bekannt. Dieser Drache scheint aber auch bei der Band eine Rolle zu spielen, denn er ist Teil ihres Logos (welches von Victora Francés designet worden ist).

Vielleicht kann man der Band ja nicht nur am Namen ansehen, welche Art von Musik sie machen…? Denn diese kann man einwandfrei in den Bereich Pagan Folk einordnen. Dadurch schlagen sie in die selbe Kerbe wie eine meiner Lieblingsbands Omnia und treffen auch sonst sehr meinen Geschmack.

Gegründet wurde die Band 2011 in Valencia (Spanien) von Yhandros Huergo gegründet. Dieser wiederum gibt an, sich gern von seinen großen musikalischen Vorbildern Hagalaz Runedance, Corvus Corax und Wardruna inspieren zu lassen. Des weiteren versucht Cuélebre den Höhrern ihrer Musik die Wurzeln und Mythologie der Iberischen Halbinsel näher zu bringen, die immer wieder thematisiert werden in den Texten. Mit mittelalterlichen und teilweise auch schamanischen Instrumenten gelingt es der Band meiner Meinung nach auch wunderbar, die Texte umzusetzen.

Da es sich hier um eine recht junge Band handelt ist dies auch schon fast die ganze Bandgeschichte und auch die Diskografie fällt wesentlich kürzer aus als bei den Bands, die ich bereits hier vorgestellt habe. Denn das Debütalbum mit dem Titel Oinos ist erst letztes Jahr, am 13.5.2014, erschienen.

Wen diese Band also interessiert, dem rate ich zu einem Besuch auf der offiziellen Homepage und auf jeden Fall dazu die Facebookseite zu beobachten/ zu verfolgen. ^^

 

Das „kleine Fest“ des Herbstes: Mabon

Ich denke mal diejenigen unter euch, die sich mit dem Wicca Kalender bzw. dem keltischen Kalender auseinander gesetzt haben, werden die 4 großen Feste Samhain (31. Oktober/1. November), Imbolc (2. Februar), Beltane (30. April/ 1. Mai) und Lammas (2. August) etwas sagen. Klar ist auch das Fest der Göttin Ostara, dank Ostern, sehr bekannt.

Doch kaum einer scheint das Fest Mabon zu kennen. Jedenfalls findet sich zu diesem Fest nur sehr wenig in Esoterik Büchern und auch einschlägige Webseiten bezeichnen diesen Tag als eher unwichtigen Feiertag des Kalenders.

Für mich jedoch ist jeder Feiertag ein wichtiger Tag, auch wenn ich den vier großen ein wenig mehr Aufmerksamkeit einräume. Außerdem spricht die Adaption der Kirche, in Form vom Erntedank Fest, eher gegen die Unwichtigkeit des Festes Mabon. In wie weit wir hier also von einem „kleinen Fest“ reden können, bleibt jedem selbst überlassen.

Denn Mabon ist auch bekannt als Herbst-Tagundnachtgleiche und diese markiert – wie viele von euch wissen – das Ende der Erntezeit. Schon vor der Adaption der Kirche war dies ein Anlass Göttinnen und Göttern zu gedenken und ihnen zu danken. Für die Gaben, die uns die Natur geschenkt hat. Viele Wicca nehmen diesen Tag zum Anlass um Rituale für Schutz, Treue, Gesundheit und inneres Gleichgewicht zu zelebrieren.

Wann die Herbst-Tagundnachtgleiche allerdings nun genau gefeiert wird, herrscht einige Unklarheit. Einige nehmen den 21. September zum Feiern, da dieser gut in das Muster der Sonnenfeste passt, die sonst alle um den 21. eines Monats herum stattfinden. Die astronomische Tag-und-Nacht-Gleiche des Herbstes und somit auch der offizielle Herbstanfang findet jedoch meistens erst am 23. September statt.

Ich selbst feiere Mabon meist eher um den 23. September herum, aber es kann auch mal sein, dass ich am 21. meine kleinen Rituale abhalte, wenn der Tag zum Beispiel günstig platziert auf einem freien Tag und/oder Wochenende liegt.

Ähnlich wie über den Zeitpunkt des Herbstfestes herrscht auch über seinen Namen Unklarheit.
Lange Zeit wurde dieses Fest schlicht als Äquinoktium bzw. als Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet. Erst in den 1970er Jahren hat sich der Name Mabon durch gesetzt, da dieser sich vom Klang her gut in die anderen Hexenfeiertage einfügt.

