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Grundlagenforschung führt zur Grundsatzdiskussion…

… oder auch „Wie weit muss man gehen…?“ Teil 2.

Ich habe ja bereits angekündigt, das es wohl demnächst weitergeht zum Thema Tierschutz. Denn das ist ein Thema, welches mich wirklich stark interessiert und meiner Meinung nach sollte sich jeder irgendwie damit auseinander setzen und sei es auch nur so am Rande.

Wenn man sich zu diesem Thema bekennt, der wird in der heutigen Zeit als schnell Trendopfer gesehen. Denn vegane und vegetarische Ernährung, der Tier- und Umweltschutz und so ziemlich alles was früher mit „Hippie-Krams“ abgestempelt worden ist, liegt gerade voll im Trend.

Auch mir wurde schon des öfteren gesagt, das ich da nur dem Trend nacheifer – um auch als Grufti ein bisschen in der Gesellschaft aufgenommen zu werden. Denn wer meinen Blog schon länger liest und/oder mich persönlich kennt, der weis das ich auf Knochenschmuck, Tierschädel und andere Dinge stehe, die den Tod in der Natur symbolisieren. Deshalb habe ich mir auf dem Mera dieses Jahr auch zwei Sachen gekauft, die gerne mal als Argument gelten um zu beweisen, das ich nur eines von vielen Trendopfern bin:

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Ich denke man erkennt, was auf dem Foto zu sehen ist und ja es handelt sich bei beidem um echtes Tier… und genau deswegen bekomme ich immer öfter zu hören, das ich mich gar nicht als „Naturschützerin“ betiteln dürfte, denn mit der Tatsache, das ich mir diese Sachen gekauft habe unterstütze ich u.a. die Pelzindustire und unnötiges Tierleid.

Und das bringt die Grundsatzdiskussion auf den Plan, denn was ist wenn die Tiere wie in dem Fall der beiden von mir gekauften Sachen nicht extra für den Knochen bzw. das Fell gestorben sind, sondern auf eine natürliche Weise verendet sind? Unterstütze ich damit immer noch die Pelzindustrie – zu der ich eine ähnlich drastische Einstellung habe wie Peta bzw. Harald Glöökler, die ja gern mal das extremste vom extremen zeigen *klick* – ich denke nicht?!

Ich finde, wenn man unbedingt Pelz tragen möchte, dann sollte man darauf achten 100% Kunstpelz zu tragen oder eben Pelz von natürlich verendeten Tieren, die dafür weder gezüchtet worden sind noch gelitten haben. Ein Shop, der explizit darauf achtet ist The Curio Emporium, ein US Store, der u.a. Knochenteile und anderen Kram verkauft aber dafür dann eben naürlich gestorbene oder durch einen Auto Ufall ums Leben gekommene Tiere verwendet.

Und wo wir gerade bei Kunstfell waren, hier eine kleines Video, wie man Kunstpelz erkennen kann:

So weit so gut.
Und nun zum letzten Punkt zum Thema Pelz und anderen tierischen Accessoires: Wenn man sich dazu entschließt keinen Pelz oder Leder mehr zu kaufen, was macht man dann mit den Sachen die man bereits hat? 

Nun, viele schmeißen diese Sachen einfach weg. Doch ich finde da gibt es andere Lösungswege. Denn man muss sich mal vor Augen führen, falls es sich um echten Pelz/ Leder / etc. handelt:

Die Dinge hat man nun bereits gekauft und dafür ist bereits ein Tier gestorben (wenn man sich gerade dazu entschließt das Ganze nicht mehr zu tragen, weis man oft nicht ob das Tier nun extra dafür gezüchtet worden ist oder nicht) und man kann dies auch nicht mehr Rückgängig machen. Also warum sollte man das Ganze dann wegschmeißen? Ich finde man kann diese Sachen auftragen, bis sie kaputt gehen, spenden – im Winter freuen sich Obdachlose z.B. über warme Kleidung egal ob es ein Pelz ist oder nicht – oder gar secondhand weiterverkaufen.

Gegen die neu erschlossene Einstellung die Pelzindustrie nicht mehr zu unterstützen, verstößt man in meinen Augen nur dann wenn man sich neue Sachen mit Pelz kauft, ohne darauf zu achten woher der Pelz stammt oder wie er gewonnen wurde.

So und jetzt soll nochmal einer sagen ich sei ein „Trendopfer“, denn ich denke man merkt das ich mir über das Thema ernsthafte Gedanken mache oder? ^.~

Wie seht ihr das Ganze eigentlich? Würde mich über Kommentare freuen! 

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Wie weit muss man gehen…?