In einigen, wenigen Fällen scheint dieses Fest aber auch „Alban Elved“ genannt, passend zu zu „Alban Eiler“ für die Frühlings-Tagundnachtgleiche, „Alban Hefyn“ für die Sommersonnenwende und „Alban Arthan“ für die Wintersonnenwende. Zumindest habe ich davon so gelesen, kennen tue ich keinen der das Fest so nennt…

Da wir ja nun in den Herbst übergehen und die Tee- und Marmeladenzeit beginnt, eignet sich für Mabon ein wenig „Küchenarbeit“. So kann man sich zum Beispiel mit Freunden zum gemeinsamen Marmelade kochen treffen. Jeder kann dafür ein paar Beeren mitbringen, oder man erntet das was einem die Natur zur Verfügung stellt.

Was z.B. nur wenige wissen ist die Tatsache, dass man aus Vogelbeeren leckere Muse und Marmeladen kochen kann. Denn der darin enthaltene Giftstoff wird durchs Kochen zerstört. Ein paar Hagebutten und wer mag noch etwas Zitrone dazu und schon hat man eine wohlschmeckende, herbe und vitaminreiche Leckerei fürs Brot. Auch das Brot kann man gemeinsam zubereiten.

Nach getaner Arbeit kann man sich ein gemütliches Plätzchen suchen. Wenn das Wetter mitspielt kann man ein gemeinsames Picknick im freien veranstalten. Mit Wein (oder Traubensaft) Nüssen, Äpfeln, Pilzen, Brot und Marmelade im Gepäck – oder was man sonst noch so mitnehmen mag.

Ihr seht, Mabon zu feiern lohnt sich am besten am Wochenende oder an freien Tagen.

Wer – wie ich dieses Jahr – aber mal allein feiern möchte, dem empfehle ich zu einem ausgedehnten Spaziergang. Nutzt die Zeit um euch um euch zu fragen, wie das Jahr bislang gelaufen ist, welche Ziele ihr erreicht habt und welche noch offen sind. Für die Wicca beginnt nämlich bald das neue Jahr und nun ist die richtige Zeit für ein kleines Resümee.

Man kann auch, wie bereits weiter oben angesprochen die Zeit für ein Ritual nutzen…bat_bar
Ich hoffe damit habe ich auch dem Wunsch genüge getan, der an mich heran getragen wurde: Nämlich mal ein paar Beispiele zu geben, wie ich die Wicca Feste begehe. Zu den Ritualen werde ich mich jetzt im einzelnen nicht äußern, denn das ist ein ganz eigenes Thema.

In diesem Sinne blessed Mabon!

Anime Challenge: Lieblingsfilm

cooltext117614132246700Tag 20

In letzter Zeit habe ich mich zur Challenge ja immer mal wieder beschwert, doch heute fällt meine Entscheidung äußerst leicht. Es ist もののけ姫 zu deutsch Prinzessin Mononoke, aus dem Hause Ghibli – zu dem ich an anderer stelle noch einmal etwas sagen werde.

Vielleicht verwundert das einige unter euch, das ich so ganz klar diesen Film ausgesucht habe, da gerade regelmäßige Leser ja wissen sollten, das ich eher ein Fabel für Vampir- und Horrorfilme habe.

Doch es gibt gleich mehrere Gründe, warum dieser Film nicht nur unter den Anime Filmen, sondern bei Filmen allgemein zu meinen Lieblingen gehört. Zunächst einmal ist da der relativ hohe nostalgische Wert, denn dieser Film war einer der ersten Filme, den ich mir damals alleine, auf meinem ersten eigenen Fernseher und spät abends auf RTL2 angeschaut habe (damals sogar in ungeschnittener Fassung mit allen blutigen und brutalen Szenen).

Außerdem hat mich die Thematik bzw. die Story fasziniert – für diejenigen die den Film nicht kennen, hier eine kleine Beschreibung:

Als der junge Krieger Ashitaka versucht, sein Dorf vor einem zum Dämon gewordenen Keiler zu beschützen, wird er von einem tödlichen Fluch befallen. Um sein eigenes Leben zu retten, reist er in Richtung Westen, wo er sich von den dort lebenden Göttern Hilfe erhofft. Kurz nach seiner Ankunft findet er sich jedoch inmitten eines Konfliktes wieder: Die tierischen Waldbewohner stehen den Menschen gegenüber, die den Wald zerstören, um an die metallischen Rohstoffe zu gelangen. Hierbei werden die Tiere von Prinzessin Mononoke, einer Frau, die von Wölfen aufgezogen wurde, angeführt.
Ashitaka versucht die am Konflikt Beteiligten zu verstehen und das Blutvergießen zu stoppen; dies wird dadurch erschwert, dass ihm von beiden Seiten stets vorgeworfen wird, den jeweiligen Gegner zu unterstützen. Die Lage droht vollkommen zu eskalieren…
(Quelle: Anisearch.com)

Wie ihr auch sicher wisst, bin ich immer schon sehr naturverbunden gewesen und so haben mich die friedlichsten aller im Film vorkommenden Wesen – die Baumgeister – sehr fasziniert, denn so wie Miyazaki diese umgesetzt hat, habe ich sie mir immer schon vorgestellt. Auch schon lange bevor der Film das erste Mal im Fernsehen lief.

Dazu kommt auch noch, dass der Soundtrack absolut genial ist und mir allein beim Trailer damals wie heute ein angenehmes kribbeln über die Haut geht.

Alles in allem habe ich bei diesem Film nichts zu meckern! Außer vielleicht, das RTL2 nach der Erstausstrahlung, welche ich mir damals angesehen hab nur noch die gekürzte Form gezeigt hat. Im Nachmittagsprogramm kann ich es ja verstehen, wenn man den verwesenden Gott herausschneidet oder der abgetrennte Kopf eines Banditen nicht mehr zu sehen ist etc. Aber diese Version dann auch gegen 0 Uhr zu zeigen und nicht mehr die ungeschnittene Version, fand ich in der Zeit in der ich noch fern gesehen hab echt gemein! So habe ich nämlich lange daran gezweifelt ob ich die Szenen nicht einfach übersehe oder ob sie wirklich da sind…

Ja ja das sind die First World Problems eines Anime Fans gewesen. Inzwischen sind Anime im deutschen Fernsehen ja rar geworden, habe ich mir sagen lassen. Aber genug davon, sonst schweife ich zu sehr vom Thema ab!

Heilbuch der Schamanen (Felix R. Paturi)

Schamanen werden seit jeher von den Naturvölkern als Heiler und Priester verehrt. Die Rituale der Schamanen sind aber auch von uns erlernbar: Die auf das Bewusstsein erweiternd wirkenden Techniken sowie spezielle Trancezustände lassen sich gezielt einsetzen, um körperlichen und seelischen Leiden zu begegnen, Süchte und Ängste zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu stärken. Zahlreiche Fallbeispiele zeigen eindrucksvoll den richtigen Umgang und Erfahrungen mit den beschriebenen schamanischen Ritualen und Heilweisen.

Das ist der Klappentext des vorliegenden Buches, welches ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe. Ich habe ja schon einiges an Manga- und Buchrezensionen geschrieben, jedoch war noch nie ein Buch dieser Art darunter. Dabei lese ich überwiegend Sachbücher, Esoterik Bücher und (spirituelle) Ratgeber.

Das Heilbuch der Schamanen habe ich mir z.B. ausgeliehen, da ich in meinem Freundeskreis einige Menschen habe, die schamanisch arbeiten und außerdem sind einige Praktiken aus der Welt der Wicca von dem schamanischen Heilen gar nicht so weit entfernt. Im Großen und Ganzen habe ich also schon einen gewissen Funken von Ahnung gehabt, aber dennoch hat mir das Buch noch weitere Dinge aus dem Schamanismus näher gelegt. Das Buch ist sehr schön und verständlich geschrieben und regt auch zum ausprobieren einiger schamanischen Meditationen an.

Es räumt auch mit den Vorurteilen des alten Kauzes, der aufgrund von Drogen in seiner eigenen Welt lebt und nur so tut als wenn er verrückte Bilder sieht, auf. Denn der Autor, welcher selbst schamanisch arbeitet, ist strikt gegen den Drogenkonsum – was aber auch etwas anderes ist, als das Arbeiten mit Heilpflanzen. So sieht man es im Wiccatum übrigens auch und ich glaube nicht, dass ein z.B. Brennesseltee zu den schädlichen Drogen gehört, die die Menschen im Kopf haben, wenn sie an das Wort „Droge“ denken.

Aber zum Thema Drogen werde ich mich in einem anderen Blogeintrag noch einmal äußern und nun zurück zum Buch! Denn mit dem aufräumen der Vorurteile leitet der Autor den Leser langsam auf den Pfad der Kräfte und legt dabei natürlich viel Wert auf das Thema Krafttier und die Seele verschiedenster Lebewesen.

Denn das bringt dieses Buch besonders gut rüber: Schamanen arbeiten meist mit der Seele eines Lebewesens und ggf. heilen sie diese auch. Aber anders als Psychologen und Mediziner, da sie auch eine andere Einstellung zum Thema „Heilen“ haben, als die allgemeine Schulmedizin vorschreibt.