Zum heutigen Blogeintrag wurde ich tatsächlich mal von der Schule, genauer gesagt dem Politikunterricht am Donnerstag inspiriert.  Einige aus der Klasse haben am Abend zuvor Stern TV gesehen, in dem es u.a. um Tierversuche im Max-Planck-Institut. Dort werden sogenannte „Grundlagenversuche“ an Affen durchgeführt, die wesentlich schlimmer behandelt werden als auf der Homepage des Instituts angepriesen (mal ganz davon abgesehen, das ich noch nicht mal nach genauerem Suchen die im Beitrag erwähnten Videos und Texte auf der Seite gefunden habe)…

Natürlich wissen wir mehr oder weniger bewusst das die Tieren in Tierversuchslaboren meist, wenn nicht sogar immer schlimmer behandelt werden als offiziell zugegeben, aber Beiträge wie der von Stern TV lässt die Menschen über kurz oder lang darüber nachdenken.

Als ich nach der Schule nach hause kam, habe ich ein wenig recherchiert und sowohl den Bericht mit Fotos, sowie den Fernsehbeitrag, der auf der offiziellen Facebookseite von Stern TV veröffentlicht worden ist, gefunden. Beides habe ich hier jetzt mal verlinkt (siehe Textstellen oben), aber Vorsicht das ist nichts für zart besaitete… 

Die Diskussion dazu in unserer Klasse war relativ interessant, besonders weil man gesehen hat das dieses Thema die Klasse quasi in 3 Lager spaltet:

  • die überaus Betroffenen, die über diesen Beitrag nicht hinweg kommen
  • die, die das Ganze logisch angehen, aber sehen das sie an der Situation so nicht viel ändern können
  • und diejenigen die das Thema absolut nicht interessiert

Ich selbst beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Tierschutz und bin seit gut einem Jahr eingetragenes Mitlied im NABU Schleswig-Holstein/Hamburg. Von daher ist mir auch das Tierschutzgesetz (kurz TierSchG) nicht unbekannt. Das Thema Tierversuche ist da immer wieder ein eisiger Pfad mit dünnen Stellen. Denn es besteht nun mal das Gesetz, das z.B. Medikamente so lang an Tieren ausprobiert werden müssen, bis keine wesentliche Gefahr mehr für den Menschen besteht. Allerdings steht im TierSchG zum Thema Tierversuche folgendes:

§ 7

(1) Die Vorschriften dieses Abschnitts dienen dem Schutz von Tieren, die zur Verwendung in Tierversuchen bestimmt sind oder deren Gewebe oder Organe dazu bestimmt sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet zu werden. Dazu sind

1. Tierversuche im Hinblick auf

a) die den Tieren zuzufügenden Schmerzen, Leiden und Schäden,
b) die Zahl der verwendeten Tiere,
c) die artspezifische Fähigkeit der verwendeten Tiere, unter den Versuchseinwirkungen zu leiden,
auf das unerlässliche Maß zu beschränken und

2. die Tiere, die zur Verwendung in Tierversuchen bestimmt sind oder deren Gewebe oder Organe dazu bestimmt sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet zu werden, so zu halten, zu züchten und zu pflegen, dass sie nur in dem Umfang belastet werden, der für die Verwendung zu wissenschaftlichen Zwecken unerlässlich ist.

Weiter Unten steht dann aber:

§ 7a

(1) Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, soweit sie zu einem der folgenden Zwecke unerlässlich sind:

1.Grundlagenforschung,
2.sonstige Forschung mit einem der folgenden Ziele:

a)Vorbeugung, Erkennung oder Behandlung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder körperlichen Beschwerden bei Menschen oder Tieren,
b)Erkennung oder Beeinflussung physiologischer Zustände oder Funktionen bei Menschen oder Tieren,
c)Förderung des Wohlergehens von Tieren oder Verbesserung der Haltungsbedingungen von landwirtschaftlichen Nutztieren,

3.Schutz der Umwelt im Interesse der Gesundheit oder des Wohlbefindens von Menschen oder Tieren,
4. Entwicklung und Herstellung sowie Prüfung der Qualität, Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit von Arzneimitteln, Lebensmitteln, Futtermitteln oder anderen Stoffen oder Produkten mit einem der in Nummer 2 Buchstabe a bis c oder Nummer 3 genannten Ziele,
5.Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Schädlinge,

(2) Bei der Entscheidung, ob ein Tierversuch unerlässlich ist, sowie bei der Durchführung von Tierversuchen sind folgende Grundsätze zu beachten:

1.Der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist zugrunde zu legen.
2. Es ist zu prüfen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann.
3. Versuche an Wirbeltieren oder Kopffüßern dürfen nur durchgeführt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Schäden der Tiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind.
4. Schmerzen, Leiden oder Schäden dürfen den Tieren nur in dem Maße zugefügt werden, als es für den verfolgten Zweck unerlässlich ist; insbesondere dürfen sie nicht aus Gründen der Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis zugefügt werden.

Wer sich jetzt den Bericht vom Anfang angeschaut hat oder zumindest die Bilder gesehen hat, der wird sich wohl fragen ob da nicht §7a Absatz 2 Punkt 2 und Punkt 3 nicht einfach außen vor gelassen worden sind. Und auch bei der Reaktion einiger meiner Mitschüler habe ich ernsthaft überlegt ob ihnen der Betrag nicht doch so sehr zu denken gegeben hat, das sie sich grundlegend ändern, was das Thema angeht…

Und dann frage ich mich folgende Dinge:

  • Wie weit müssen die Medien gehen, damit die Menschen mal beginnen nachzudenken?
  • Wie weit muss man selbst abgestumpft sein um wissentlich das Leid der Tiere an einem vorbeiziehen zu lassen?
  • Und wie weit solle der Tierschutz gehen?