In leicht verständlichen Texten wird dem Leser außerdem genau erklärt, wozu eine Schamanentrommel dient und wie man die „Welten“ der Schamanen verstehen kann. Wie gesagt, ist das der Teil der zum ausprobieren anregt und die beiliegende CD macht es besonders Anfängern leicht, da auf ihr ein paar Trommelklänge zu hören sind.

Später in dem Buch geht es dann um die schamanische Ethik, Kreativität und den Schamanenalltag. Außerdem wird einem auch das Thema Tod und Sterben auf eine angenehme Weise näher gebracht, was denjenigen, die sich vor dem Thema fürchten sollten oder die sich noch nie damit auseinander gesetzt haben, sicherlich hilft.

Für mich persönlich war das Buch relativ interessant und ich werde wohl auch das ein oder andere daraus mitnehmen. Doch hat es mir auch gezeigt, dass der reine Schamanismus nichts für mich ist. Allerdings denke ich, dass mir das Wissen in Zukunft auch beim Wirken von gewissen Praktiken aus dem Wiccatum weiterhelfen kann.

Trotzdem kann ich das Buch hier jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert und sich vielleicht noch nicht daran getraut hat. Denn für Einsteiger ist das Buch wirklich gut gemacht. ^^

Blogbattle no. 23 – Symboliken

Ja, ich bin mal wieder dran mit dem Stichwort und ich habe mir mit Symboliken eines herausgesucht, mit dem ich gut und gerne mal wieder gegen die Kirche wettern könnte. Schließlich dürftet ihr schon bemerkt haben, dass ich zwar jedem seinen Glauben lasse, aber von der christlichen bzw. katholischen Kirche nichts halte (und das obwohl ich noch mit einer „wandelnder Bibel“ zusammen wohne).Da es aber zu den Blogbattle Regeln gehört, kein religiöses Stichwort oder Thema zu wählen, werde ich mich nicht ganz so auf die Religion stürzen, schließlich ist das ganze Leben voller Symboliken – und fast alle lassen sich auf den Ursprung des Wicca-Tums zurückführen. Wicca ist nämlich voll von Symboliken, die alle unterschiedliche Bedeutungen haben und diese Symboliken wurden nicht selten von der Kirche adaptiert – ich kanns doch nicht lassen (ᗒᗜᗕ)՛̵̖ – ein Beispiel was mir da auf Anhieb einfällt ist die Hannoveraner Marktkirche.

Diese habe ich vor ein paar Monaten mal real gesehen, als ich mit meinem Hamster in Hannover war. Wie ihr auf dem Bild rechts sehen könnt, prangt auf dem Turm ein umgedrehtes Pentagramm. Die Symbolik hinter diesem Zeichen wurde im Laufe der Jahre immer wieder umgedichtet und das ging später sogar so weit, dass die Kirche selbst den Glauben festigte, dass das auf der Spitze stehende Pentagramm ein Zeichen des Teufels ist.

Dabei steht dieses Zeichen auch für die sieben Siegel Salomons und nach der jüdisch-christlichen Tradition das Siegel der geheime Name Gottes ist. Außerdem räumt die Kirche dem nach oben gerichteten Pentagramm ein, der heidnische Vorläufer des Jesus-Kreuzes, zu sein. Nebenbei bemerkt ist dabei aber auch das Kreuz keines von der Kirche erfundene Symbol, aber da es inzwischen so stark auf die Kirche geprägt ist, mag ich es persönlich nicht und ich werde es hier auch nicht weiter Thematisieren.

Also wieder zurück zum Pentagramm: Es ist eines der ältesten Symbole, der Menschheit und trat das erste Mal vor ca. 4000 v. Chr. in ägyptischen Gräbern und etruskischen Keramik auf. Damals glaubte man vielerorts noch, dass die Welt aus zwei Teilen zusammengesetzt ist: Dem weiblichen und männlichen Teil, der großen Göttin und dem großen Gott. Diesen Glauben spiegelten die Pentagramme wieder, der nach oben zeigende Stern stand für das weibliche, die Göttin und der nach unten zeigende Stern für das männliche, den Gott.

Wie ihr seht, wird das Pentagramm am ehesten mit Magie und dem Wicca-Tum verbunden, so wird heutzutage vielerorts gesagt, dass der nach oben zeigende Stern für die weiße, der nach unten zeigende für die schwarze Magie steht. Obwohl die Bedeutung von Schwarz und Weiß auch wieder eine Interpretationssache ist, die ich heute nicht offen lege.

Was Theologen und Architekten von dem Pentagramm an der Marktkirche denken, kann man in diesem Beitrag hier nachlesen: *klick* 

(Tante Edit sagt um 12:42 Uhr: Zwei von meinen Mitstreitern ist aufgefallen, dass der Link nicht funktioniert, es scheint als hätte die Hannoveraner Kirchengemeinde den Artikel aus dem Archiv genommen, nachdem ich den heutigen Beitrag geschrieben habe).Für mich war früher, als ich kleiner war, das Pentagramm DAS Symbol fürs Wicca Tum. Erst später ist mir die Vielfalt der Symboliken aufgefallen, denn nicht nur Dinge wie das Pentagramm, sondern auch Tiere, Farben, Steine, Kerzen und vieles andere mehr können eine symbolische Bedeutung haben. Das Buch Talismane und Amulette von Markus Schirner zum Beispiel stellt ein kleines, kompaktes Lexikon einiger wichtigen Symboliken – besonders ihrer Bedeutung als Talisman oder Amulett – dar.

Es erklärt in knappen Worten z.B. das Symbol, welches mir am liebsten in Zusammenhang mit Wicca ist und das ich darum immer um den Hals trage.

Ich spreche jetzt nicht von dem Ankh oder Anch, das habe ich bereits in einem anderen Beitrag äußerst ausführlich beschrieben, ich rede von dem keltischen Knoten (siehe Bild, obere Kette), der so manch einem unter euch eventuell von der Serie Charmed – Zauberhafte Hexen, bekannt sein dürfte.

Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt dieses Symbol aus der ursprünglichen, keltischen Mythologie. Er verwebt die Pfade des Schicksals mit denen der Natur und steht unter anderem für die ewig währende Verbindung dieser.

Es ist aber auch das Symbol der Dreifaltigkeit (weshalb es wohl auch symbolisch für die genannte Serie her halten musste – schließlich sind es dort auch 3 Hexenschwestern). Mit anderen Worten ist dieses Symbol auch ein sehr weibliches Symbol, da die Dreifaltigkeit der großen Göttin gemeint ist. In dem modernen Wicca-Tum taucht diese nämlich in 3 Gestalten auf: Die der Jungfrau Selene, die Mutter Artemis und die Greisin Hekate. Ich betone hier die Moderne, da diese Gestalten – je nach Ausrichtung – auch andere Namen haben oder symbolisch für andere Dinge Stehen (z.B. Selene = Mondgöttin, Artemis = Göttin der Jagt, Hekate = Göttin der Unterwelt).

Auch die Dreifaltigkeit, kann mehrere Auslegungen haben, da diese z.B. auch von der Kirche adaptiert worden ist und dort die Wesenheit Gottes beschreiben soll.Wie auch immer man es auslegt, so hat der keltische Knoten ebenso viel wie das Pentagramm mit Wicca zu tun und ist als Talisman oder Amulett ebenso ein sehr mächtiges Schutzsymbol, welches nicht nur vor bösen Energien schützt, sondern auch die eigene Intuition stärkt und einem Hilft mit sich, seiner Seele und dem Unbewussten in Einklang zu kommen (womit wir wieder eine Dreifaltigkeit hätten).

Wenn ihr jetzt solch einen oder einen ähnlichen Beitrag bei meiner Mom findet, dann liegt es wohl daran, dass ich eben von ihr gelernt habe bzw. noch immer lerne, denn die Welt der Symboliken ist sehr groß und Vielfältig. Außerdem hat sie nicht immer etwas mit Wicca, der Kirche oder Religionen an dich zu tun. Schließlich kann eine blaue Polizei-Notrufzelle ebenfalls eine starke Symbolik haben.

Und nicht nur das! Auch Usernamen haben für den jeweiligen Ersteller oft eine gewisse Bedeutung und nicht selten steckt auch eine Symbolik dahinter. So wie bei meinem Namen ichigo_komori91. Das Wort Komori (jap. コウモリ ) z.B. steht für die Fledermaus, welche mein Totemtier  – und damit aus schamanistischer/Wicca-Sicht mehr als nur ein einfaches Tier ist. Totem- und Krafttiere sind immer sehr stark mit Symboliken verbunden, aber da dass ein sehr umfangreiches Thema ist, werde ich das heute nicht weiter behandeln.