Gerade der letzte Punkt kann einen doch stark beschäftigen, denn man kann es extrem machen und so anfangen zu leben wie einem Peta immer wieder versucht schmackhaft zu machen – nämlich 100% Vegan. Man kann es aber auch so machen wie der NABU, dieser schreibt einem nämlich nicht vor wie man sich am besten ernähren kann/ soll, aber für Tierrechte einstehen das ist eine Selbstverständlichkeit. Es gibt natürlich noch unzählige weitere Tierschutzvereine die mehr oder weniger radikal für Tierrechte eintreten. Wem man jetzt sein Gehör  schenkt bleibt meiner Meinung nach jedem selbst überlassen, denn egal für was man sich in der Hinsicht entscheidet – angefeindet wird man immer.

Aber dazu in einem anderen Blogeintrag mehr (denn sonst würde dieser hier eindeutig zu lang werden) ^^

Tier- und Umweltschutz will überlegt sein…

Wie versprochen, gibt es heute eine Eintrag zum Thema NABU. Ich bin letzten Freitag durch Zufall auf diesen Naturschutzbund aufmerksam geworden, denn auf dem Weg von der Arbeit zur Bahn stand da ein Infostand und da mich Liz hier in meinem Blog darauf aufmerksam gemacht hat, das die Peta Organisation nicht immer so toll ist, wie sie sich darstellt, dachte ich mir das ich mir den Stand doch einfach mal näher ansehen könnte.

Was Liz mir zeigte, war ein Blogeintrag mit dem Titel „Die HEUCHLER von Peta“  in dem geht es eben darum, das die Peta Organisation eine der medienwirksamsten Tierschutzorganisationen ist und immer darauf hinweist für die Freiheit der Tiere zu kämpfen. Aber es wurde aufgedeckt das über die Hälfte von den Haustieren, die in einem Tierheim in Norfolg (USA), welches eng mit Peta zusammenarbeitet eingeschläfert wir, nur weil diese Tiere nicht schnell genug vermittelt werden können….

Und nicht nur die Peta Organisation steht unter Beschuss. Auch der WWF hat mit schlechten Berichten zu kämpfen. So wird immer wieder behauptet, das ein Unternehmen sich das WWF-Logo für seine Produkte ganz leicht kaufen kann. Dabei wäre es egal, ob das Produkt wirklich umweltfreundlicher hergestellt wir oder nicht – Hauptsache das Geld fließt…

Das ist natürlich eine schockierende Nachricht, aber schaut man ein wenig hinter die Kulissen, merkt man das solche Berichte meistens von einschlägigen „Volksverblödungs-Zeitungen“ kommen und ebenso häufig von der Milch-, Eier-, und Fleisch-Industrie unterstützt werden…

Ich bin sicher von dem NABU gibt es auch irgendwo im großen, weitem Medien-Dschungel auch negative oder skandalöse Berichte, allerdings habe ich bis jetzt noch nichts gefunden…

ganz aktuell kämpft NABU gegen Fracking… was das genau ist, könnt ihr euch hier ansehen:

Und wer mich kennt, der weis, das man mich mit dem Argument: „sollte das Fracking schief gehen, kann es sein, das man bald den Wasserhahn aufdrehen und Feuer dran halten kann und schon brennt das Wasser!“ …

Nicht nur, dass das Ganze verdammt schädlich ist, nein ich als Feuerphobikerin will das definitiv verhindern und das ist nur einer der vielen Gründe, warum mich NABU so überzeugt hat und ich dort nun offizielles Mitglied bin!

Ich will euch in diesem Post nichts aufzwingen, sondern möchte euch nahelegen euch mit der Natur und den ein oder anderen Vereinen ein wenig auseinander setzt.

Meine eigene Methode ist:

NABU unterstützen (auch finanziell)

Peta und Peta2 bei Facebook und YouTube weiter verfolgen, denn etliches ist gar nicht so verkehrt!

WWF wie alle gerade genannten ab un zu mal einen Blogeintrag zu widmen.

Mein Problem: ich kann nicht allem und jedem mein Geld in den Hintern schieben und ich bin ehrlich! Wenn mir eine Organisation sagt:„Es reicht schön, wenn du jährlich 1€ spendest. Die Hauptsache ist es darf dir und deinem Geldbeutel nicht weh tun!“, der gebe ich eher mein Geld anstatt einer Organisation, die ihre Spendenbeiträge von vorn herein schön zwischen 15 – 30€ Mindestbeitrag festlegt!

Denn mir ist die Natur schon verdammt wichtig, aber wenn ich am Ende des Monats kein Geld mehr für Lebensmittel übrig habe, nur weil ich das ganze Geld spende, dann nütze ich den Tieren und der Umwelt nicht viel, da ich daran irgendwann verecken würde…