Warum ich aber meinen Usernamen noch einmal anspreche, liegt daran, dass dieser ebenfalls mehrere Deutungen hat, genau wie es die meisten Symboliken heutzutage. Erst vor kurzem bin ich darauf hingewiesen worden, dass die Schreibweise コウモリ auch der Titel einer Operette von Johann Strauß ist. Diese habe ich am Freitag, als Piano Variante gehört, was irgendwie zu mir passt! Denn seit dem ich „wieder“ aktiv Keyboard spiele, fangen einige meiner Bekannten an, dieses als Symbol zu sehen, wenn sie von mir reden…*
Somit und damit habe ich die Vermutung meines ehemaligen Berufsschulehrers bestätigt, nämlich dass ich mich viel  mit Symbolen und ihrer (Be)deutung beschäftige. Ich bin mal gespannt wer von meinen Lesern und Mitstreitern den Wink mit der Notrufzelle verstanden haben ^.~

Wie immer findet ihr weitere symbolische Beiträge hier:

1. Schakal
2. meine Wenigkeit
3. Wetterschaf
4. Sebastian
5. Chelsea
6. Justine < setzt wohl aus
7. Lilly
8. Laura
9. meine Mom
10. Dark Lord*Anmerkung: diese Story, genauso wie die Piano Variante der Operette sind mir diesen Freitag von einem japanischen Brieffreund zugetragen worden. Seine Schwester redet vor mir seit Januar gerne als „das deutsche Lolita Mädchen mit dem Keyboard und den Fledermäusen“ – dies wollte ich euch einfach nicht vorenthalten, denn ich finds total süß und ich fühle mich voll geschmeichelt ^///^

 

 

Aus der Küche: Zwiebelmett ohne Tier

Vor einiger Zeit wurde ein Stammtisch ins Leben gerufen, zu dem jeder etwas zu futtern mitbringen durfte und sollte. Der Renner des Stammtisches war das vegane Zwiebelmett, welches ein Stammtischteilnehmer mitbrachte. Und da ich bei diesen Temperaturen keine Lust habe, den Herd an zu schmeißen, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen besagtes Mett zu zaubern und das Rezept mit euch zu teilen!

Zuerst die Zutaten:
Für ca. 450g Mett braucht man:

  • – 5 Reiswaffeln (Natur)
  • – 1 Zwiebel
  • – 3 EL Tomatenmark
  • – Ingwer
  • – Paprikapulver
  • – Pfeffer
  • – Salz
  • – 1 TL Pflanzenöl
  •  und Wasser

Auf dem Bild seht ihr, dass ich kein normales, sondern Kräutersalz verwende, ihr könnt aber jedes Salz verwenden was ihr wollt. Außerdem könnt ich auch noch 1 kleine Knoblauchzehe mit ins Mett tun, wenn ihr nicht wie ich allergisch auf das Zeug reagiert ^.~

Nun gehts auch schon ans zubereiten…

Zubereitung:

Zuerst zerbröselt ihr die 5 Reiswaffeln mit den Händen in eine Schüssel und zerhackt die Zwiebel in Würfel:
 

 

Als nächstes schmeißt man die Zwiebelwürfel, mit den Gewürzen zusammen zu den Reiswaffelkrümmeln. Im Rezept steht man solle von jedem 1TL nehmen (außer vom Salz, da ist es 1/2 TL), ich jedoch mache das nach Geschmack, sprich es kann auch mal passieren, das ich mehr Paprikapulver und weniger Ingwer in der Mischung habe usw.

Danach mischt man das Ganze gut durch und gibt langsam Wasser hinzu, bis das Ganze zu einer feuchten Masse geworden ist. Dann sollte das Ganze schon fast wie Mett aussehen: 

Im Anschluss kommen dann 1 TL Pflanzenöl und gut 3 EL Tomatenmark hinzu. Bei dem Tomatenmark nehme ich das mit den 3 EL auch nicht so genau und geb das direkt aus der Tube hinzu: 

Jetzt mische ich das Ganze noch mal ordentlich durch und fülle es in eine verschließbare Dose um und stelle es anschließend in den Kühlschrank, wo es eine halbe Stunde stehen bleibt, bevor ich es esse, damit es ordentlich durchzieht. Die verschließbare Dose nehme ich, damit ich es problemlos wieder in den Kühlschrank stellen kann. Denn ich esse keine 450g von dem veganen Zwiebelmett an einem Tag auf. Die Herstellung dauert bei mir zwischen 10-15 Minuten, von daher ist das recht schnell gemacht ^^

Das Mett ist damit fertig. Wem das Ganze zu jetzt wenig Tier enthält, der möge sich doch bitte zum Metzger seines Vertrauens begeben und sich dort welches kaufen, für alle anderen: viel Spaß beim ausprobieren des Rezepts ^.~

Schreibt mir doch in die Kommentare, wie ihr diesen Blogbeitrag fandet bzw. wie euch das Rezept gefällt.

Diesntagsgedudel: Eluveitie

Es wurde sich mal ein wenig Abwechslung für die Bandvorstellungen gewünscht, also mache ich heute mal einen Abstecher in die Schweiz, denn dort kommt die Band die ich euch heute vorstellen möchte her. Die Rede ist von der Pagan- und Folk Metal Band Eluveitie.

Typisch für eine Band aus dem Musikgenre sind die vielen vertretenen Instrumente, so ist es nicht verwunderlich, dass auch bei Eluveitie einige verteten sind:  Mandola, Tin Whistle, Low Whistle, Uilleann Pipes, Akustikgitarre, Bodhrán, Harfe, Drehleier, Violine, Cello, Schlagzeug, Gitarre und Bass kommen in ihrer Musik zum Einsatz, die viele Themen aus dem Pagan / Wicca Bereich behandeln. 

Die Band wurde 2002 von Chrigel Glanzmann ins Leben gerufen, mit dem Ziel Melodic Death Metal mit altertümlichen Folk Melodien zu verbinden und daraus entstand der einzigartige Sound dieser Band, der von Chrigel gern als  „New Wave Of Folk Metal” bezeichnet wird.

2008 ging die Band bei Nuclear Blast Records unter Vertrag und das erste Album unter dem Label (Slania) erreichte nicht nur die Chartpazierungen Platz 35 in der Schweiz und 72 in Deutschland. Dies hatte verständlicher Weise massive, weltweite Touraktivitäten zur Folge. Eingefleischte Fans wissen natürlich, dass das Debütalbum (Spirit) von Eluveitie  bereits im Dezember 2005 aufgenommen worden ist und wurde am 2. Juni 2006 bei Fear Dark veröffentlicht. Im September 2006 tourte die Band außerdem mit der deutschen Band Odroerir durch Europa – wie ihr seht, war die Band schon vor Nuclear Blast bekannt, wenn auch nicht in dem Ramen wie sie es nach dem Labelwechsel geworden ist.

Ein Jahr nach dem Album Slania erfüllte sich die Band ihren Traum eines durchweg akustischen Folk-Albums (Evocation I: The Arcane Dominion) ohne Gitarren-Shredding oder gegrowlte Vocals – Ein Meisterwerk des Folk, das Fans und Presse gleichermaßen faszinierte.  Dies schlug sich auch in den Charts nieder: Schweiz Platz 20, Griechenland Platz 23 und Deutschland Platz 60.

Auch das Album aus dem Jahr 2010 (Everything Remains… As It Never Was), welches das bis dahin härteste Album war/ist brachten der Band hohe Platzierungen in den Album Charts ( Schweiz Platz 8, Deutschland Platz 19, Österreich Platz 22, Griechenland Platz 23, USA Platz 23 und Finnland Platz 30). Eine ausgiebige weltweite Tour folgte im Anschluss.

Kaum einer hat jetzt noch damit gerechnet, dass die Band noch besser werden könnte. Doch genau dies hat Eluveitie Anfang 2012 gezeigt und promt die Messlatte ein ganzes Stück höher gelegt und ein Werk (Helvetios) geschaffen, dass die Essenz der Band zu tage bring. Von roher, düsterer Kraft über hymnischen und akustischen Mystik bis zur Heftigkeit und Death Metal-Brutalität, ist alles auf diesem Album vereint.

Im August letzen Jahres brachte das in meinen Augen beste Album überhaupt raus, weshalb ich mir auch gleich die „Buch-Ausführung“ inksv. DVD und etliche Hintergrundinfos zur Thematik des Albums geholt habe (siehe Bild).

Wie bereits am Anfang erwähnt, zeichnet sich das Genre Pagan Metal eben dadurch aus, dass es sich mit Themen aus dem Pagan/Wicca beschäftigt und Chrigel Glanzmann beweist mit dem aktuellen Album, dass er sich in dem Bereich wirklich auskennt.

Ihr habt sicherlich schon bemerkt, dass ich ein großer Fan dieser Band bin und kann sie euch nur wärmstens empfehlen!

Wer jetzt noch mehr über die Band wissen will, der sollte sich mal auf der offiziellen Webseite umsehen. Und wie immer würde es mich interessieren, was ihr von dieser Band haltet, schreibt es mir einfach mal in die Kommentare ^^

 

Shintoismus in Japan Teil 1

Ich erwähnte es schon mehrmals: Ich habe von der in Deutschland vorherrschenden Religion, dem Christentum kaum eine Ahnung. Auch mit anderen Religionen kenne ich mich nicht perfekt aus und meine allgemeine Meinung zum Thema Religion wird noch folgen, doch um mich ein wenig mehr mit dem mir unliebsamen Thema zu befassen, verbinde ich es für den Anfang mit einem Thema bzw. Land das ich liebe: Japan.

Zugegeben das Christentum ist wenig verbreitet in Japan, dafür aber der Buddhismus und Shintoismus umso mehr. Letzterem widme ich mich hier etwas genauer, da diese Glaubensform außerhalb Japans kaum bekannt ist.

Unter dem Begriff „Shinto“, wörtlich übersetzt „Weg der Götter„, fasst man die religiöse Vorstellungswelt im vorbuddhistischen Japan zusammen. Der Begriffs Zusatz „Ismus“ bekam der Shintoismus erst durch den Einfluss und die Rivalität mit den Buddhismus. Der Shintoismus verbindet animistische Vorstellungen – also die mündliche Weitergabe des Glaubens – mit denen eines ausgeprägten Ahnenkults.  Daher ist es nicht verwunderlich, dass jede Naturerscheinung einem Kami (einer Gottheit) zugeschrieben wird, aber ebenso die Verstorbenen nach dem Tod selbst zu Kami werden können. Die beiden Vorstellungen überlagerten sich mit der Zeit und so wurden die Kami mit der Zeit immer mehr vermenschlicht. So spiegelt die „himmlische Gesellschaft“ genau die herachiesche Ordnung wieder und der Kaiser führt (oder führte) seine Macht direkt auf die Sonnengöttin Amaterasu zurück, die an der obersten Position in der himmlischen Herrschaftsordnung steht.

Die Geschichte des Shinto beginnt ähnlich wie die Bibel mit einer Schöpfungsgeschichte: Am Anfang war das Chaos, aus dem diese Welt entstand. Aber anders als in der Bibel ist nicht ein Gott für die Schöpfung der Welt verantwortlich, sondern existieren von Anfang an mehrere Götter, dessen dieses zuzuschreiben ist.

Genauer gesagt wurden Izanagi und seine Schwester Izanami unter  und von den Göttern auserwählt die Welt zu schaffen. Izanagi bekam für diese Aufgabe einen Juwelenbesetzen Speer, mit dem er ins Meer stach und so die Salze aufrüttelte. Beim herausziehen des Speeres blieben einzelne Brocken daran hängen, die Izanagi zurück ins Meer schüttelte. So entstand die heilige Insel Onogoro , die zwischen zwei Hauptinseln des heutigen Japans (Honshu und Shikoku) liegt.

Izanagi und Izanami ließen sich auf diese Insel nieder und errichteten ein Haus. Dabei beobachteten sie zwei Bachstelzen, bei der Paarung und wollten es ihnen gleichtun. Dazu gingen die beiden in entgegengesetzt Richtung um das Haus herum. Als sie auf der Rückseite aufeinander trafen vereinigten sie sich miteinander und zeugten so ein Kind. Dieses war jedoch missgebildet und so setzte Izanami das Kind aus und zog sich in den Himmel zurück.

Dort erklärten ihr die Götter, dass sie als sie Izanagi hinter dem Haus traf nicht zuerst hätte sprechen dürfen. Und so ging sie abermals auf die Erde hinab, ging ums Haus herum und überließ Izanagi das Wort. Sie vereinigten sich in dieser Weise wieder und wieder und zeugten so viele gesunde Kinder. Izanami gebärt so nicht nur die Gottheiten, sondern auch die wichtigsten japanischen Inseln sowie die Naturgewalten Feuer und Wind.

Wie man sehen kann, ist im Shintoismus die Geburt gleichgesetzt mit der Schöpfung, weshalb sie bis heute etwas heiliges ist. Anders als in der biblischen Schöpfungsgeschichte, in der Adam und Eva sich mit Schuld beladen und aus dem Paradies verbannt werden, fehlt die Schuld in der japanischen Schöpfungsgeschichte völlig.

Diese endet vorerst mit der Geburt des Feuergottes, bei der Izanami schwere Verbrennungen erleidet und aufgrund der Schwere dieser verstirbt. Izanagi ist daraufhin so erzürnt, dass er kurzerhand den Feuergott tötet und sich auf den Weg in die Unterwelt macht um seine geliebte Izanami wieder zu erlangen…

wie die Schöpfungsgeschichte weitergeht, erzähle ich euch im zweiten Teil zum Shintoismus in Japan.